Wetterlage
Seit mehr als einer Woche schneit es in mehreren Wellen von Tirol über die Schweiz bis Frankreich, und zwar teilweise heftig. In Engelberg am Titlis sind in den letzten 7 Tagen sagenhafte 237 cm zusammengekommen und allein heute, Dienstag, waren es 84 cm.
Für den Alpensüdhang sind dabei dank Leezyklogenese auch ganz nette Neuschneemengen vorbeigeschneit. Somit rehabilitiert sich der einst magere Winter, und die gegenwärtigen Bedingungen in den Schneelöchern sind sicherlich die tiefsten des Jahres, und leider auch die gefährlichsten. In den Westalpen gehen sowohl spontan, als auch durch Sprengung und leider auch durch menschliche Auslösung teils extrem große Lawinen ab.
Der Avablog des SLF berichtet jedoch von keinen Personenschäden. Der PowderAlarm 10 erinnert zurecht an die Ähnlichkeiten zum Lawinenwinter 1999, wenngleich die Schneehöhen selbst am Titlis gerade erst das klimatologische Mittel überschritten haben und sonst noch öfter unterdurchschnittlich bleiben. Wir bemerken dabei, dass der Polarwirbel in der Stratosphäre den Nordweststaulagen sehr entgegenkommt, oder sie vielleicht auch erzwingt.