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Events

Freeride Testival 2026 | Hochfügen

Mit dabei The Powder Collective: PowderGuide x Penguin

02.02.2026
Pablo Diez Teja Stüwe Fritz Crone
Die Aussichten eine Woche vor dem Event sahen noch nach Neuschnee aus. Geschneit hat es dann nur in den letzten Stunden am Sonntag, trotzdem hatten wir ein super Wochenende in Hochfügen! Highlight am Ende war die Übergabe des Hauptgewinns an die Gewinnerin unseres Schneehöhentippspiels.

Das Event

PowderGuide ist bei den vier Stopps des Freeride Testivals 2026 als Wetterpartner und mit einem gemeinsamen Stand mit Penguin dabei: The Powder Collective. Andere Aussteller sind bekannte Marken aus der Skiindustrie, die ihr Freeride Portfolio präsentieren. Nicht nur Skihersteller sind vertreten, auch die neusten Snowboards können getestet werden! Die weiteren Stopps findet ihr in unserem Eventkalender.

Freitag

Noch bevor das Event am Samstag startet, haben die Organisatoren zum Industrieabend geladen. Am 8er Jet startet die Nachtskitour mit Ziel 8er Alm. Schon direkt beim Anfellen kommen wir mit Ausstellern und anderen bekannten Gesichtern ins Gespräch. Timo und Pablo hängen mich (Till auf dem Splitboard) schnell ab, aber bei einer Pistenskitour ist das ja alles kein Problem.

Unterwegs treffe ich dann Joe, der von Racing Ralf zurückgelassen wurde. Aber wir nehmen die Verfolgung auf (so fühlt es sich für mich zumindest an, denn wir überholen zahlreiche Tourengeher:innen und mein Puls steigt auf 180). Da Timo und Pablo es überraschenderweise schaffen falsch abzubiegen, bin ich trotzdem noch vor den beiden am Restaurant und trinke bereits stolz mein erstes alkoholfreies Weizen als die beiden ankommen.

Der Abend wird abgerundet durch eine leckere Pizza und entpannten Austausch mit den zahlreich erschienenen Ausstellern. Am Ende waren wir viel zu spät im Bett für den Wecker um 6.30Uhr, aber es hat sich gelohnt!

Samstag

Schon früh am Morgen füllte sich das überschaubare Testivalgelände mit zahlreichen motivierten Besucher:innen. Trotz der insgesamt eher bescheidenen Schneeverhältnisse wurde fleißig getestet und gefachsimpelt. Auch am PowderGuide-Penguin-Stand herrschte reger Betrieb. Wir haben uns sehr über die vielen netten Begegnungen und Gespräche gefreut. Zwischendurch blieb sogar Zeit, selbst ein paar Ski zu testen und Eindrücke aus erster Hand zu sammeln.

Für den passenden Soundtrack sorgte den ganzen Tag über das Spurart Team. Endlich mal entspannte elektronische Klänge und nicht dieses typische Après-Ski-Dröhnen, bei dem man sich fragt, ob man auf der Piste oder am Ballermann gelandet ist. Ab 14:30 Uhr ging das Ganze nahtlos in die offizielle Afterparty über: kühles Bier, gute Musik und viele zufriedene Gesichter ließen den Testtag entspannt ausklingen.

Ein weiteres Highlight war das Bayerische Outdoor Filmfestival International (B/O/F/F), das mit einem Spezialprogramm beim Freeride Testival in Hochfügen vertreten war. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Spurart-Afterparty kurz unterbrochen und die Filme draußen auf einer Leinwand am Testival-Gelände gezeigt.
Unsere PowderGuide-Liegestühle boten dabei eine bequeme Möglichkeit, die Filmvorführungen entspannt zu genießen. Gezeigt wurden mehrere ausgewählte Filme – vom Freeriden im abgelegenen Island über Skifahren über Hausdächer bis hin zu nächtlichen Freeride-Lines. Abgeschlossen wurde das Programm mit einem Paragliding-Kurzfilm von Jean-Baptiste Chandelier, der wieder einmal für Staunen sorgte.

