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Materialtests

Materialtest | Valhalla Bamboo 104

Die Schwarzwälder Kirschtorte unter den Freeride-Ski - eine PowderGuide-Edition

09.03.2026
Max Elias
Ein Vergleich zwischen einem Freeride-Ski und einer Schwarzwälder Kirschtorte mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, da es sich um zwei grundverschiedene Dinge handelt: ein Sportgerät und ein kulinarisches Produkt. Dennoch lassen sich hier einige metaphorische Parallelen ziehen: Sowohl Ski als auch Torte werden von emsigen Handwerkern mit Fachkenntnissen und Liebe zum Detail hergestellt – Handwerkskunst und Tradition. Sie repräsentieren eine Kombination aus traditionellen Materialien und modernen Herstellungstechniken. - Genuss und Erlebnis: Das Skifahren im freien Gelände bietet ein intensives und erlebnisreiches Fahrgefühl. Der Genuss einer Schwarzwälder Kirschtorte ist ein mindestens genauso sinnliches Erlebnis, bei dem Aromen und Texturen verschmelzen.

Tester und Testbedingungen

Als Testfahrer für den Valhalla 104 bin ich mit 187 cm und 85 kg Leergewicht ins Rennen gegangen. Mit Ausrüstung kamen entsprechend noch einige Kilo dazu. Eigentlich bringen mich nur noch meine Kinder ins Skigebiet, ansonsten gehe ich leidenschaftlich gerne Skitouren. Da ich den Valhalla 115 inzwischen seit über einem Jahr fahre, habe ich mich sehr darauf gefreut, den „kleinen Bruder” testen zu dürfen.

Die Testbedingungen waren bisher, entsprechend dem bisherigen Winterverlauf, zum Glück recht vielfältig. Getestet wurden die Ski sowohl auf Tour als auch im Skigebiet.

Testbericht

Der Valhalla 104 ist nicht nur ein Freeride-, sondern auch ein Tourenski und spricht somit Fahrer:innen an, die einen vielseitigen, leichten Ski für Powderabenteuer abseits der Pisten und anspruchsvolle Touren suchen. Mit seiner 104er Taille und der Leichtbaukonstruktion verspricht der Valhalla 104 ultimativen Fahrspaß im Tiefschnee und eine mühelose Handhabung auf aufstiegsintensiven Routen.

Der Valhalla 104 gefällt mir aufgrund seines auffälligen Designs außerordentlich gut. Die gelungene Kombination aus lebendigen Farben und dynamischen Linien verleiht dem Ski ein modernes und zugleich sportliches Erscheinungsbild. Die Konstruktion des Skis verspricht eine ausgewogene Mischung aus Stabilität und Leichtigkeit. Besonders hervorzuheben ist das bemerkenswert geringe Gewicht des Skis, was ihn zu einem idealen Begleiter für ausgedehnte Touren macht.

Auch wenn der Valhalla 104 primär für den Einsatz im Tiefschnee entwickelt wurde, überrascht er mit einer anständigen Performance auf präparierten Pisten. Die breite Taille ermöglicht zwar nicht die gleiche Agilität wie schmalere Pisten-Ski, aber der Ski lässt sich dennoch kontrolliert und stabil durchs Skigebiet carven.

Seine Stärken entfaltet der Valhalla 104 vor allem in mittleren und weiten Schwüngen, wobei er sich auch in kurzen Driftschwüngen mühelos behauptet. Bei energischem Einsatz der Kante meistert er selbst anspruchsvolle Bedingungen souverän und hält dabei eine flüssige Linie. Auf kompaktem Untergrund und der präparierten Piste könnten sportliche Fahrerinnen und Fahrer eine Spur mehr Dynamik und Schwung vermissen. Bei etwas „schwierigeren“ Verhältnissen, z.B. Schneekruste/Harsch merkt man im Vergleich zum 115er eine gewisse Unnachgiebigkeit. Bei mir hat das bedeutet, dass der Ski mehr Kraft einfordert, um ihn in geordneten Bahnen zu führen.

Der Valhalla 104 entfaltet sein volles Potenzial im Pulverschnee und auf Touren. Bei frischem Pulverschnee gleitet der Ski mühelos durch den Schnee und bietet beeindruckenden Auftrieb. Schwünge aller Art werden spielerisch gemeistert und die Fahrt auf unpräparierten Abfahrten wird zu einem wahren Vergnügen. Auch auf Touren zeigt sich der Valhalla 104 leicht und effizient, was bei anspruchsvollen Aufstiegen von großem Vorteil ist.

