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Materialtests

Materialtest | Penguin Daunenisolationsjacke mit Kapuze

Leichte und komfortable Daunenjacke von Penguin

05.03.2026
Patrick Wehowsky
Leichte Daunenjacken mit hoher Bauschkraft gehören längst zur Standardausrüstung ambitionierter Winterbergsteiger, Skitourengeher und Outdoor-Enthusiasten, aber auch zum Alltagsgegenstand von Big Finance: Patagucci lässt grüßen. Zumindest habe ich direkt am ersten Tag mehrere Komplimente für die tolle Farbauswahl bekommen, und das obwohl ich mir diesbezüglich nicht so sicher war, wie die Farbe (purple) zu mir passt. Wie sich die neue Isolationsjacke von Penguin in winterlichen Bedingungen schlägt, erfahrt ihr im Test.

Erster Eindruck

Die Jacke macht direkt einen guten Eindruck. Herzstück der Jacke ist die 800 cuin Daunenfüllung. Das ist ansehnlich und knapp unter dem aktuellen Limit von ca. 900 cuin, welches ich von den besten Daunenprodukten kenne. Das hier zu findende Mischverhältnis von 90 % Daune zu 10 % Federn ist das am meisten angetroffene Mischverhältnis und sorgt für hohe Komprimierbarkeit bei gleichzeitig ausreichender Strukturstabilität der Daune. Manchmal gibt es auch 95/5, aber solche Jacken habe ich noch nicht besessen. Die verwendete Daune ist RDS-zertifiziert (Responsible Down Standard) – und erfüllt somit zumindest ein Mindestmaß an ethischem Verhalten bei der Daunengewinnung.

Das Außenmaterial besteht laut Hersteller aus 100 % imprägniertem Nylon mit wasser- und windabweisender Ausrüstung. Das kann so bestätigt werden, eine DWR- Beschichtung wäre trotzdem noch schön gewesen. Sie hat zwei klassische Seitentaschen sowie eine Innentasche.
Die Jacke lässt sich im mitgelieferten Packbeutel komprimieren und eignet sich damit auch als Backup-Isolationsschicht auf Tour. Warum dieser beiliegt und man die Jacke nicht einfach in einer Innentasche verstaut (wie bei anderen Modellen), erschließt sich mir nicht ganz. Der Beutel ist jedenfalls ausreichend groß.

Auch die Taschen sind ausreichend groß und gut positioniert. Allerdings bin ich ein großer Fan einer Napoleontasche und diese gibt es hier leider nicht. Das ist allerdings, wie so häufig, Geschmackssache. Ich komme auch gut ohne aus.

Hier kurz die Ausstattungsdetails im Überblick:

  • Lockerer, bewegungsorientierter Schnitt

  • Verstellbare Kapuze

  • Regulierbarer Saum

  • Kinnschutz am Frontreißverschluss

  • 2 Außentaschen mit Reißverschluss

  • 1 Innentasche mit Reißverschluss

  • Komprimierbar, inkl. Packsack

Zwei Dinge stechen für mich designtechnisch besonders positiv hervor: Zum einen ist das der etwas längere Schnitt im Gesäßbereich, der jenen angenehm warm hält. Warum nicht immer so, liebe Outdoor-Industrie? Zum anderen ist das die Anpassbarkeit der Kapuze. Sie sitzt wirklich sehr gut und das Gesichtsfeld ist maximal, was allerdings ( you can’t have the cake and eat it, too) damit einhergeht, dass die Backenpartie mehr frei liegt als bei anderen Modellen.

Tester und Testbedingungen

Der Schnitt hat mir bei der Jacke sehr gut gefallen. Ich bin 1,75 und wiege 68 kg und habe Größe M. Das passt sehr gut. Ich kann mich gut in der Jacke bewegen und es passt auch noch eine oder zwei dünnere Schichten drunter. Viel mehr nicht, das ist aber sinnvoll und sicher auch so gewollt. Unter den Rucksackträgern entstehen bei mir keine störenden Druckpunkte, was für die Positionierung der Kammern und die Materialwahl spricht.

Die Jacke wurde über mehrere Wochen bei Temperaturen zwischen -5 °C und +5 °C eingesetzt: auf Winterwanderungen, als Pausenjacke auf Skitour sowie als isolierender Midlayer unter einer Hardshell oder Mantel bei windigem Wetter.

