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Gear of the Week | Icebreaker Midlayer Merinoloft Helix Long Sleeve Zip

Das Merino-Midlayer von Icebreaker als eierlegende Wollmilchsau.

12.02.2018

Das Helix Long Sleeve Zip von Icebreaker ist im letzten Jahr wahrscheinlich zu meinem meistgenutzten Kleidungsstück geworden, da es in verschiedenen Bereichen glänzen kann.

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Seitansicht mit Stretchgewebe

Das Helix Long Sleeve Zip von Icebreaker ist im letzten Jahr wahrscheinlich zu meinem meistgenutzten Kleidungsstück geworden, da es in verschiedenen Bereichen glänzen kann.

Mein persönlicher Werdegang in Sachen Midlayer zieht sich von Odlo-Longsleeves und klassischen Fleecejacken über dünne Daunenjacken hin zu dünnen, abgesteppten Merinojacken. Damit deckt sich meine Historie in entscheidenden Punkten mit der allgemeinen Entwicklung in der Outdoorindustrie, welche zunehmend auf natürliche Produkte und im Idealfall auf recycelte Materialien setzt. Das Helix Long Sleeve Zip von Icebreaker erfüllt beide Kriterien. Als Isolierung dient aus Merinowolle bestehendes MerinoLoft, das Außenmaterial ist aus recyceltem Polyester hergestellt.

Weitgehen unabhängig von diesen Aspekten ist die Jacke im letzten Jahr wahrscheinlich zu meinem meistgenutzten Kleidungsstück geworden, da sie sich in verschiedenen Bereichen die Bestnote verdient.

Zum einen hat es durch seinen Materialmix (Stretch an den Seiten und unter den Armen) ein gutes Klima über einen recht weiten Temperaturbereich. Es wärmt dort wo es soll, gleichzeitig kann bei erhöhter Aktivität der Wasserdampf recht einfach weg vom Körper. Zudem ist es deutlich stärker windabweisend als ein normales Fleece, lässt aber durch die Stretchmaterialien noch genügend Luftaustausch zu. Die geringere Geruchsentwicklung dank Merino-Wolle ist ein weiteres Add-on dieses Kleidungsstücks.

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Damit ermöglicht das Midlayer ein Stück weit eine Reduktion des immer weiter ausdifferenzierten Zwiebelprinzips (1). Es ist gewissermaßen ein Schweizer Taschenmesser in Sachen mittlerer Isolationsfähigkeit und Atmungsaktivität. Zudem ist die Jacke leicht wasserabweisend, wer also nur kurz um die Ecke zum Bäcker muss, wenn es gerade angefangen hat zu nieseln, kann das ruhig mit dieser Jacke tun.

Zum anderen ist es angenehm dezent in Schnitt und Farbwahl, so dass man nicht nur beim Skitouren damit eine gute Figur macht. Sinnvolle Details wie Daumenschlaufen und eine kleine Napoleon-Tasche runden das Gesamtpaket ab. Darüber hinaus trägt die Jacke nicht so stark auf und kann in Verbindung mit ihrer glatten Oberfläche gut unter einer engeren Outerlayer getragen werden.

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Frontalansicht

Abschließend soll die wirklich gute Verarbeitungsqualität erwähnt werden. Wie gesagt wurde das Midlayer im letzten Jahr exzessiv im Alltag und ebenfalls im Outdoorbereich verwendet. Bisher gibt es keine relevanten Abnutzungserscheinungen. Weder gehen Nähte auf, noch bleicht eine Farbe aus. So sollte das immer sein.

PS: Für Personen bis 1,75 und schlanker Statur ist Größe S genau richtig.

 

(1) Unter Zwiebelprinzip versteht man die Idee, mehrere Schichten (Baselayer;Midlayer, Outerlayer) so auf einander abzustimmen, dass Wärme und Atmungsaktivität in einer sinnvollen Balance stehen. Zudem besteht die Möglichkeit eine Schicht der Zwiebel einfach zu entfernen, wenn es zu warm ist. Diese prinzipiell sinnvolle Idee hat dazu geführt, dass es mittlerweile eine kaum zu überblickende Mikrounterscheidung von Lagen gibt, was den Konsumenten vor einige Fragen stellt. Taten es früher die Bereiche Unterwäsche, Isolation und Außenjacke (Outerlayer) gibt es heute vielfältige Differenzierungen innerhalb dieser Bereiche, was die Auswahl des jeweils „richtigen“ Kleidungsstücks durchaus erschwert.

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