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Events

PowderGuide-Saisontreffen 2025/26 | Engadin

Gletscher, Touren, Baden, Klettern – ein bunter Haufen und ein noch bunteres Programm beim PowderGuide-Team

24.04.2026
Theresa Schranner
Das PowderGuide-Team trifft sich jährlich zum Ende der Saison, um gemeinsam eine gelungene Zeit zu feiern, alte Freunde wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Diesmal fand das Highlight vom 16. bis 19. April 2025 im schönen Engadin statt. Es war ein Wochenende voller Kontraste: Die frühlingshaften Vibes spiegelten sich im vielseitigen Programm wider. Von Hochtouren über Klettern und Eisbaden bis hin zu Tischtennis-Rundlauf und Kochabenden war alles dabei. DANKE an alle, die da waren, mitgemacht und organisiert haben, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Willkommen im Engadin

Vom 16. bis 19. April 2025 versammelten sich 30 Schneeenthusiast:innen im Engadin. Unsere Basis war das wunderschöne Ospiz Chapella in der Gemeinde S-chanf, idyllisch gelegen inmitten großer Lärchenwälder. Nach und nach trudelten alle ein und belebten die Unterkunft, die genug Platz bot, um es uns nach den Aktivitäten gemütlich zu machen – oder uns abends noch einmal sportlich zu verausgaben. Aber lest selbst...

April, April – der macht, was er will

Nachdem es Ende März noch einmal ordentlich geschneit hatte, klopfte der Frühling nun abrupt an die Tür. Während man in Innsbruck bereits in kurzen Hosen radelte, zeigte sich das Engadin im klassischen Übergangsgewand: Krokusse sprießen aus dem Boden, und die letzten Schneeflecken schmücken das Gras wie willkürlich platzierte Mini-Teppiche.

Die Aktivitäten passten sich diesem Mix perfekt an. Das Spektrum reichte von Hochtouren auf den Piz Palü über Touren am Piz Julier, Rennradfahren und Klettern bis hin zum Eisbaden im Ursprung des Inns.

Freitag: Der Auftakt

Am Freitag brachen eigenständige Gruppen Richtung Piz Palü auf. An beiden Tagen herrschte prachtvolles Wetter, und der Gletscher sowie die umliegende Bergwelt zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Dank der Bahn auf die Diavolezza wurde der Aufstieg deutlich verkürzt. Nach einer kurzen Abfahrt durch teils ruppiges Gelände erreichten wir den Gletscher, wo wir uns anseilten und gut vorbereitet den eigentlichen Aufstieg begannen. Die Spur war bestens angelegt, der Schnee griffig und die Motivation hoch – auch wenn die dünner werdende Luft mit jedem Höhenmeter spürbarer wurde.

Am Skidepot wechselten wir schließlich von den Brettern auf Steigeisen und Pickel. Der Schlussanstieg ist technisch zwar nicht übermäßig schwierig, erfordert aber dennoch volle Konzentration: Man muss die Füße gut beieinander behalten und sorgsam steigen, nicht zuletzt, weil die Höhe den Puls ordentlich in die Höhe treibt. Am Gipfel angekommen, wurden wir mit einer eindrucksvollen Rundumsicht belohnt, die sofort zum Träumen von kommenden Tourenzielen einlud.

Die Abfahrt über den Vadret Pers hinunter zum Morteratschgletscher – bzw. für andere Gruppen über das berüchtigte „Loch“ – setzte dem Erlebnis die Krone auf. Einen kleinen Zacken verlor die Krone lediglich durch die eher dürftige Schneelage und die längere Tragepassage am Ende. Dieser wurde jedoch sogleich durch ein „kühles Blondes“ an der Station Morteratsch wieder gerichtet und fest zementiert.

Am Ende des Tages traf schließlich auch der Rest des Teams ein, sodass die Gruppe komplett war. Wir stießen mit einem kühlen Engadiner Bierchen an und genossen die erste gemeinsame Mahlzeit mit dem gesamten Team: eine große Portion vegane Bolognese.

