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Events

Prowinter Bozen 2026

Drei Tage auf der Prowinter 2026 Messe in Bozen

03.02.2026
Jared Kropf
Vom 11. bis 13. Januar öffnete die Messe Bozen ihre Tore für die 25. Ausgabe der Prowinter, der Fachmesse für Outdoor- und Wintersport. Mit 230 Ausstellern und rund 400 Marken, davon etwa 30 Prozent aus dem Ausland, zeigte die Veranstaltung einmal mehr, wie international die Branche geworden ist. Erstmals präsentierten die Aussteller die neuesten Produkte und Trends der Wintersaison 2026/27 in gleich zwei Hallen der Messe. Wir waren vor Ort und haben uns nach spannenden Innovationen und aktuellen Trends umgeschaut.

Prowinter Award

Auch wenn der Name es vermuten lässt, dreht es sich bei der Prowinter nicht nur um Schnee und Ski. Klimawandel und neue Freizeitgewohnheiten sorgen dafür, dass Wintersport und Outdoor- Aktivitäten immer mehr verschmelzen.

Skitouren, Schneeschuhwandern, Trailrunning oder Bergsport sind längst ganzjährig gefragt. Die Prowinter hat darauf reagiert und in diesem Jahr erstmals eine ganze Halle dem Outdoor-Segment gewidmet. Die Liste mit allen Ausstellern die 2026 vor Ort waren findest du hier.

Die Prowinter 2026 startete gleich mit einem Highlight: der Verleihung des Prowinter Award – mittlerweile zum vierten Mal! Ausgezeichnet werden spannende Produkte aus den Bereichen Ski und Outdoor in insgesamt zehn Kategorien.

Kategorien „Ski“:

• Alpinski – Top Performance
• Alpinski – Allmountain
• Tourenski
• Alpinskischuhe – Top Performance
• Alpinskischuhe – Mid Performance
• Skitourenschuhe
• Prowinter Award Sonderpreis 2026: Langlaufski – Klassisch

Kategorien „Outdoor“:
• Winter Active-Schuhe
• Winter Expert-Schuhe
• Technische Shelljacke

Neu in diesem Jahr: Nachhaltigkeit fließt in die Bewertung ein. Neben Innovation, Design und Technologie schaut die Jury diesmal auch auf Umweltfreundlichkeit – von recycelten Materialien über ressourcenschonende Produktion bis hin zu langlebigen, reparierbaren Produkten und cleveren Verpackungen. Unterstützung bekommt die Jury dafür von einem externen Nachhaltigkeitsexperten. Entscheidend für den Award sind sechs Punkte: Innovation, Marktfähigkeit, Technologie, Design, Storytelling und eben Umweltverantwortung. Somit wird also nicht direkt die Performance der Produkte bewerten, sondern der Preis gilt vielmehr als Maßstab dafür, wie gut Produkte in der aktuellen Marktlage angenommen werden und welche Nachfrage sie am Markt erzielen können.

Wir haben uns 4 Artikel aus den für uns relevantesten Kategorien etwas genauer angeschaut. Die Gewinner:innen aller Kategorien findest du hier.

Kategorie „Tourenski“: Dynastar M-Tour 94

Jurybegründung:
Der Dynastar M-Tour 94 überzeugt durch sein geringes Gewicht, die ausgewogene Balance zwischen Gewicht und Freeride-Geometrien sowie durch die Holzkernkonstruktion. Diese Merkmale garantieren zuverlässige Performance sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt, unter allen Schneebedingungen.

Kategorie „Alpinskischuh – Top Performance“: SALOMON - S/PRO ALPHA C 130

Jurybegründung:
Der Salomon S/Pro Alpha C 130 überzeugt durch die Optimierung des BOA®-Verschlusssystems sowie durch die neue Power-Link-Verbindung zwischen Schaft und Schale. Diese Lösungen gewährleisten höhere Präzision, Stabilität und optimalen Support während der Fahrt.

Kategorie „Skitourenschuhe“: SCARPA - F1 R

Jurybegründung:
Der Scarpa F1 RS überzeugt durch die Optimierung der Konstruktionstechnologien, das BOA®-System am Schaft und die erleichterte Passform Overlap Flow. Diese Lösungen garantieren Leichtigkeit, Präzision und maximale Funktionalität im Aufstieg und in der Abfahrt.

Kategorie „Technische Shelljacke“: ORTOVOX - ORTLER GORE-TEX JACKET

Jurybegründung:
Die Ortovox Ortler Gore-Tex Jacket überzeugt durch ihre exzellente Verarbeitungsqualität, eine auf den alpinen Einsatz abgestimmte Ergonomie sowie das ausgewogene Verhältnis von Robustheit, Funktionalität und Tragekomfort.

Doch auch über den Award hinaus gab es auf der Prowinter einiges zu entdecken. Wir haben uns ein paar Aussteller herausgepickt und uns ihre Neuheiten und Innovationen genauer erklären lassen, lest selbst:

Armada

Am Stand von Armada gab es neben neuen Designs für die Saison 2026/27 auch die brandneue AntiMatter-Serie zu bestaunen. Entwickelt wurde sie in enger Zusammenarbeit mit dem breit aufgestellten Team an Freeride-Athlet:innen. Die Serie kombiniert verspielte, vom Freestyle inspirierte Camber-Profile mit einer subtil direktionalen Form.

Das Ziel: Ski, die sich auch bei hohem Tempo souverän durch anspruchsvolles Gelände manövrieren lassen, dabei aber locker genug bleiben für Slashes, Pops und spontane Lines.
Die AntiMatter-Serie umfasst Damen- und Herrenmodelle mit einer Mittelbreite von 72 bis 114 Millimetern. Dass das Konzept aufgeht, zeigte sich erst kürzlich beim Freeride World Tour Stopp in Baqueira Beret, wo Armada-Athlet Ben Richards auf dem AntiMatter 114 den Sieg holte.

