Frühjahrsbedingungen: Die harte Zeit für die Felle
Der Frühling lockt mit langen Sonnentagen und milden Temperaturen, sodass sich alle auf ausgedehnte, sonnige Touren freuen. Doch während Pulverschnee die Felle im Winter noch sanft behandelt, sieht es im Frühjahr oft anders aus. Bevor man eine genussvolle Firnabfahrt starten kann, müssen die Felle oft über hart gefrorenen Schnee ziehen. Dessen scharfe Schneekristalle beanspruchen jede Beschichtung und nutzen sie langsam ab. Hinzu kommen manchmal Abschnitte über Steinplatten, Wiesenreste oder Schmelzwasserpfützen, die das Fell zusätzlich belasten. Zwar schnallt ein umsichtiger Tourengeher hier normalerweise die Ski ab, aber das kurze Firnfenster wartet nicht, sodass manchmal die Umsicht hinten angestellt wird. Durch feuchten Schnee oder Wasserpfützen kann sich Wasser in den Fellen ansammeln. Trifft man anschließend auf kälteren Schnee, beispielsweise in Schattenbereichen, kann dieses Wasser gefrieren. Genau das verursacht das klassische Anstollen von Schnee – die meisten begeisterten Skitourengeher:innen kennen das nur zu gut.
Frühjahrstouren fordern also nicht nur den Körper, sondern auch die Felle. Wer seine Felle rechtzeitig imprägniert, wachsbehandelt und sauber hält, kann den Aufstieg trotzdem genießen, ohne dass der Schnee wie kleine Ziegelsteine unter den Skiern hängen bleibt.
Fluorierte Imprägnierungen
Fluorierte Imprägniermittel enthalten sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Diese Stoffe bilden eine besonders wasser- und schmutzabweisende Schicht auf den Fellen. Genau diese Eigenschaften machten sie über viele Jahre hinweg zum Standard in der Pflege von Skifellen und in vielen anderen Bereichen. Fluorhaltige Imprägnierungen boten lange Zeit die beste Kombination aus: effektiver Wasserabweisung, verbesserter Gleitfähigkeit, hoher Beständigkeit und geringem Abrieb.