Nach einem langen, ereignisreichen Tag ging es für uns schließlich schon frühzeitig ins Bett – mit dem guten Gefühl, einen gelungenen Testivaltag erlebt zu haben und voller Vorfreude auf den Sonntag, an dem es wieder fit und motiviert weitergehen sollte.

Freetour-Guiding mit Penguin

Auf geht's, Skier an und mitmachen – mein Freetour-Freeride-Tag beim FreerideTestival - Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen PowderGuide und Penguin habe ich (Pablo) am Samstag am Freetour-Kurs für Anfänger in Hochfügen teilgenommen.

Ein wenig über mich

Ich würde mich als durchschnittlichen Skitourengeher, Freerider und gelegentlichem Lawinen-Analysten bezeichnen. Wenn man mich fragen würden, wie man ein Schneeprofil erstellt, würde ich wahrscheinlich eine 30 x 30 cm große Säule ausgraben, etwas halbwegs Intelligentes murmeln und auf das Beste hoffen.

Ich bin schon überall in Tirol und sogar ein bisschen rund um den Globus Ski gefahren. Ich habe schon viele Schneegruben aus Spaß gegraben, aber ich habe nie einen richtigen Kurs besucht; ich habe hauptsächlich von erfahrenen Freund:innen gelernt und natürlich von YouTube-Videos.

Um ehrlich zu sein, würde ich diesen Kurs nicht als Kurs bezeichnen. Es war echtes Tourengehen in echtem Gelände mit echtem Lernen unterwegs.

Für wen ist dieser Kurs gedacht?

Für Anfänger:innen im Skitourengehen (von null bis zu etwa 50 Touren) und sogar für Leute, die bereits einige Touren auf eigene Faust geplant haben.

Am Samstag war unsere Gruppe eine bunte Mischung aus allen möglichen Leuten: eine Mutter, die ihrer Tochter das Tourengehen beibringen wollte, ein paar Ärzte, die ihre Tourenkenntnisse verbessern wollten und sogar ein Skilehrer, der den Pisten entfliehen wollte. Unterschiedliche Lebenswege, aber die gleiche Liebe zum Abenteuer.

Wie war der Kurs?

Der Skilehrer Pauli begann den Tag damit, unsere Fähigkeit zu testen, den aktuellen Lawinenbericht der Region zu interpretieren. Wir diskutierten über die unterschiedliche Stabilität der Schneeschichten und wo wir diese auf unserer Tour vorfinden würden.

Er stellte die Sicherheitsmaßnahmen und die Ausrüstung vor, die wir immer beachten sollten (Überprüfung der Ausrüstung, der Lawinenpiepser, Vorbereitung auf Notfälle ...). Eine kleine Anmerkung: Ich glaube, dass dies etwas ist, was viele Menschen für selbstverständlich halten. Jedes Jahr mache ich mit meinen Freund:innen eine Materialkontrolle und jedes Jahr gibt es jemanden mit einer kaputten Sonde, einer vergessenen Schaufel, leere Batterien und und und.

Zurück zur Tour: Sie begann damit, dass wir anfellten und zu einer bereits vorbereiteten Schneesäule hinaufstiegen. Zu meiner Überraschung führte er dort nicht die typischen 10-10-10-Klopftests auf der Oberseite der 30x30-Säule durch, sondern stattdessen einen seitlichen 5-5-5-Klopftest. Er wies darauf hin, dass dieser Test es ermöglicht, die Kompatibilität und Stabilität des Schnees schneller zu erkennen, was er häufig auf seinen Touren anwendet. Dann lasen wir die Schneeschichtfraktur und die ausgedehnten schwachen Schichten ab. Er nahm seine Gitterskala, um die verschiedenen Korngrößen zu messen und zu erklären, welche Gefahren sie beim Aufstieg und sogar beim Abstieg bergen.

