Erster Eindruck
Der erste Eindruck, den auch mein PowderGuide-Kollege Till bestätigt: Der Name ist Programm - „The Gun“. Ein komplett matt schwarzes Board, sehr geradlinig und langgezogen. Rundum sieht das Longboard mit seinen stattlichen 174 cm Länge aus wie eine Waffe der gewaltfreien Art.
Das Board kommt in einem Quiver daher, wie man es von echten Surfboards kennt. Auffällig sind die sehr breite und lange Nase sowie das kurze Heck. Es wirkt, als wollten die Designer die klassischen Eigenschaften eines Surfbretts auf ein Schneebrett übertragen.
Auch die Form und vor allem die Schaufel des „Gun“ erinnern ein wenig an ein klassisches Longboard: breite Nase, kaum Taille und zum Tail hin etwas schmaler zulaufend. Die Aufschrift „SnowSurf” weckt die Neugier, wie sich ein solches Board wohl im Pulverschnee fahren lässt.
In Kombination mit der Carbon Supermatic von Nidecker matcht es sich nicht nur äußerlich exzellent, sondern auch innerlich ergänzt sich das Paar aus Board und Bindung. Charaktereigenschaften wie die hohe Steifigkeit des Paares sind sofort spürbar und sorgen für ein sehr direktes Fahrerlebnis.
Die Bindung wird in Größe XL (für Schuhgrößen ab 44,5) gefahren und wirkt auf dem langgezogenen Sidecut zunächst etwas klobig. Mit einem Gesamtgewicht von etwa 3.100 g ist die „Supermatic Carbon“ in Größe XL kein Leichtgewicht. Vor allem im Vergleich zu den beiden anderen Supermatic-Varianten (OG und LT) ist die Teilkarbon Variante 400-600g schwerer, was mich bei dem deutlich höherem Preis und auch dem fetten Karbon Label erstmal verwundert hat.
Auf den zweiten Blick lassen sich aber durchaus Gründe erkennen, warum das Gewicht trotz Karbon höher ist und der Preis um 30–40 % höher ausfällt. Die Steifigkeit der Karbonteile, die Stabilität der Bindung und die Verarbeitung aller Einzelteile sehen in Verbindung mit der matten Farbkombination sowie dem minimalistischen Zusammenspiel aus Design, hochwertigen Materialien und Verarbeitung einfach stark aus!