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Materialtests

Materialtest | POC Fornix BC

Ein leichter High-Tech Helm

25.01.2026
Lorenzo Rieg
Mit dem Fornix BC hat POC einen Helm im Programm, der so ziemlich alle Sicherheitsfeatures für Skihelme bietet und dabei sehr leicht ist. Das macht ihn natürlich prädestiniert für Touren. Wie er sich in der Praxis schlägt, haben wir für euch getestet.

Erster Eindruck

Der Helm ist ordentlich verpackt und wird mit einem Transport- bzw. Schutzbeutel aus Mikrofaser geliefert. Beim In-die-Hand-Nehmen fällt gleich das geringe Gewicht auf – der Helm ist recht leicht. Er lässt sich über ein Einstellrad hinten sehr gut an den Kopf anpassen, verfügt über eine gut verwendbare Fixierung für den Strap der Goggle und eine einfach aktivierbare Lüftung.

Die Sicherheitsfeatures des Fornix BC sind weniger gut sichtbar, und diese heben ihn von „einfacheren“ Helmen ab. Er ist mit der neuesten Variante der MIPS-Technologie ausgestattet, welche bekanntlich die Auswirkungen der bei Stürzen häufig auftretenden Drehbewegung stark reduzieren kann. Dass MIPS Verletzungen verhindern oder abmildern kann, ist wissenschaftlich erwiesen, und die Technologie ist mittlerweile für verschiedene Sportarten etabliert. Außerdem ist der Fornix BC mit Aramid verstärkt, was den Schutz vor spitzen Gegenständen erhöht indem es die Schale des Helms schwerer durchstoßbar macht. Zu nennen ist außerdem der RECCO®-Reflektor, der im Notfall die Ortung durch organisierte Rettungskräfte erleichtern kann. Zudem ist der Fornix BC mit der noch recht neuen TwiceMe® NFC Medical ID ausgestattet. Damit können persönliche medizinische Informationen direkt auf dem Helm gespeichert werden, die von Rettungskräften ausgelesen werden können.

Tester und Testbedingungen

Ich habe einen Kopfumfang von 60 cm und trage den Fornix BC daher in der Größe XL–XXL, die mir perfekt passt. Auch eine Sturmhaube oder ein Buff kann ich locker unter dem Helm tragen. Ich habe den Helm seit Saisonbeginn getestet, d. h. ich habe ihn viel im Skigebiet und auf der Piste getragen. Allerdings war er zwischenzeitlich natürlich auch schon auf der einen oder anderen Skitour dabei. Insgesamt habe ich ihn an etwa dreißig Skitagen verwendet.

Testbericht

Der Chip im Helm ist innerhalb von zwei bis drei Minuten mit den entsprechenden Informationen versorgt. Dazu muss die Twiceme-App heruntergeladen, ein Benutzerkonto erstellt und Informationen wie Alter, Kontakt etc. eingegeben werden. Anschließend wird das Handy oben an den Helm gehalten. Ich denke, dieses Feature ist kein Muss, schadet aber natürlich in keinem Fall. Schließlich können Rettungskräfte so die Informationen rasch auslesen, falls man selbst nicht in der Lage ist, klar zu kommunizieren.

Nach dem ersten Einstellen des Fornix BC, was dank des 360°-Einstellsystems von POC sehr gut und schnell funktioniert, sitzt der Helm wirklich gut. Die Einstellung erlaubt eine sehr genaue Anpassung, sodass nichts wackelt oder drückt. Die Goggle lässt sich gut befestigen. Ich habe den Helm mit mehreren Goggles getestet, die alle wunderbar sitzen und gut mit dem Helm abschließen.

Beim Skifahren trägt sich der Helm dank seiner guten Passform und seines niedrigen Gewichts von einem halben Kilo sehr angenehm. Gerade beim Tourengehen belastet er im Aufstieg kaum. Ich vergesse schnell, dass ich einen Helm trage, muss aber gestehen, dass ich das auch sehr gewohnt bin. Grundsätzlich verhält sich der Helm unauffällig, was ich positiv werte.

Erwähnen möchte ich, dass dieser Helm im Vergleich zu anderen Modellen eher wenig wärmt. Alle Helme, die ich bisher im Einsatz hatte, waren recht warm, d. h. wärmer als eine ordentliche Mütze. Selbst bei wirklich tiefen Temperaturen habe ich nie etwas darunter- oder darübergezogen. Dafür war mir bei milderen Temperaturen, insbesondere in Kombination mit viel Bewegung, dann natürlich zu warm. Beim Fornix BC ist das anders. Hier wird mir selbst bei Plusgraden und aktivem Skifahren nicht zu warm, insbesondere, wenn ich die großzügigen Lüftungsöffnungen öffne. Bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt muss ich dagegen entweder eine Sturmhaube oder etwas Ähnliches unter den Helm anziehen oder die Kapuze der Skijacke über den Helm ziehen. Das ist natürlich kein Problem, sondern sogar ein Vorteil, da man leicht etwas zum Helm hinzufügen, aber kaum etwas weglassen kann.

Fazit

Dieser Helm ist sehr leicht und bequem. Er ist super für Skitouren und das Skigebiet geeignet. Er ist nicht gerade warm, aber mehr anziehen geht ja immer. Abnutzungserscheinungen, Kratzer oder Ähnliches konnte ich nicht feststellen. Obwohl der Helm bereits einige Tage im Gebrauch war, sieht er noch aus wie neu, weswegen ich davon ausgehe, dass ich ihn lange nutzen kann.

Vor- und Nachteile

+ Leicht

+ Zahlreiche sinnvolle Sicherheitsfeatures

 Informationen

  • UVP €250,-

  • twICEme® NFC Medical ID

  • RECCO®

  • Mips®

  • Regulierbare Belüftung

  • Goggle-Belüftungskanäle

  • Aramid-Brücken

  • PC-Außenschale

  • EPS-Innenschale

  • 360°-Verstellsystem

  • Goggleclip

  • Flexible Ohrenpads

Hier geht es zur Website des Herstellers mit weiteren Informationen.

Der Helm wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Wie wir testen, erfahrt Ihr in unserem Test-Statement.

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