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Events

Bergstolz Freeride Skitest 2025/26 | Hochfügen

Wir haben beim großen Bergstolz Skitest ein paar der aktuellen Produkte des 2025/26er Winters getestet

13.03.2026
Johanna Korte Timo Macvan Martin Svejkovsky
Schon seit Jahren findet der große Skitest von Bergstolz jeden Winter statt - Ende März 2025 fanden wir in Hochfügen im Zillertal beste Freeride-Bedingungen vor. Zum Abschluss der Saison hatte es Frau Holle noch einmal gut gemeint. In vier verschiedenen Kategorien wurden von Dutzenden Skifahrer:innen Freeride Skier von über 25 Marken getestet. Wir haben ein paar Modelle aus der großen Auswahl genauer unter die Lupe genommen und unsere Eindrücke in diesem Artikel zusammengefasst.

Freeride Skitest von Bergstolz

Der Skitest vom legendären deutschsprachigen Bergstolz-Magazin stellt quasi den Gipfel der Freeride Testival Reihe dar, die in vier Stopps den Winter über, durch die österreichischen Alpen tourt. Dort können gratis alle wichtigen neuen Freeride-Skier der nächsten Saison ausgiebig getestet und allerlei andere Abenteuer am Berg erlebt werden.

Dieses Jahr ist PowderGuide ja bekanntermaßen auch vor Ort bei den Freeride Testivals und freut sich, euch für Chill out und Austausch am Powder Collective Stand begrüßen zu dürfen - und natürlich darüber, grandiose Preise an die Gewinner:innen unseres Schneehöhentippspiels rauszugeben! Am Wochenende 21./22. März 2025 habt ihr diesen Winter am Stubaier Gletscher die letzte Chance das neue Material der 2026/27er Saison kostenlos zu testen.

Nach dem letzten Stopp legen dann alle Marken ihr Material zusammen. Eine Reihe von Skitester:innen ist für drei Tage am Berg unterwegs, um die Skier nach bestimmten Kriterien und in verschiedenen Kategorien zu bewerten. Beim letztjährigen Skitest waren sechs PowderGuide’ler:innen vor Ort und haben ein paar Modelle in besten Tiefschneebedingungen getestet – es hatte gerade zum Start 40 cm Neuschnee gegeben und es hörte einfach nicht auf zu schneien. Das Setting war also perfekt, um das Material richtig zu fordern.

Es wurde in den Kategorien „Every day - everywhere“ (Allmountain - Powder und Piste), „Snow Queens“ (für Frauen jeden Levels und Styles), „Up & Beyond“ (effizient bergauf, spaßig bergab) und „The Real Fat Shady“ (richtig breite Latten für die real deep days) getestet. Details zu allen Skiern und Ergebnissen findet ihr unter den angegebenen Links bei Bergstolz. Wir haben uns ein paar Modelle rausgepickt und berichten hier über die Eindrücke!

Entgegen ihrer Überzeugungen probierte Johanna auch mal leichtere Skier aus, Vanessa wollte ihre gar nicht mehr hergeben, Martin greift grundsätzlich zu den längsten und breitesten Modellen und Timo war mit Moritz auf der Suche nach dem One-Quiver-Ski für Piste und alle Bedingungen daneben. Viel Spaß beim Lesen und Informieren!

Johanna hat sich auf die Marken mit B konzentriert:

Black Diamond Impulse Ti 104

Sehr leicht. Im Gegensatz zu den Ski, zu denen ich normalerweise greife, ist der Black Diamond Impulse Ti 104 ein echtes Leichtgewicht, und das, obwohl er mit Titanal verstärkt ist. Um es schon mal vorweg zu nehmen: Der Black Diamond Impulse 104 ist ein performendes Leichtgewicht und damit eine richtig leichte Freeride Waffe. Meine Skepsis gegenüber sehr leichter Skier konnte ich damit (leider) nicht aufrechterhalten.

Ich durfte den Black Diamond Impulse Ti mit 104 mm Breite und einer Länge von 172 cm auf einer ausgedehnten Ski-/Bergtour testen. Wie schon gesagt, ist der Ski extrem leicht und daher auf dem Weg nach oben kaum zu merken. Dank der Titanal-Verstärkung bietet er gleichzeitig genügend Kantenhalt, um auch eisige Passagen gut meistern zu können. In Kombination mit einer Plum-Bindung war das Ultralight-Setup fertig und genau die richtige Ausrüstung für 1.500 Höhenmeter mit 700 Höhenmetern Bootpack.

