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Gear of the Week

Gear of the Week | Bergsilvester

Eine Alternative zum selber Böllern?

28.12.2025
Pascal Schindler
Es ist wieder so weit, das Jahresende rückt heran, es wird wieder Zeit, denn Feuerwerk muss ran. Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die ersten Böller im Tal knallen, lohnt sich ein Blick hinauf. Auf der Nordkette feiert Innsbruck seit 1994 sein Bergsilvester.

Wie jedes Jahr neigt sich das Jahr dem Ende zu und viele von uns nehmen sich vor, im neuen Jahr mit guten Vorsätzen einen Top-Jahresstart hinzulegen. Beispielsweise mehr Zeit am Berg verbringen, weniger prokrastinieren oder sich stärker für den Klimaschutz engagieren. Schließlich hängt an unseren Wintern auch das, was wir so sehr lieben: verschneite Gipfel, frischer Powder und stille Abfahrten. Doch warum warten, bis das neue Jahr beginnt?

Der letzte Vorsatz lässt sich schon vorher umsetzen – öffentliche Feuerwerke bieten sich dafür perfekt an.

Aus gegebenem Anlass möchte ich euch heute das Bergsilvester auf der Nordkette vorstellen. Seit seiner Einführung im Jahr 1994 hat es sich zu einer festen Veranstaltung entwickelt. Anstatt dass in der ganzen Stadt Privatfeuerwerk gezündet wird, gibt es auf dem Innsbrucker Hausberg ein organisiertes Feuerwerk, das hoch über den Dächern der Stadt stattfindet. So zumindest die Idee. Wer einen Taler übrig hat, kann das neue Jahr sogar direkt auf der Seegrube, dem Ort der Feuerwerkszündung, feiern.

Dafür braucht man ein Gondelticket. Alternativ kann man die ca. 1000 Höhenmeter auf sich nehmen und je nach Schneelage zur Seegrube wandern. Den Rückweg sollte man dabei jedoch im Hinterkopf behalten. Der große Vorteil des gemeinschaftlichen Feuerwerks ist, dass man ein beeindruckendes Lichterspiel genießt, ohne selbst Raketen kaufen zu müssen. Gleichzeitig trägt ein zentrales Feuerwerk dazu bei, Lärm und Feinstaub zu bündeln, statt sie in jedem Hinterhof und auf jedem Parkplatz zu verteilen.

Wer ein Haustier hat, kennt die verängstigten Blicke, die geduckte, angespannte Haltung oder das Verstecken im Keller unter dem alten Sofa, wenn es an Neujahr mit dem Krach losgeht. Den Tieren in freier Wildbahn wird es nicht anders ergehen. Ein öffentliches Feuerwerk ist dagegen zeitlich und räumlich viel begrenzter.

Wer sich in Innsbruck nicht ins Getümmel in der Stadt schmeißen will, kann seinen Jahreswechsel auch mit einer kleinen Skitour feiern.

Als alpine Alternative eignet sich zum Beispiel der Patscherkofel. Die Anfahrt erfolgt aus Innsbruck über Igls zum Parkplatz des Skigebiets. Seid ihr früh genug dran, könnt ihr die Gondel nutzen, um zur Bergstation hinaufzufahren.

Von dort sind es nur mehr ca. 250 Höhenmeter zum Patscherkofel-Gipfel. Wenn ihr euch das Warten in der Kälte bis Mitternacht jedoch ersparen möchtet, könnt ihr über die Piste von der Talstation zur Bergstation aufsteigen und von dort die restlichen Höhenmeter zum Gipfel zurücklegen. ACHTUNG, auch am Sylvester Abend fahren hier womöglich immer noch Pistenraupen, benutzt daher nur ausgwiesene Pisten und informiert euch vorab. Infos zu Tourenabenden in Tirol findet ihr hier. Im Zweifel am besten bei den jeweiligen Bergbahnen anrufen.

Vom Patscherkofel-Gipfel habt ihr einen 180° Blick in das Inntal, freie Sicht ins Stubaital sowie einen guten Blick auf die Nordkette. Bei klarer Sicht lassen sich sowohl das Feuerwerk auf der Nordkette als auch im restlichen Inntal bestaunen, ein Panorama, das so fast keine andere Stadt bieten kann. Unverzichtbar sind dabei natürlich warme Handschuhe und Kleidung, Glühwein, eine Stirnlampe und Abfahrtserfahrung bei Nacht.

Natürlich: Auch ein öffentliches Feuerwerk verursacht Emissionen, Feinstaub und Lärm. Viele Städte diskutieren deshalb über Alternativen. In München beispielsweise gibt es dieses Jahr zum ersten Mal eine „Silvestermeile“ mit Musik und Lasershows als umweltfreundlicheren Ersatz zum privaten Böllern. Der Trend geht klar in Richtung gemeinsamer, organisierter Events, statt vieler kleiner Privatfeuerwerke. Innsbrucks Bergsilvester ist bereits ein gutes Beispiel dafür, wie das funktionieren kann, wenn auch Emissionen nicht vollständig ausbleiben.

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