Atomic

Auch bei Atomic tut sich im Freeride- und Freeski-Bereich einiges. Die legendäre Bent-Serie bekommt Zuwachs: den Bent Decode 92. Mit stärkeren Kanten und einem neuen Flexmuster wurde der Ski speziell fürs Parkfahren entwickelt und punktet mit ordentlich Pop und Verspieltheit. Durch die robusteren Kanten sowie verstärkte Tips und Tails ist er etwas schwerer als der Bent 90, soll dafür aber dem harten Einsatz im Park und auf Rails deutlich besser standhalten.

Dynastar

Dynastar hat für 2026/27 die beliebte M-Line-Serie überarbeitet. Die neuen Designs mit modernen Grafiken fallen sofort ins Auge. Inhaltlich teilt sich die M-Line künftig klarer auf: Die M-FREE-Serie setzt auf progressive, steife Ski mit Fokus auf maximale Abfahrtsperformance, während die M-Tour-Serie leichtere und vielseitige Modelle bietet, die auch im Aufstieg überzeugen.

Die größte Neuerung steckt in der Konstruktion: der Hybrid Core 2.0. Dabei handelt es sich um einen umweltfreundlicheren Ski-Kern, bei dem Holzfasern in drei Richtungen verarbeitet werden. Das sorgt für mehr Reaktivität, höhere Torsionssteifigkeit und reduziert gleichzeitig den Anteil an Glasfaser und anderen umweltbelastenden Materialien. Das Ergebnis: leichtere, agilere Ski mit kleinerem ökologischem Fußabdruck.

Deuter

Ein Blick in die Rucksack-Ecke durfte bei der Prowinter natürlich nicht fehlen. Nachdem Deuter in den letzten Jahren mit der Freerider-Serie einen echten Volltreffer in der Offpiste-Community gelandet hat, bekommt das beliebte Freerider Pro nun ein spannendes Update. Für die neue Saison wurde der Rucksack mit dem neu entwickelten LiteSnow-Rückensystem ausgestattet, das hohen Tragekomfort bei gleichzeitig geringem Gewicht verspricht. Dank innovativem Design und spezieller Materialien soll zudem das Anhaften von Schnee sowie die Aufnahme von Feuchtigkeit deutlich reduziert werden.

Auch beim Handling hat Deuter nachgebessert: Der Zugriff über die große Rückenöffnung wurde überarbeitet und funktioniert jetzt komfortabel allein über den Reißverschluss – dass etwas umständliche Lösen der Schultergurt-Clips beim Vorgängermodell entfällt. Geblieben sind dagegen die praktische Rolltop-Erweiterung, die das Volumen von 32 auf bis zu 42 Liter erhöht, sowie die zahlreichen, bewährten Befestigungsmöglichkeiten für Ausrüstung.

Zuwachs bei Deuter bekommt außerdem die Freescape-Serie, die sich stärker auf Skitouren und anspruchsvolle alpine Unternehmungen konzentriert. Zur Saison 2026/27 ergänzt Deuter die bisherigen Freescape Lite-Modelle und die großen Freescape Pro-Rucksäcke um eine neue, speziell auf SkitourengeherInnen zugeschnittene Linie: Freescape Tour.

Nivia

Auch im Bereich der Sicherheitsausrüstung tut sich etwas. Nachdem die Entwicklung seit der Einführung der 3-Antennen-LVS-Geräte vor über 20 Jahren eher in kleinen Schritten voran ging und in den letzten zwei Jahren kaum echte Innovationen zu sehen waren, versucht die Firma Nivia nun, das Feld mit ihrem neu entwickelten 3D Finder aufzumischen.

Das Gerät setzt auf eine spannende Neuerung: Neben dem klassischen Magnetfeld-Signal baut der 3D Finder ein eigenes lokales GPS-Koordinatensystem auf und berechnet daraus die exakte Position des Verschütteten. So ist der Suchende nicht mehr auf die oft verwirrenden Feldlinien angewiesen, sondern erhält eine digitale Richtungsführung zum Ziel – unabhängig davon, welches LVS-Gerät vergraben liegt.

Zusätzlich punktet der Nivia 3D Finder mit praktischen Features: ein großes Display, kälte-resistente Akkus statt Batterien – die gleichzeitig als Powerbank fürs Smartphone dienen – und eine automatische Notruffunktion inklusive exakter GPS-Daten. Über die Nivia-App gibt es darüber hinaus Wetterinfos, Lawinenlage, HD-Karten und die Notrufnummern aller Alpenländer.

Zum Abschluss ging es zum Testevent im nur 30 km vom Messeort entfernten Skigebiet Carezza. Dort präsentierten mehrere Hersteller ihre neuen Skimodelle der Saison 2026/27 und boten die Möglichkeit, diese direkt auf der Piste zu testen.

Erwähnenswert ist, dass das Testangebot hauptsächlich Pistenski und einige schmalere Allmountain-Modelle umfasste. Für Freerider:innen war also nur begrenzt etwas dabei. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt eher geringen Schneelage waren Pistenski ohnehin die beste Wahl. Perfektes Wetter und der atemberaubende Ausblick auf die schroffen Felsformationen der Dolomiten machten das Event dennoch zu einem rundum gelungenem Erlebnis.

Die nächste Prowinter findet vom 10. bis 12. Januar 2027 wieder in der Messe Bozen statt.
Wir freuen uns auf das kommende Jahr!

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