Samstag: Volles Programm zwischen Firn und Fels

Um 6:00 Uhr morgens riss uns ein wilder Kanon aus Weckerklingeltönen aus dem Schlaf. Während die ersten Gruppen bereits um 6:30 Uhr das Haus verließen, um die morgendliche Kühle zu nutzen, genossen die anderen ein ausgiebiges Frühstück im nun herrlich ruhigen Ospiz.

Die Gipfelstürmer: Piz Palü & Piz Julier

Die frühen Vögel unter uns taten es der Gruppe des Vortages gleich: Es trieb sie in die hochalpinen Lagen des Piz Palü, um dort die gigantische Gletscherkulisse zu bestaunen. Andere wählten eine etwas entspanntere Tour am Piz Julier: Hier ging es erst gemächlich über ein Plateau und einen zugefrorenen See, bevor ein steileres Stück hinauf zur Scharte führte. Belohnt wurde der Aufstieg mit einer Abfahrt in feinstem Firn.

Unten angekommen, wartete bereits die erste Erfrischung auf uns – ein großes Danke an Staibock Gazosa, die unseren Gaumen mit feinster Limo verwöhnt haben. Das laute „Plopp“ beim Öffnen der Bügelflaschen war das perfekte Geräusch nach dem Sport. Nach der Abfahrt blieb noch genug Zeit, um Murmeltiere zu beobachten und den Kreislauf beim Eisbaden im Inn zu wecken.

Die Fels-Fraktion: Genussklettern in Spluga

Eine andere Fraktion ließ es ruhig angehen und stand gegen 11:00 Uhr am Klettergebiet „Spluga“, welches einiges zu bieten hatte. Von anfängerfreundlichen Routen bis zu vollgepumpten Unterarmen konnte sich die Truppe ausprobieren und challengen. Nicht nur der Variantenreichtum des Felses, sondern auch die Kulisse hatte ein besonderes Flair: Südseitig in der Sonne gelegen, sorgten perfekte Temperaturen für einige Genießerpausen in den Routen selber oder auf den Wiesen davor. Es wurde die Aussicht auf den Silvaplana-See genossen, die weißen Gipfel des Hochplateaus Engadin bestaunt und die schweizerische Kulinarik erkundet.

Tischtennis, Bouldern und Linsendahl

Zurück im Ospiz ging die Action weiter. Beim Tischtennis-Rundlauf wurde gerannt und geschmettert. Einige schienen über mehrere Leben zu verfügen – das Motto „Einen hab ich noch!“ hielt so manchen Spieler verdächtig lange im Rennen. Sogar die Mauern des Ospiz wurden zweckentfremdet: Die Fassade bot sich hervorragend als Boulderwand an, an der eifrig entlang traversiert wurde. Währenddessen starteten in der Küche die Vorbereitungen für das Abendessen. Zu den Klängen eines improvisierten Konzerts aus Besteck, Töpfen und Gläsern köchelte ein riesiges Linsendahl vor sich hin.

Sonntag: Ein ruhiger Abschluss

Der Sonntag verlief etwas ruhiger. Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück hinterließen wir die Unterkunft besenrein – zumindest nach bestem Wissen und Gewissen. Da sich das Wetter von seiner trüben Seite zeigte, machten sich die meisten direkt nach dem Packen auf den Heimweg.

Fazit

Alles in allem war es ein rundum gelungenes Wochenende. Es war die perfekte Gelegenheit, neue Gesichter kennenzulernen, alte Bekannte wiederzutreffen und den Austausch zwischen erfahrenen PowderGuide-Mitgliedern und Neulingen zu fördern. Wir traten die Heimreise mit vielen guten Erinnerungen, ein wenig Muskelkater und der Vorfreude auf das nächste Jahr an.

Ein riesiges Dankeschön an das Orga-Team! Ein besonderer Dank gilt zudem der Engadiner Brauerei für die Versorgung mit hopfenhaltigen Erfrischungsgetränken sowie für die spritzigen Limonaden in verschiedensten Geschmacksrichtungen.

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