Nachdem die älteren Modelle noch etwas schlapp auf der Brust waren, hat Freddi fix nachgearbeitet und hat beim aktuellen Modell durch etwas mehr Steifigkeit vor der Bindung die leichte Schwäche in Angriff genommen und beseitigt. Der Chefkonditor optimiert also in seiner Freiburger Werkstatt fleißig weiter und gibt sich bei der Auswahl seiner Zutaten große Mühe.

Der Kern des Skis besteht aus Bambus, zwei triaxialen Lagen Carbon und einer biaxialen Lage Flachs, die von der Zehe bis zur Tip vorne geht. Die Flachsgelegeverstärkung in der Schaufel sorgt für ausgewogene Dämpfung und gute Spurstabilität. Mit ABS-Seitenwangen, P-Tex Rennbelag bekommt der Ski den entsprechenden Biss auf der Piste. Die sorgfältig ausgewählte Konstruktion verleiht dem Valhalla 104 eine solide Stabilität, auch bei höheren Geschwindigkeiten und in anspruchsvollem Gelände. Die Wendigkeit bleibt jedoch erhalten, und der Ski reagiert schnell auf Richtungsänderungen. Das macht den Ski auch in engen Couloirs und steilerem Tourengelände gut beherrschbar.

Positive Nebenwirkungen, ganz ohne böse Kalorien: Valhalla Ski unterstützt nicht nur das persönliche Naturerlebnis, sondern auch, dass die Natur noch lange erlebbar ist. Wie bei all seinen Modellen, legt Freddi auch beim Valhalla 104 viel Wert auf eine möglichst umweltfreundliche Konstruktion und den Fokus auf Nachhaltigkeit. Die Verwendung ökologischer Materialien und eine umweltschonende Produktionsweise tragen dazu bei, dass dieser Ski nicht nur Fahrspaß, sondern auch ein gutes Gewissen ermöglicht.

Fazit

Flüsterleise und federleicht - der Valhalla 104 präsentiert sich als die optimale Wahl für passionierte Freerider:innen, die nicht nur ihre Abfahrten, sondern auch längere Aufstiege mit Steigfellen unter ihren Skiern genießen möchten, ohne dabei auf die Vorzüge eines stabilen und freeridetauglichen Skis verzichten zu müssen. Der Ski zeichnet sich durch klare und kraftvolle Reaktionen auf Richtungswechsel aus, bewahrt jedoch gleichzeitig eine beeindruckende Wendigkeit, was ihn auch für weniger Erfahrene besonders attraktiv macht.

Der Valhalla 104 hat mich tendenziell eher als Tourenski denn als reinrassiger Freerideski überzeugt, aber so ist er ja auch gedacht. Die Kombination aus Stabilität, Auftrieb im Powder und allgemeiner Wendigkeit macht ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für alle, die ihre Freiheit im Backcountry suchen. Mit seinem besonders leichten Gewicht und seinem ökologischen Ansatz ist der Valhalla 104 eine Investition für Fahrerinnen und Fahrer, die nicht nur hohe Leistung, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz und einen regionalen Ansatz suchen. Der Ski ist aus meiner Sicht nahezu ein Alleskönner, der sich durch seine Kraftersparnis beim Aufstieg, seine Wendigkeit und Spritzigkeit bei der Abfahrt, seinen guten Auftrieb im Powder und seine gute Pistenperformance auszeichnet.

Am Ende komme ich gerne nochmal auf den kulinarischen Vergleich zurück, denn ähnlich wie die Schwarzwälder Kirschtorte sind Valhalla Ski inzwischen eng mit der Region Schwarzwald verbunden, die für ihre handwerkliche Tradition aber eben auch für die kulinarischen Spezialitäten bekannt ist.

Insgesamt sind die Ski von Freddi auf ihre eigene ganz charmante Weise Ausdruck von Handwerkskunst, Tradition, Vielseitigkeit und regionaler Verbundenheit. Genau wie ein gutes Stück Torte, können sie ein intensives und befriedigendes Erlebnis bieten, sei es weit abseits der Pisten oder bei einem gemütlichen Kaffeeklatsch in der Schirmbar nach einem wilden Ritt durchs Skigebiet.

Informationen

UVP € 980,-

  • Verfügbare Längen: 185cm (19m Radius), 175cm (17m Radius), 162cm (15m Radius)

  • Early Rocker, Moderate Camber, Tail Rocker

  • Taillierung: 126 | 104 | 113

Hier könnt ihr den Ski in unserem PowderGuide Shop bestellen. Bitte achtet hierbei gegebenenfalls auf die Lieverzeit - der Ski wird erst produziert, wenn die Bestellung eingeht, es handelt sich eben um ein in Handarbeit hergestelltes Manufaktur-Modell

Der Ski wurde PowderGuide im Rahmen einer Kooperation mit Valhalla kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie wir testen, erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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