Auch wenn meine Wegbegleiterin Teja nicht begeistert war, dass ich den Ski ausgerechnet in einer Steilrinne zum ersten Mal fahren wollte, war ich doch guter Dinge – auch und vor allem, weil sich das Vorgängermodell bei Tests als außerordentlich gutmütig erwiesen hatte.

Zum Glück traf das auch auf das aktuelle Modell zu. Der Ski kommt meinem Fahrstil sehr zugute. Er ist wendig, lässt sich mit einer leichten Hoch-Tief-Bewegung gut um die Kurve manövrieren und bietet durch die Verstärkung auch bei höheren Geschwindigkeiten genügend Halt, ohne zu flatteren. Perfekt für lange, steile Rinnen!

Auch längere Schwünge im offenen Gelände lassen sich damit genießen, da die breite Schaufel für ordentlichen Auftrieb sorgt. Ich gehe davon aus, dass sich die schmalere Version ähnlich fährt und für Menschen geeignet ist, die noch mehr auf das Gewicht achten wollen und eher im Firn- oder steilen Gelände unterwegs sind. Viel schmaler würde ich für richtigen Tiefschnee wohl nicht nehmen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass der Ski eher tourenorientiert ist und nicht die ultimative Freeride-Waffe im Quiver darstellt. Dennoch ist es ein sehr guter Ski, der viel Fahrspaß mit entspanntem Aufstieg kombiniert.

Black Crows Atris Birdie

Nicht ganz so leicht, dafür ein wenig verspielter. Den Black Crows Artis Birdie gibt es sowohl für Männer, als auch für Frauen in der Mittelbreite 105 mm. Meiner Meinung nach lohnt sich ein Blick auf die Frauenseite, da die Farbe der Seitenwange (Pink) doch ein wenig besser zum Topsheet passt als bei den Herren.

Wie dem auch sei, der Ski ist in Kombination mit der ATK Crest 8 ein wunderschönes Modell, das leicht genug ist, um auf ausgedehnten Skitouren ein treuer Begleiter zu sein. Mit 3.900 g ist er nur 270 g schwerer als der Black Diamond und das Freeride-Tail ermöglicht ein verspielteres Fahrverhalten.

Bisher durfte ich den Ski auf mehreren kurzen und langen Skitouren testen. Er bietet genug Kantenhalt im Aufstieg und der Montagepunkt stellt selbst bei gut gedehnten Hüften kein Hindernis dar.

Er ist jedoch eindeutig zum Abfahren gemacht und fühlt sich hier am wohlsten. Er verführt durch seinen sehr angenehmen Pop zu einem leicht „bouncy“ Fahrstil, was mir glücklicherweise in die Karten spielt. Der Ski ist leicht um die Kurve zu kriegen, vor allem, wenn man die Hoch-Tief-Bewegung ohnehin ausführt. Auch bei hohen Geschwindigkeiten ist der Ski laufruhig und vermittelt Sicherheit.

Er ist auch in Kombination mit einer Freeride-Bindung zu empfehlen und vor allem ein kleines Fahrspaß-Wunder.

Der Blizzard Sheeva 11 wurde von Vanessa nicht mehr hergegeben:

Blizzard Sheeva 11

Ich bin den Blizzard Sheeva 11 bei einer Körpergröße von 174 cm gefahren. Ich würde mein Fahrniveau als fortgeschritten auf der Piste bezeichnen, mit solider Erfahrung im Gelände, auch wenn ich dort technisch definitiv noch Luft nach oben habe. Umso spannender war der Eindruck, wie zugänglich und gleichzeitig leistungsfähig sich dieser breite Freeride-Ski präsentiert.

Besonders aufgefallen ist mir die sehr effiziente Kraftübertragung. Gerade bei längeren, kurvenreichen Abfahrten ermüdeten meine Beine deutlich weniger als bei anderen Ski dieser Kategorie. Der Sheeva 11 fährt sich erstaunlich kraftsparend und unterstützt den Fahrer aktiv, anstatt permanent Druck zu erfordern. Das macht ihn besonders angenehm für lange Powder-Runs oder ausgedehnte Freeride-Tage.

Trotz seiner üppigen Mittelbreite von 112 mm wirkt der Ski überraschend leicht und agil. Kantenwechsel gelingen spielerisch und ohne großen Kraftaufwand. Es ist problemlos möglich, zwischen kurzen, kontrollierten Schwüngen und längeren, fließenden Turns zu variieren. Diese Vielseitigkeit vermittelt viel Vertrauen – sowohl auf der Piste als auch im Gelände.

Bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Ski angenehm stabil und ruhig, ohne dabei träge zu wirken. Gerade im Tiefschnee spielt der Sheeva 11 seine Stärken voll aus. Der Auftrieb ist hervorragend und die Steuerung durch den Powder erfolgt sehr intuitiv. Er bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus Stabilität und Wendigkeit, das besonders im freien Gelände für ein sicheres und gleichzeitig verspieltes Fahrgefühl sorgt.

Fazit

Der Blizzard Sheeva 11 ist ein sehr zugänglicher und gleichzeitig leistungsstarker Freeride-Ski, der trotz seiner Breite mit überraschender Agilität überzeugt. Er bietet starken Auftrieb im Powder, stabile Fahreigenschaften bei Geschwindigkeit und ein kraftsparendes Fahrgefühl. Besonders für fortgeschrittene Fahrerinnen, die ihre Off-Piste-Skills weiterentwickeln möchten, ist er ein äußerst überzeugender Begleiter.

Moritz hat den DPS Kaizen und Salomon QST getestet:

DPS Kaizen 105

Der DPS Kaizen 105 zeigt sich sowohl auf der Piste als auch im Gelände äußerst stabil und ausgewogen. Trotz seiner Mittelbreite von 105 mm liegt er überraschend ruhig auf der Kante und vermittelt auch bei höheren Geschwindigkeiten viel Sicherheit. Ein leichtes Flattern ist spürbar, jedoch keineswegs störend. Im Gelände überzeugt der Ski durch seine Kontrollierbarkeit, seinen guten Auftrieb und sein sehr solides, sattes Fahrgefühl. Insgesamt wirkt der Kaizen 105 etwas sportlicher und präziser mit einer klaren Ausrichtung auf Fahrer, die auch bei höherem Tempo Stabilität und Kontrolle schätzen.

Salomon QST 106

Der Salomon QST 106 ist ein sehr vielseitiger All-Mountain-Ski mit 106 mm Mittelbreite. Er überzeugt auf der Piste sowohl bei harten Bedingungen als auch im Sulz durch guten Kantengriff und eine insgesamt harmonische Fahrweise. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten zeigt sich jedoch ein leichtes Flattern. Im Tiefschnee ist der Ski extrem drehfreudig und bietet auch bei tieferem Schnee guten Auftrieb. Insgesamt ist der QST 106 ein spaßiger und intuitiv zu fahrender Ski, der in nahezu allen Bedingungen überzeugt und besonders durch seine Vielseitigkeit punktet.

Timo hat sich Skier von DPS und Faction ausgesucht:

DPS Wailer 107

Der DPS Wailer 107 in 184 cm wurde innerhalb eines Tages in allen erdenklichen Bedingungen gefahren. Am Morgen hatte uns Ullr etwa 50 cm Neuschnee gebracht. Es schien die Sonne und der Himmel war blau. Mittags wechselten wir auf die Piste, da durch die Sonneneinstrahlung Anfang April einige Expositionen bereits stark durchfeuchtet waren. Zunächst hatten wir top griffige Pisten, am Ende Slush-Abfahrten. In all diesen Varianten hat der Ski unglaublich gut performt.

Für mich ist es DER Allmountain-Ski! In breiten Powderhängen hatte er genug Auftrieb und ließ sich mühelos auch durch engere Passagen und Wälder manövrieren. Auf der Piste ließ sich der Carbon Wallier verspielt fahren, er ließ sich mühelos wenden, aber auch super auf die Kante bringen. Selbst bei längeren Schusspassagen blieb der superleichte Ski absolut stabil, was wohl an der Karbonkonstruktion liegt. Obwohl der Ski so stabil auf der Kante liegt und auch bei hohen Geschwindigkeiten laufruhig ist, fühlt er sich nicht bretthart an. Im Gegenteil: Er glänzt durch viel Komfort, wenn die Piste unruhiger wird. Er schluckt den einen oder anderen Buckel, lässt sich verspielt über Sulz gleiten und macht einfach nur Laune – egal in welchem Terrain, bei welchen Schneeverhältnissen und zu welcher Uhrzeit.

Ich weiß genau, welchen Ski ich bei den nächsten Testivals wieder fahren möchte: den DPS Carbon Wallier mit 107 mm Breite.

Faction Dancer 2

Schon nach den ersten Metern fällt auf, wie vertraut sich der Faction Dancer 2 SC in 187 cm und mit einer Mittelbreite von 107 mm anfühlt. Der Ski steht ruhig auf der Piste, lässt sich sauber auf die Kante stellen und vermittelt sofort das Gefühl, genau zu wissen, was unter den Füßen passiert. Besonders bei mittleren und längeren Carving-Schwüngen kommt richtig Freude auf – der Ski zieht stabil durch den Turn und bleibt auch dann angenehm kontrollierbar, wenn man das Tempo etwas anzieht.

