Schneelage
Mann kommt fast durchgängig mit Schuhen zum Messner Biwak auf 2500m. Dannach wird die Schneelage durchgängiger und besser. Bei der Abfahrt kann man sich noch recht lange auf Altschnee und Lawinenkegeln durchschlagen, bis etwa 2000m.
Schneequalität
Bis auf etwa 3000 m in allen Expositionen durchfeuchtete Schneedecke. Nur kurz unterhalb und in der Nordwand war Pulverschnee zu finden. Dieser erwämte sich in der ersten Stunde nach Sonnenaufgaufgang sehr schnell was in der Abfahrt bemerkbar war. Abfahrt um 9 Uhr. 8 Uhr wäre besser gewesen. Aber trotzdem gute Schneequalität für die Jahreszeit.
Warnzeichen
Windstärke: kein Wind
Nassschneelawinen sind ab 10 Uhr aus einigen Steilgängen runtergekommen. Meistens lösten sie sich in Felsdurchsetzten Gelände. Die meisten waren klein bis mittelgroß. Größer war die Gefahr von Steinschlag in der Nordwand selbst. Der Wandfuß ist im rechten unteren teil mit Vorsicht zu genießen. Hier lösten sich weit überhalb in der brüchigen Felszone einige Koffergroße Steine und flogen an uns vorbei also nicht zu weit rechts aufsteigen. Beim Rückweg lösen sich durch den Skifahrer nasse Rutsche ab einer steilheit von 35 Grad. Dies erschwert Querungen und unterhalb von steilen Schneegefüllten Hängen untherhalb von 3000m sollte man sich ab frühen Mittag nicht mehr aufhalten.
Gesamteindruck
Da die CR Erstellung Probleme machte kommt mein CR etwa spät. Der CR bezieht sich auf Montag den 9.Mai und seitdem dürfte die Hochfeiler Nordwand aufgrund der Erwärmung nicht mehr in so guten Bedingungen sein. Wir hatten Glück und konnten alles ohne Eiskontakt hochstapfen. Nur bei der Abfahrt waren bei den ersten 5 Schwüngen dass Eis etwas spürbar. Der gesetzte Pulverschnee hielt gut darauf und es war trotz der Steilheit und einer minimalen kruste ab der Wandmitte relativ einfach zu fahren. Bei harten Bedingungen dürfte das anders sein. Insgesamt leider wenig Schwünge im Verhältniss zum langen Zustieg aber trotzdem ein schönes Erlebnis.
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