Details
Der Rucksack ist in drei Längen erhältlich, sodass der integrierte Protektor der Oberkörperlänge angepasst werden kann. Der Rucksack kommt ohne große Spielereien aus und macht einen durchdachten und aufgeräumten Eindruck: Das Hauptfach lässt sich durch einen beidseitig bis zum Rucksackboden verlaufenden Reißverschluss weit öffnen und ist innen mit hellem Material ausgekleidet. Eine eigene Tasche für die Trinkblase ist ebenso enthalten wie separate Einschubtaschen für Schaufelblatt, -stiel und Lawinensonde. Vom Innenfach ist auch der flexible und herausnehmbare Protektor sichtbar. Der Schlauch des Trinksystems läuft aufgeräumt im Schultergurt und wird durch eine isolierte Tasche vor dem Vereisen geschützt. Außen befinden sich eine mit Fleece gefütterte Brillentasche sowie eine Einschubtasche, die für ein paar Felle zu klein ist und am besten für Wertsachen oder eine Karte genutzt werden kann. Oben und unten am sehr flach geschnittenen Rucksack befinden sich Kompressionsriemen und zwei horizontal verlaufende Trageriemen für Snowboard, Ski oder Schneeschuhe. Für den diagonalen Skitransport ist unten am Rucksack in einer kleinen Tasche eine stabile Schlaufe verstaut, in welche die Skienden gesteckt werden. Die Befestigungsriemen kommen ohne Steckverbindungen aus Plastik aus und sind mit Metallhaken versehen, die in massive und gut vernähte Gurtschlaufen eingehängt werden – eine Lösung wohl für die Ewigkeit.
Bei den ausreichend breit geschnittenen Brust- und Hüftgurten wurden hingegen herkömmliche Steckverbindungen verwendet. Auf einer Seite des mit einer zusätzlichen Klettverbindung ausgestatteten Hüftgurts ist eine kleine Tasche z. B. für Energy-Riegel angebracht. Die hier getestete „Team"-Version wird zusätzlich mit einem Helmhalter ausgeliefert, welcher mit vier Haken in kleinen Schlaufen an der Front des Rucksacks befestigt wird.
Praxistest
Der Rucksack hinterlässt einen guten Eindruck. Er trägt sich beim Skifahren wie auch auf Skitour sehr angenehm und der flexible Protektor stört zu keiner Zeit. Durch die flache Bauweise bleibt die Ladung immer an ihrem Fleck und das Gewicht nahe am Körper, was für einen günstigen Schwerpunkt beim Abfahren sorgt. Das Skitragesystem funktioniert auch mit dicken Freeridelatten sehr gut. Die Ski werden schräg auf dem Rucksack montiert und hängen nicht nach hinten weg, sondern bleiben nah am Körper. Die Möglichkeit, die Ski seitlich zu befestigen besteht nicht, wurde aber auch nicht vermisst. Allerdings können nur entweder die Ski oder der Helm befestigt werden.