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Wetterblog

WetterBlog für Freerider | 09.12.2010

09.12.2010 von Lea Hartl
Das vergangene Wochenende war wohl für viele Freerider ein absolutes Frühwinter-Highlight. Der Samstag (4.12.) war flächendeckend sonnig und kalt – und ein bisschen Neuschnee auf weicher Unterlage sorgte für exzellente Bedingungen. Auf etwa 2000 m in der Nähe von Innsbruck hatte es am Samstag minus 16° C und sogar beim extra zügigen Aufsteigen wollten Finger und Zehen nicht so recht auftauen. Die Abfahrt war die Mühen natürlich mehr als wert, weswegen wir am Sonntag noch mal in der gleichen Gegend unterwegs waren. Allerdings bei ganz anderen Bedingungen: Schon in der Früh fielen beim ersten kurzen Aufstieg so einige Kleidungsschichten. Das Thermometer bestätigte unsere Schweißausbrüche, mit -4° war es an der gleichen Stelle ganze 12° wärmer als noch tags zuvor.

Das vergangene Wochenende war wohl für viele Freerider ein absolutes Frühwinter-Highlight. Der Samstag (4.12.) war flächendeckend sonnig und kalt – und ein bisschen Neuschnee auf weicher Unterlage sorgte für exzellente Bedingungen. Auf etwa 2000 m in der Nähe von Innsbruck hatte es am Samstag minus 16° C und sogar beim extra zügigen Aufsteigen wollten Finger und Zehen nicht so recht auftauen. Die Abfahrt war die Mühen natürlich mehr als wert, weswegen wir am Sonntag noch mal in der gleichen Gegend unterwegs waren. Allerdings bei ganz anderen Bedingungen: Schon in der Früh fielen beim ersten kurzen Aufstieg so einige Kleidungsschichten. Das Thermometer bestätigte unsere Schweißausbrüche, mit -4° war es an der gleichen Stelle ganze 12° wärmer als noch tags zuvor.   Die frostigen Zeiten der letzten Woche waren damit vorbei und ein großer Trog über dem Atlantik begann warme Luft in den Alpenraum zu schaufeln. Tiefdruckgebiete drehen sich gegen den Uhrzeigersinn. Wenn sich, wie in diesem Fall, ein Tief westlich von Europa befindet, kommt im Süden kühlere Luft aus dem Norden an, während die warme Südluft zu uns befördert wird. Wir befinden uns „trogvorderseitig“, – beziehungsweise am falschen Ende der Klimaanlage.  

Föhnsituation mit starkem Temperaturanstieg

Warme, feuchte Luft, die aus dem Mittelmeerraum gegen die Alpen fließt, bedeutet so gut wie immer, ja genau, Föhn. Am Beispiel der Wetterstation in Ellbögen in Tirol kann man gut erkennen, wann der Föhn einsetzt: Die Windrichtung dreht in der Nacht auf Sonntag (5.12.) auf Süd und der Wind frischt stark auf. Der Temperaturanstieg ist ebenso deutlich. Die Station misst die Lufttemperatur (rote Kurve) und den Taupunkt (blaue Kurve). Sind die beiden Kurven annähernd gleich, ist die Luftfeuchtigkeit hoch; ist der Taupunkt niedriger als die Lufttemperatur, ist die Luft trocken. Mit Einsetzen des Föhns klaffen die beiden Kurven auseinander: der trockene Wind setzt zur Schneevernichtung an.

Seit Sonntag hat sich nicht allzu viel getan. In der Früh spürt man jede einzelne Rille in der am Abend vorher präparierten und dann hart gefrorenen Piste, am Nachmittag pflügt man durch Sulz: Es herrschen großartige Frühlingsbedingungen.  

Eine massive Kaltfront

Genau so schnell, wie die Temperaturen letztes Wochenende angestiegen sind, sinken sie allerdings auch wieder. Die bereits in vielen Wettervorhersagen als „massiv!“ angekündigte Kaltfront erreicht die Alpen und bringt einen kräftigen Temperatursturz. Niederschlag gibt es vor allem in den einschlägigen Nordstaulagen. Am Freitag geht es im Norden bewölkt und mit Schneeschauern weiter, südlich des Alpenhauptkamms kann man mit starkem Nordföhn und dementsprechend aufgelockerten Verhältnissen rechnen. Am Samstag serviert eine Warmfront noch mal Nachschlag für die Nordalpen, wodurch bestes Powdern-bei-kaum-Unterlage, im Osten sogar Powdern-bei-kaum-Unterlage-und-extremem-Wind möglich sein sollte.

Ausblick

Die nächste Woche wird wettertechnisch sehr interessant werden: momentan ist Dauerfrost von Grönland bis Athen durchaus eine Möglichkeit...  

Text: Lea Hartl

 

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