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Events

ContestGeschehen 2 2025/26 | 2. FWT Stopp Val Thorens

Val Thorens Pro 2026 - Powder, Pressure & pure Lines

27.01.2026
Timo Macvan
Val Thorens hat mal wieder geliefert. Eigentlich sollte es auf die legendäre Cime Caron gehen, aber Mutter Natur hatte andere Pläne. Zu wenig Schnee, zu viel Risiko. Also Umzug auf die Pointe de Thorens (3.266 m). Klingt nach Plan B, fühlte sich aber eher nach Jackpot an: steile Faces, technische Sektionen, frischer Powder und ein französisches Publikum, das so laut war, dass man die Rider teilweise schon vor dem Start gehört hat. Zwischen Hanginspektion im Nebel und strahlend blauem Himmel beim Contest lag genau diese typische FWT-Magie: improvisiert, chaotisch, aber am Ende genau deshalb legendär. Der zweite Stopp der Freeride World Tour 2026 war kein Schönwetter-Event, sondern echtes Freeriden mit allen Höhen und Tiefen.

Snowboard Damen, ein Heimsieg mit Herz

Noémie Equy hat letztes Jahr die Gesamtwertung gewonnen – aber dieser Sieg war ihr emotionaler. Zuhause, vor Familie, Freunden und einer komplett eskalierenden Crowd. Ihr Run: technisch sauber, null Stress, maximaler Flow. Man hat richtig gesehen, wie entspannt sie am Start war – eher „Sunday Ride“ als World Tour Finale.

Fun Fact: Sie meinte danach, der Blick auf den Glacier de Thorens hätte sie erstmal kurz vom Contest abgelenkt. Prioritäten halt.

Rookie Mia Jones holt schon wieder ein Podium – die 19-Jährige aus den USA ist definitiv eine der spannendsten Newcomerinnen der Tour.

  1. Noémie Equy (FRA) – 84,00

  2. Anna Martinez (FRA) – 78,33

  3. Mia Jones (USA) – 64,67

Snowboard Herren - Victor is back!

Victor de Le Rue und Val Thorens – das war bisher so eine On-Off-Beziehung. Vierfacher Gesamtsieger, aber hier noch nie ganz oben. Bis jetzt. Nach einem eher enttäuschenden Saisonstart in Baqueira kam Victor mit Wut im Bauch und fuhr einen Run, der einfach alles hatte: steile Linie, Flow, Kontrolle, Risiko. Keine Spielereien, sondern „Big Mountain Snowboarding at its best“.

Sandblom zündete einen massiven Backflip und war kurz auf Goldkurs – bis Victor als Lokalheld nachlegte. Enzo Nilo, letztes Jahr noch Sieger hier, musste sich diesmal mit Platz drei begnügen, wurde aber vom Publikum gefeiert wie ein Rockstar.

  1. Victor de Le Rue (FRA) – 90,67

  2. Shayne Blue Sandblom (USA) – 87,00

  3. Enzo Nilo (FRA) – 84,67

Ski Damen: Geschichte aus Argentinien

Freeride-Geschichte in Val Thorens: Agostina Vietti ist die erste Argentinierin überhaupt, die einen FWT-Stopp gewinnt. Und das nicht mit Chaos-Style, sondern mit Racing-Brain. Ihre Linie war schnell, direkt, ohne unnötige Tricks – man merkt sofort ihren Background im alpinen Rennsport.

Während andere noch Lines suchten, war sie schon unten – und stand plötzlich ganz oben auf dem Podium. Südamerika ist offiziell auf der Freeride-Landkarte angekommen.

  1. Agostina Vietti (ARG) – 77,33

  2. Sybille Blanjean (SUI) – 74,33

  3. Wynter McBride (USA) – 72,00

Ski Herren: Zwei Siege und null Zweifel

Ben Richards macht 2026 einfach da weiter, wo er aufgehört hat: zweiter Stopp, zweiter Sieg. Und das als letzter Starter – maximaler Druck, maximale Performance. 360, Straight Airs, perfekte Landungen. Keine Diskussion.

Highlight des Tages: Rookie Joey Leonardo. Der Typ fährt seine erste volle Saison und droppt Backflips, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Die USA schicken echt jedes Jahr neue Freeride-Monster ins Rennen.

Deutsche Note: Max Hitzig wurde starker Vierter mit einer komplett neuen Linie – Risiko hoch, Style sauber. Timo Rolshoven auf Platz fünf mit zwei Backflips und ordentlich Speed: definitiv einer der spektakulärsten Runs des Tages.

  1. Ben Richards (NZL) – 92,00

  2. Joey Leonardo (USA) – 89,00

  3. Ross Tester (USA) – 84,33

Fazit: Val Thorens bleibt Freeride-Gold

Dieses Event hatte alles: Wetterdrama, Hangwechsel, Heimhelden, Rookie-Momente und historische Siege. Val Thorens hat einmal mehr gezeigt, warum es fix im FWT-Kalender steht. Nicht unbedingt wegen perfekter Bedingungen, sondern wegen des echten Big-Mountain-Feelings.

Während ein Teil der Rider jetzt Richtung Kaukasus zum Georgia Pro weiterziehen, ist klar: Die Saison ist offiziell on. Und zwar richtig. Der andere Teil der Rider und unsere PowderGuide-Contestcrew macht sich auf den Weg nach Andorra zur ersten Freeride-Weltmeisterschaft (Wetterfenster 1. bis 6. Februar 2026) und wird live vor Ort über dieses historische Event berichten! Die PowderGuide-Vorhersagekarten sind extra dafür schön bunt eingefärbt worden und die Schneelage ist derzeit eh schon exeptionell gut! Das wird sicher ein passendes Event!

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