Hinweis: Die PG Tourentipps sind allgemeine Beschreibungen von Touren, die uns ganz subjektiv gut gefallen. Unsere Tourentipps beziehen sich NICHT AUF DIE AKTUELLE VERHÄLTNISSE. Lest den Lagebericht und die Wettervorhersage und richtet eure Tourenplanung danach.
Im ersten Weltkrieg wurden die Gipfel der Ortler-Alpen zum Kriegsschauplatz. Davon zeugen einige Reste militärischer Stellungen wie beispielsweise am Gipfelgrat des Monte Cevedale. Was für eine Freude, auch für Skibergsteiger, dass Europa hundert Jahre später so zusammengewachsen ist.
Allgemeine Informationen zur Ortler-Alpen Durchquerung
Kartenmaterial: Tabacco-Karte 08, Ortles/Ortlergebiet, Cevedale 1:25 000
Ausrüstung: Mehrtägige Skihochtour, daher komplette Gletscherausrüstung mit Seil, Eisschrauben, Reepschnüren, Steigeisen und Pickel sowie Ausrüstung für die Hüttenübernachtungen
Anfahrt: Mit den Öffentlichen: Zwischen Mals und Meran verkehrt stündlich die Vinschger Bahn. Die nächste Haltestelle zum Ausgangspunkt der Durchquerung ist Goldrain im Vinschgau. Leider fährt der Bus von dort nach Hintermartell (23 km) erst ab Mitte Juni. Mit etwas Flexibilität findet man aber sicher auch jemanden, der einen mit dorthin nimmt. Eine Alternative wäre per Taxi. In Goldrain sitzt das Taxiunternehmen Fleischmann Raimund (+39 473 742 537). Kein Auto in Hintermartell stehen zu haben, ermöglicht andere attraktive Durchquerungsoptionen.
Mit dem Auto: Von Norden kommend entweder über den Reschenpass oder den Brenner. In Goldrain im Vinschgau geht es dann Richtung Süden ins Martelltal.
Zustieg zur Marteller Hütte vom Parkplatz Hintermartell
Der Zustieg zur Marteller Hütte (2610m) folgt dem Sommerweg. Zunächst geht es vom Parkplatz in Hintermartell (2070m) durch den Wald Richtung Südwesten. Kurz nachdem man die Waldgrenze erreicht, kommt man an der Zufallhütte vorbei. Diese lässt man rechter Hand liegen und durchquert das Talbett, welches sich Richtung Süden öffnet. Nach einer kurzen Steilstufe erreicht man die Marteller Hütte, die auf einer leichten Anhöhe steht.
Die Marteller Hütte ist ein idealer Ausgangspunkt für diverse Dreitausender in der Umgebung. Auf der Terrasse kann man bei köstlichem Kaffee und Kuchen in der Nachmittagssonne den Blick auf die Königsspitze genießen. Als wir dort waren, war die Hütte ausgebucht. Meiner Meinung nach bietet das Essen – abgesehen von Kaffee und Kuchen – qualitativ und quantitativ Optimierungspotential.
Informationen
Höhenmeter bergauf | bergab: 500 hm Neigung: bis 35 ° Dauer: 1h 30 min