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Gear of the Week

Gear of the Week | Biwakschuhe

Für echte Profis, die wissen, dass der Tag nicht mit dem letzten Run endet

01.03.2026
Timo Macvan
Nach dem letzten Powder-Turn kommen die wahren Endgegner der Freerider: kalte Füße, vereister Parkplatz, matschiger Hüttenboden. Genau hier kommen diese Biwakschuhe ins Spiel – ohne Drama, aber mit Ansage. Sie sind warm genug für Schneesturm-Vibes und so gemütlich, dass man sie „nur kurz“ anzieht und dann stundenlang nicht mehr auszieht – oder auch mal aus Versehen damit zur Arbeit geht.

Liebe auf den zweiten Blick: Meine neuen Lieblings-Hüttenschuhe

Skipantoffeln, Daunenslipper, Hüttenschuhe, Biwakschuhe oder Thermohausschuhe – ich habe keine Ahnung, ob es für diese Art von Schuh einen treffenden Namen gibt. Genauso vielfältig wie die Namensgebung in den Suchmaschineneinträgen ist auch der Einsatzbereich des „Gear of the Week” dieser Woche.

Um ehrlich zu sein, habe ich schon lange nach einem Paar Schuhe gesucht, das den Innsbrucker sowie Powderguide-Alltag mitmacht. Schuhe, die warm halten, eine feste Sohle und einen sicheren Stand haben, leicht sind und ein kleines Packmaß vorweisen können. Aber ich hätte niemals gedacht, dass es dieser Schuh wird.

Zugegeben, am Anfang dachte ich immer: „Meine Güte, sehen die Teile bescheuert aus!“ Ob sie nun stylisch sind oder nicht, möchte ich an dieser Stelle jedem selbst überlassen. Doch nach einem langen Entscheidungsprozess, der wirklich zu viele Energiereserven meines Gehirns verbraucht hat, waren die ausschlaggebenden Gründe: „Manchmal schlägt etwas Praktisches den Style“, ein „unschlagbares Angebot“ in einem meiner liebsten Outdoorgeschäfte sowie eine angedachte Wintercampingreise nach Andorra (die auch stattgefunden hat – nur leider ohne mich; aber bleibt dran für den Reiseblog).

Dank der festen Gummisohle und des vollständig geschlossenen Designs kann man auch auf versicherungstechnisch einwandfreie Art mit dem Auto fahren, ohne den Komfort des einfachen Hineinschlüpfens zu verlieren. Um den Weg ins Skigebiet oder zur Skitour und zurück zu überbrücken – speziell auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – ist der Schuh ideal. Aufgrund des soliden Packmaßes, der Möglichkeit, die Schuhe auch mal etwas zu quetschen, und des relativ geringen Gewichts lassen sie sich einfach im Rucksack verstauen, wenn es in die Skischuhe geht.

Wenn man großen Wert auf absolute Gewichtsminimierung legt, gibt es sicherlich auch leichtere Alternativen. Doch jeder Komfort hat eben sein Gewicht. Mein Paar wiegt 480 g bei Schuhgröße 45. Es gibt je nach Modell jedoch Unterschiede zwischen 350 g und 600 g. Die Modelle unterscheiden sich beispielsweise in der Höhe des Schnitts am Knöchel, der Dicke und Dichte der Sohle sowie dem Obermaterial. In der Galerie seht ihr ein paar verschiedene Modelle.

Die synthetische Isolierung hält die Wärme auch dann, wenn alles andere längst feucht, schwer und durch ist. Stundenlanges Stehen auf Schnee beim PowderGuide-Stand Schnee? Egal. Nasser Hütteneingang? Läuft. Warme Füße! Die wasserabweisende Oberfläche sorgt dafür, dass deine Füße nicht schon beim Aussteigen aus dem Bus nass werden. Innen weich, außen robust – eigentlich so wie ein guter Freeride-Tag eben.

Die angeblich „griffige” Gummisohle entpuppt sich im echten Leben allerdings eher als wohlwollendes Marketingversprechen. Für eisige Wunderwerke ist sie nicht gemacht, aber sie reicht aus, um Schneesportgeräte, Autofenster und das Steißbein auf vereisten Wegen, nassen Holztreppen und dubiosen Après-Ski-Parkplätzen halbwegs zu schützen. Holz holen, kurz vor die Hütte oder nochmal raus an die kalte Luft? Das geht schon klar, ohne einen comicreifen Satz zu machen.

Was man damit besser lässt: Ambitionierte Anstiege auf eisigen Wegen oder nächtliche Abkürzungen über vereiste Skipisten. Dafür gibt es anderes Schuhwerk und bessere Ideen. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung!

Überall, wo gleichzeitig Neigung bzw. Steigung und Eis im Spiel sind, kommen sie an ihre Grenzen.

Fazit:

Es ist kein Schuh für Heldentaten, sondern für alles, was sie erst erträglich macht. Sein Revier beginnt dort, wo der Skifahrer seine Ski abschnallt.

Er hält die Füße warm und sorgt für ein zugleich gemütliches und sicheres Tragegefühl. Außerdem ist er wasserabweisend, lässt sich im Rucksack verstauen und wird wohl auch immer mehr zum Lifestyle-Objekt.

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