Testbericht

Die 800 cuin Füllung liefert, wie vermutet und von anderen Modellen gewohnt, eine überzeugende Isolationsleistung. Bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt genügt ein dünner Baselayer oder Midlayer. Einfach kurz über das T-Shirt oder das Hemd geworfen, kann man damit wunderbar auch in der Stadt unterwegs sein, ohne zu frieren. Für einen längeren passiven Aufenthalt im Freien würde ich mir noch etwas drunter bzw. drüber anziehen.

Auch als Pausenisolierung funktioniert die Jacke zuverlässig, solange keine starke Wind- oder Feuchtigkeitsbelastung vorliegt. Das imprägnierte Nylon-Außenmaterial ist abweisend, aber auch nicht mehr. Bei Regen oder feuchtem Schnee saugt sich das Material doch recht schnell voll. Hier wäre aus meiner Sicht eine DWR-Imprägnierung wünschenswert, auch wenn diese nicht ewig hält, wie wir wissen. Vielleicht imprägniere ich die Jacke mal von Hand nach und berichte dann. Wind hält sie ganz gut stand, allerdings habe ich bei windigen Bedingungen eigentlich meistens etwas drüber.

Der Schnitt hat mir bei der Jacke sehr gut gefallen. Ich bin 1,75 und wiege 68 kg und habe Größe M. Das passt sehr gut. Ich kann mich gut in der Jacke bewegen und es passt auch noch eine oder zwei dünnere Schichten drunter. Viel mehr nicht, das ist aber sinnvoll und sicher auch so gewollt. Unter den Rucksackträgern entstehen bei mir keine störenden Druckpunkte, was für die Positionierung der Kammern und die Materialwahl spricht.
Zu guter Letzt kann ich kein schlechtes Wort zur Verarbeitungsqualität und Abnutzung finden. Die Reißverschlüsse funktionieren immer noch reibungslos, die Nähte halten, die Daunen bleiben da, wo sie hingehören. Alles, wie es sich in dieser Preisklasse gehört.

Fazit

Mich hat die Jacke von Penguin wirklich überzeugt. Da meine alte Isolationsjacke (Patagonia Down-Sweater) doch ziemlich durch ist und auch keine Kapuze hatte, kam die Penguin genau zur richtigen Zeit.

Sie überzeugt mit angenehmem, etwas längeren Schnitt, erwartbarer Wärmeleistung als Pausenjacke oder als alleingenutzte Outershell bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sowie einer toll anpassbaren Kapuze.
Sie ist sowohl gewichts-als auch wärmetechnisch auf Augenhöhe mit den relevanten Mitbewerbern und eignet sich für den urbanen Einsatz ähnlich gut wie für den Einsatz in der Natur.
Wer eine technisch saubere, vielseitige Winter-Isolationsschicht mit ordentlicher Wärmeleistung und ansprechenden Farben sucht, findet hier eine überzeugende Lösung. 

Vor- & Nachteile

+ Sehr gutes Wärme-Gewichts-Verhältnis (800 cuin)

+ Gute Komprimierbarkeit, tourentauglich

+ RDS-zertifizierte Qualitätsdaune

+ Tolle Farbe

+ Solide Windresistenz

+ Bewegungsfreundlicher Schnitt

+ Vielseitig als Midlayer oder Außenschicht

+ Gewicht: 420 Gramm inkl. Packsack (nachgewogen)

- DWR-Imprägnierung wäre wünschenswert

Technische Daten

UVP €320,-

  • Füllung: 90 % Daune, 10 % Federn

  • Bauschkraft: 800 cuin

  • Zertifizierung: RDS (Responsible Down Standard)

  • Außenmaterial: 100 % imprägniertes Nylon

  • Eigenschaften:

    • Windabweisend

    • Atmungsaktiv

    • Komprimierbar

    • Dehnbar

  • Ausstattung:

    • Verstellbare Kapuze

    • Regulierbarer Saum

    • Kinnschutz

    • 2 Außentaschen mit Reißverschluss

    • 1 Innentasche mit Reißverschluss

    • Inkl. Packbeutel

  • Passform: Locker

Hier geht es zur Website von Penguin mit weiteren Informationen.

Die Jacke wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie wir testen, erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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