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Gear of the Week

Gear of the Week | Urinella

Schluss mit dem leidigen Pinkelproblem bei weiblichen Outdoor-Sportlerinnen

08.02.2026
Johanna Korte
Wer kennt es nicht? Es ist kalt, der Wind pfeift – und ausgerechnet jetzt, wo man ausnahmsweise mal genug getrunken hat, muss man dringend pinkeln. Für alle weiblichen Outdoor-Enthusiastinnen bedeutet das: ein kalter Hintern und jede Menge Balance-Akrobatik. Zum Glück gibt es eine Lösung: Urinella.

Was ist eine Urinella?

Meine ersten Berührungspunkte mit einer Urinella hatte ich auf Festivals – praktisch, um die langen Schlangen an den Dixie-Klos zu umgehen. Allerdings muss ich zugeben: Wirklich benutzt habe ich sie dort selten. Wahrscheinlich lag es eher an der Papierausführung und daran, dass ich mich dann doch nicht so recht ans öffentliche Pissoir getraut habe.

Kurz vor dem Winter hatte ich das Glück, bei einem Gleitschirmfliegen-Event für Frauen am Kandel eine hochwertigere Version zugelost zu bekommen: die Urinella von Liberpee.

Laut der Hersteller:innen-Seite ist Liberpee, und ich denke, das ist auf die meisten Urinellas anwendbar:

“Liberpee ist eine Urinella und hilft uns Frauen im Stehen zu urinieren. Ganz bequem, wenn es eben keine (saubere) Toilette in der Nähe gibt! Nehmen Sie die Liberpee Urinella mit in den Urlaub, beim Spaziergehen, bei Festivals, oder im Auto für unterwegs. Mit Liberpee als Begleiter in jeder Situation in Ihrer Tasche, brauchen Sie nie mehr einen „Raum der Wünsche“. (https://liberpee.com/de/)”

Wisch und Weg

Für mich ist das Beste an dieser Variante (abgesehen von der Festival-Pappversion – die einzige, die ich je getestet habe), dass man genau wie die Boys kein Klopapier braucht. Die Urinella ist speziell beschichtet, sodass der Rest quasi direkt mit herausgewischt wird (was deutlich weniger unangenehm ist, als es sich anhört). Anschließend kann man sie einfach abschütteln und sie ist tatsächlich trocken. So lässt sie sich wieder in ihrem Beutel verstauen und beim nächsten Mal gefahrlos erneut verwenden.

Nie wieder kalter Hintern

Für mich ist die Urinella eindeutig ein Game-Changer. Dieses ständige Hinhocken, Balancieren und Hoffen, dass nichts schiefgeht, ist mir schon lange auf die Nerven gegangen. Dabei wiegt sie kaum mehr als 150 g – also wirklich ein Klacks für den Tourenrucksack – und macht das Erlebnis „Trinken und Pinkeln unterwegs“ plötzlich wieder stressfreier und angenehm. Ob auf Wanderungen, beim Camping, auf Festivals oder sogar auf einem (verlassenen) Parkplatz – kein kalter Hintern, keine verrenkten Yoga-Posen mehr, einfach pure Freiheit in jeder Situation.

150 g Selbstbestimmung

Was mir an der Urinella außerdem gefällt: Sie verändert ganz subtil den Umgang mit dem eigenen Körper in der Natur. Statt sich ständig Gedanken darüber zu machen, wo man sich möglichst unbeobachtet hinsetzen kann, wird das Thema „Pinkeln unterwegs“ plötzlich pragmatisch und entspannt. Gerade auf längeren Touren, bei schlechtem Wetter oder in exponiertem Gelände ist das ein echter Komfortgewinn – und am Ende auch eine Frage von Würde und Selbstbestimmung. Natürlich braucht es ein bisschen Übung und Überwindung, vor allem am Anfang. Aber wie bei so vielen Outdoor-Gadgets gilt: Hat man den Dreh einmal raus, möchte man es nicht mehr missen.

Mein Fazit:

Eine Urinella ist sicher kein Must-have für jede Tour – aber für viele Situationen ein überraschend sinnvolles Tool. Wer viel draußen unterwegs ist, sich über kalte Oberschenkel, Balanceakte im Unterholz oder unhygienische Toiletten ärgert, sollte ihr definitiv eine Chance geben.

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