Was mir dabei besonders gefallen hat: Er wirkt sportlich, aber nicht fordernd. Kantenwechsel gehen leicht von der Hand, und selbst nach ein paar schnelleren Runs fühlt man sich nicht ermüdet. Der Ski fährt sich präzise, ohne dabei nervös oder zu steif zu wirken – eine Mischung, die ihn sehr zugänglich macht.

Kurz habe ich den Dancer 2 SC auch neben der Piste in verspurtem Schnee gefahren. Hier zeigt er sich solide und gut kontrollierbar, auch wenn sein klarer Fokus auf der Piste liegt. Für kurze Abstecher ins Gelände reicht die Performance definitiv aus, richtig zuhause fühlt er sich aber auf hartem Untergrund und in sauberen Turns.

Mein Eindruck nach einem halben Tag: Ein sehr spaßiger, sportlicher Pistenski mit starkem Carving-Charakter, der viel Sicherheit vermittelt und sich ideal für Fahrer eignet, die Dynamik suchen, ohne permanent am Limit fahren zu müssen.

Martin schnappte sich direkt die längsten und breitesten Latten:

Black Crows Draco Freebird

Mir fiel sofort das leichte Gewicht in Verbindung mit der verhältnismäßig guten Laufruhe auf. Die herausragende Eigenschaft des Black Crows Draco Freebird in 189 cm war aber seine Wendigkeit, egal ob auf der Piste, im Tiefschnee oder verspurtem Gelände, er ließ sich unfassbar schnell querstellen, um das Tempo zu reduzieren.

Ich denke, dass die Kombination aus Rocker, kurzem klassischem Camber und dem geraden Sidecut für diese Wendigkeit sorgt. Wenn man bedenkt, dass Nikolai Schirmer an der Entwicklung dieses Modells mitgewirkt hat, dann ergibt das umso mehr Sinn, denn aus meiner Erfahrung konnte der Ski zwei Dinge besonders gut: Schnelle straight lines mit wenig Richtungswechsel und effizientes Querstellen des Skis für fette Sprays.

Runde, lange Radien oder klassisches Carven sind mir persönlich allerdings etwas schwerer gefallen. Insgesamt war er aber ein sehr spaßiger Ski. Die angesprochene Wendigkeit in Verbindung mit dem leichten Gewicht trotz einer Mittelbreite von 110 mm macht ihn auf jeden Fall besonders und verleiht ihm ein Alleinstellungsmerkmal.

Faction Dancer 3 

Ich fand den Faction Dancer 3 in 188 cm im ersten Moment etwas herausfordernd, da er durch seine für Freeride-Ski hohe Steifigkeit und hohe Vorspannung (da kein klassischer Full-Rocker) doch einiges an fahrerischem Engagement verlangt. Sobald ich aber das Gespür für Kante und Schaufel entwickeln konnte, wurden mir seine Stärken sehr schnell bewusst.

Ein Ski für hohes Tempo und Stabilität, egal auf welchem Schnee. Besonders in langen Radien zeigt sich der ausgesprochen gute Kantengrip, denn zu Flattern oder einem Verschlagen des Skis kam es eigentlich nie. Auch im Powder machte der Ski eine gute Figur, durch den Front-Rocker tauchen die Schaufeln gut aus tieferem Schnee auf.

Ich denke, der Ski ist ein guter Allrounder, mit dem man auf jedem Schnee Spaß haben kann. Für verspielte Fahrer:innen, die gerne bei niedrigerem Tempo oder durch enge Bäume wedeln, könnte er allerdings etwas zu brachial sein. Optisch finde ich das schlichte, orange Design sehr ansprechend. Mein Tipp: Der ideale Montagepunkt liegt meiner Meinung nach etwas vor dem von Faction angegebenen Punkt.

Vorausschau auf das Material 2026/27

Bei den ersten drei Stopps des Freeride Testivals konnten wir schon eine ganze Reihe von den Modellen der nächstjährigen Kollektionen testen. Ihr könnt uns gern beim letzten Stopp am Stubaier Gletscher am Wochenende 21./22. März 2026 unterstützen und selbst ein paar Powderlatten unter die Skischuhe schnallen!

Ansonsten könnt ihr uns gern in den Kommentaren mitteilen, welche Skier ihr gern von uns getestet haben wollt. Nach dem Testival-Stopp in Stubai Ende März findet wieder der große Skitest von Bergstolz statt, bei dem wir mit einem Team an Tester:innen wieder dabei sein werden! Wir versprechen, nächsten Winter etwas zeitiger mit unseren Eindrücken parat zu sein!

Lasst uns wissen welche Skier euch interessieren!

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