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Tourentipp | Tour de la Meije

Abwechslungsreiche 2-Tagestour durch die Gletscherwelt des Ecrins Nationalpark

03.02.2018

Der mythische Berggipfel von la Meije bietet sich im Spätwinter für eine liftunterstützte und abwechslungsreiche Umrundung an. Mitten im Herzen der Westalpen führt die 2-Tagestour durch steile Rinnen und eine zerklüftete Gletscherlandschaft. Die Route verlangt häufige Wechsel von Ski- auf Tragepassagen und bietet je nach Schneelage auch einige technische Passagen. Aufgrund seiner sensationellen Abfahrten über den Glacier de l’Homme, hat sie das Prädikat Tourentipp allerdings mehr als verdient.

Ausblick auf den Glacier de l'homme vom Refuge de l'Aigle add_circle
Geoffrey Genay
terrainEcrins Nationalpark
Ausblick auf den Glacier de l'homme vom Refuge de l'Aigle

Der mythische Berggipfel von la Meije bietet sich im Spätwinter für eine liftunterstützte und abwechslungsreiche Umrundung an. Mitten im Herzen der Westalpen führt die 2-Tagestour durch steile Rinnen und eine zerklüftete Gletscherlandschaft. Die Route verlangt häufige Wechsel von Ski- auf Tragepassagen und bietet je nach Schneelage auch einige technische Passagen. Aufgrund seiner sensationellen Abfahrten über den Glacier de l’Homme, hat sie das Prädikat Tourentipp allerdings mehr als verdient.

Tag 1

Ausgangspunkt ist die Talstation von La Grave. Nachdem man eine der ersten Gondeln erwischt hat, steigt man auf 3200 m aus. Je nach Bedingungen geht es ab hier per Ski aufs Col de la Girose, oder zur etwas weniger steilen Variante über den Schlepplift zum „Col de la Lauze”. Bei schlechten Schneeverhältnissen kann es vor allem beim „Couloir de la Girose“ ratsam sein einen Teil abzuseilen oder abzusteigen. Die vorhandenen Bohrstände sind hier in schlechten Wintern teils schwer erreichbar. Man sollte sich also vorher über die Bedingungen gut informieren. Das gleiche gilt für die „Brèche du Râteau“, welche durch die Abfahrt zum la Selle-Gletscher erreicht wird. Dieser Übergang ist spät in der Saison fast schneefrei, sodass einige Meter geklettert werden müssen. Ostseitig fährt man dann ins Etancons Tal ab. Auch hier gilt es, entweder so früh wie möglich abzufahren oder bei eisigen Verhältnissen einige Meter abzusteigen. Danach wird aufgefellt und es geht mäßig steil zum „Refuge Promontoire“, wo man sich dann erstmal ein Bier öffnen darf. Es ist angeraten, sich beim Hüttenwirt Frédi vorab über die Bedingungen zu informieren und rechtzeitig einen der begehrten Plätze zu reservieren. Bei Kaminflackern und Gitarrenklängen vergisst man hier schnell, dass man sich auf über 3000 Meter befindet.

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Aufstieg zum Refuge Promontoire add_circle
Adrian Sauter
Geoffrey Genay
terrainEcrins Nationalpark
Aufstieg zum Refuge Promontoire

Tag 2

Früh am nächsten Tag geht es mit Stirnlampe und Ski zur „Brèche de la Meije“. Nachdem man die letzen Meter mit Steigeisen und Pickel bewältigt hat, eröffnet sich ein beindruckender Ausblick auf den zerklüfteten Glacier de la Meije. Nach Norden hinab wird nun abgestiegen oder schneller abgeseilt, um im Anschluss unterhalb der Nordwand von La Meije abzufahren. Dabei sollte man sich immer rechts halten und nicht zu tief über den unübersichtlichen La Meije Gletscher abfahren, denn hier lauern viele Spalten und Seracs.

Mit Ski geht es dann rechts haltend noch 200 Höhenmeter zum Einstieg des Serret de Savon. Dieser nicht enden wollende Schlauch ist extrem steil und bei harten Schneebedingungen sicherlich eine der Schlüsselstellen der Tour. Hat man ihn aber hinter sich gebracht, wartet noch der leichte Anstieg zum legendären „Refuge de l’Aigle” mit einer fantastischen Aussicht. Diese spektakuläre Gebirgshütte ist bestens ausgestattet und bietet sich als weiterer Ausgangspunkt für eine Mehrtagestour und zur Besteigung der la Meije Oriental an.

Jetzt muss man sich zwischen zwei grandiosen Abfahrtsmöglichkeiten entscheiden. Die Abfahrt über den „Glacier du Tabuchet” direkt nach la Grave oder über den „Glacier de l’Homme“ nach „Pont d’Arsine“. Diese Variante ist bei wenig Schnee aufgrund der kürzeren Tragepassage vorzuziehen. Hier empfiehlt es sich, im Frühjahr rechtzeitig abzufahren, um noch guten Firn zu erwischen. Mit ein bisschen Glück geht es dann per Anhalter zurück zum Ausgangspunkt.

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Geoportail.fr

Informationen

Schwierigkeit: ****
Besondere Gefahren: Gletscherspalten, Seracs, Absturzgefahr bei hartem Schnee
Expositionen: N-O-S-W
Höhenmeter Start und Ziel: 3.211 m, 1.718m
Höhenmeter bergauf und bergab: Tag 1: 1000 m | 1200 m Tag 2: 700 m | 2100 m
Dauer: 2 Tage
Beste Jahreszeit: März bis Mai
Anfahrtsbeschreibung: Von Grenoble nach la Grave zur Talstation
Topografische Karten: Carte IGN Meije Pelvoux Parc Nation des Ecrins 3436 ET

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