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Powderalarm

PowderAlarm 7 2025/26 | Der Fast Food Alarm

Powder ist wie Essen – wenn’s schnell geht, ist es nicht perfekt

27.01.2026
Lars Oelmann
Mit Powder ist es wie mit Essen. Man möchte es genießen und am liebsten natürlich die beste Qualität. Da hören die Parallelen allerdings auch schon auf, denn von Powder kann man nie genug bekommen, während man beim Essen irgendwann satt ist. Wenn man nicht, wie im alten Rom, der Dekadenz frönt, ist man irgendwann satt.

Beim Powder gibt es für uns Freerider:innen diese Limitierung nicht, es gibt kein „zu viel”. Wir sind nie satt – oder, um es weniger schön zu formulieren: Wir sind die Möpse des Wintersportbetriebs. Wir fahren immer weiter, bis kein Powder mehr da ist.

Ullr schickt uns jetzt einen Alarm, der kurz andauert. (Daher KEIN TIPPSPIEL!). Von dem vorher nicht ganz klar war, ob er ein Alarm wird, und der danach kaum jemanden so richtig glücklich macht. Denn es schneit nicht so viel oder in den falschen Gebieten, mit wenig Basis. Und mittwochs nachts ist schon wieder alles vorbei, was uns mit einem Völlegefühl zurücklässt. Ein Fast-Food-Alarm. Aber wenn man Hunger hat, ist Fast Food besser als nichts, und manchmal ist Fast Food ganz schön geil.

Alarmzeitraum und -gebiete

Es flockt fast überall vor sich hin, aber aufgrund der Südwestströmung gibt es Alarmmengen nur in Frankreich von den Hautes Alpes bis in die Seealpen sowie in den restlichen Südalpen vom östlichen Tessin bis ins Dreiländereck Österreich/Italien/Slowenien. Einen Kern gibt es kaum, aber die Seealpen und das Dreiländereck könnten etwas mehr abbekommen. Ganz im Westen der Nordalpen, in den Voralpen, könnte es im Südweststau knapp für Alarmmengen reichen. Der Alarm endet in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im tiefsten Osten.

Wind

Starker Süd-/Südwestwind drückt die Mengen bis an den Hauptkamm, sorgt aber mit dem schlechten Fundament voller Schachschichten für anhaltende Probleme.

Schneefallgrenze

Die Schneefallgrenze liegt in den Seealpen anfangs bei fast 2.000 m und sinkt dann bis auf 1.200–1.300 m ab. Im Südosten liegt sie anfangs bei 1.000 m und steigt dann bis auf 1.600–1.700 m an. Im Osten gibt es Upsidedown-Creamcheese und im Südwesten eine nasse Schneedecke unter dem Neuschnee. Pfui.

Die Mengen

Vom Écrins-Massiv bis in die Seealpen und vom Trentino bis ins Dreiländereck kommen 30–50 cm, in Staulagen bis 60 cm. Vom Tessin bis ins Trentino und ganz ganz im Westen der französischen Voralpen flockt es um die Alarmmengen von 30 cm herum.

Wo soll ich hin?

Mittwoch: Im Südosten hat die Saison gerade angefangen und der letzte Schneefall hat eine 20–40 cm dünne Basis geschaffen. Auch wenn dort viel Schnee fällt, würde ich die Region Seealpen bzw. das Piemont am Hauptkamm der Seealpen empfehlen und hoffen, dass es dort inneralpin kühl genug bleibt und noch etwas Schnee fällt, denn dort ist eine Basis für Almwiesen und Bäume vorhanden. Sonst gingen auch die Südweststaugebiete in Frankreich südlich des Écrin-Massivs.

Danach kommt eher im Westen Neuschnee (kein Alarm) und im Süden klart es ab Donnerstag auf. Die Temperaturen bleiben kühl und brauchbar für Powder. (Dieser Winter ist nicht warm, sondern „nur“ schneearm.)

Mittelfrist

Ab Dienstag kommender Woche könnte nochmal ein echter Südstau anstehen, mit guter Länge, guter Menge und Tippspiel. Das Orakel meldet sich falls (hoffentlich wenn) es so weit ist.

Powder to the people!
Euer Orakel

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