Erster Eindruck
Schick und schlicht, aber nicht langweilig. Beim Auspacken fällt direkt auf, dass sich das Board verglichen mit dem sonstigen Nidecker Portfolio eher weniger auffällig präsentiert. Trotzdem ist es nicht nur schwarz, das Topsheet besteht bei genauerem Hinsehen aus einem schwarz-grauen Muster, ergänzt durch den bunten Streifen zwischen den Inserts, der gut zur Base passt.
Dann hat man das Board auch schon in der Hand und ich denke nach: Carbon-Board... Sollte das nicht leicht sein? Aber Moment, ich habe hier ja kein Splitboard, sondern ein Solidboard fürs Skigebiet in der Hand. Also doch alles in Ordnung.
Der Flex des Boards wird als mittelhart beschrieben. Wo auch immer man da die Grenze ziehen mag, für mich ist es eines der härteren Boards, die ich bisher gefahren bin.
Beim Montieren der Bindung fällt direkt auf: Camber ist vorhanden. Ich freue mich auf die ersten Pistentage am Anfang der Saison.
Tester und Testbedingungen
Ich habe das Board in der Größe 162W getestet. Bei meinen 190 cm und 85 kg hätte auch eine größere Größe gepasst. In meinen 15 Jahren (mit Unterbrechungen) auf dem Snowboard habe ich schon verschiedene Modelle für verschiedene Fahrstile ausprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich vielleicht kein typischer Snowboarder bin. Am wohlsten fühle ich mich, wenn mein Board den Schnee berührt und mein Körper sich nicht überlegen muss, wie er sich in der Luft zu verhalten hat. Auch diese ganzen Tricks auf der Piste sind eher nichts für mich, denn ich fahre einfach zu gerne schnell.
Dementsprechend habe ich auf dem Board eine relativ steife Bindung (Ride A-9) montiert. Sie ist schon eine Saison alt, aber so wenig gefahren, dass sie quasi noch neuwertig ist. Mit Schuhgröße 46 ist die breite Ausführung des „Escape Plus” definitiv notwendig; die noch breitere Variante „XW”, die es beim normalen „Escape” gibt, vermisse ich aber nicht. Wie man schon vermuten kann, habe ich die Bindung auf ca. +20°/0° montiert.