Nach einer gründlichen Analyse der Schneeverhältnisse folgten wir der Tour bis zu einem Grat auf 2310 m Höhe. Auf dem Weg nach oben brachte er uns nicht nur die richtige Zickzack-Technik bei, sondern zeigte uns auch, wie man die Umgebung liest: das Tal, die Farben, die Flussbetten ... und wie sich die Gefahr ändern kann, wenn die Lawinengefahr von Stufe 1 auf Stufe 4 steigt.

Vom Gipfel aus war die Aussicht über das Tal und sogar Innsbruck atemberaubend. Wir holten sogar unsere Apps heraus, um zu versuchen, die umliegenden Gipfel zu benennen. Nach der wohlverdienten Mahlzeit war es Zeit zum Abfahren. Pauli wies uns auf sichere Haltepunkte hin, an denen der Schnee möglicherweise schwierig zu befahren ist, und erklärte uns, wie man auf tiefem Pulverschnee fährt. Die Bedingungen waren nicht die besten und stellten jeden von uns auf die Probe, sodass es sogar beim Skilehrer selbst zu Stürzen kam.

Es war ein wenig beruhigend zu sehen, dass selbst die Experten Probleme hatten, als der Schnee von tiefem Pulverschnee zu hartem, skibeschwerendem Schnee wechselte. Leider ging der Tag viel zu schnell zu Ende. Aber nicht ohne ein gutes Bier und den Austausch der Eindrücke unter uns allen.

Fazit

Wenn das FreerideTestival in deine Gegend kommt, tu dir selbst einen Gefallen: Nimm am Freetour-Kurs teil. Für 120 € gibt es einen ganzen Tag Skifahren, Freeriden, Lawinensicherheit und fachkundige Anleitung; alles in einem unvergesslichen Bergerlebnis. Aufsteigen, Lernen, Abfahren, Spaß haben!

Dabei sein!

Sonntag

Am zweiten Tag bleibt das Wetter durchwachsen. Die Sonne wird von hohen Wolken verdeckt, das flache Licht dimmt das Vertrauen in die Bedingungen. Die Schneelage ist nach wie vor unterdurchschnittlich, aber in Hochfügen gibt es erstaunlich viele Hänge, die trotz der Schneelage funktionieren. Mit dem 6er Sessellift Waidoffen geht`s hoch auf 2300 m und nach einer kurzen Traverse am Kamm erstreckt sich weit offenes, verspieltes und abwechslungsreiches Gelände. 

Zurück am Festivalgelände werden bereits eifrig die Gewinnspiele ausgewertet. Beim PowderGuide Gewinnspiel muss die Niederschlagssumme unterhalb der Nullgradgrenze auf dem Loassattel getippt werden. Zu gewinnen gab es ein Snowboard von Korua mit einem PowderGuide-Penguin Fleece Hoodie, eine Skihelm-Skibrillen Kombo von Head, eine schnelle Brille von Dynafit und zu guter Letzt, Erste Hilfe Sets von Deuter. Bei der Preisverleihung nehmen die Gewinner:innen strahlend die Preise entgegen. Das Snowboard wurde sogar am gleichen Tag noch ausgefahren – zum Glück sind die Erste Hilfe Sets eingepackt geblieben! 

Am Nachmittag setzt leichter Schneefall ein, der einen Testival-Teilnehmer beim Mittagsschlaf auf unseren PowderGuide-Liegestühlen überrascht. Leicht eingeschneit bauen wir zufrieden unseren Stand ab und freuen uns bereits auf den nächsten Stop des FreerideTestivals im Montafon.

Nächster Stopp

Am 7.2. und 8.2. findet der nächste Stopp des Freeride Testivals im Skigebiet Silvretta/Montafon statt. Kommt vorbei und testet fleißig das Material der nächsten Saison! PowderGuide ist natürlich auch wieder mit einem neuen Schneehöhentippspiel dabei, wir freuen uns auf euch!!

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