Tester und Testbedingungen
Als Testfahrer für den Valhalla 104 bin ich mit 187 cm und 85 kg Leergewicht ins Rennen gegangen. Mit Ausrüstung kamen entsprechend noch einige Kilo dazu. Eigentlich bringen mich nur noch meine Kinder ins Skigebiet, ansonsten gehe ich leidenschaftlich gerne Skitouren. Da ich den Valhalla 115 inzwischen seit über einem Jahr fahre, habe ich mich sehr darauf gefreut, den „kleinen Bruder” testen zu dürfen.
Die Testbedingungen waren bisher, entsprechend dem bisherigen Winterverlauf, zum Glück recht vielfältig. Getestet wurden die Ski sowohl auf Tour als auch im Skigebiet.
Testbericht
Der Valhalla 104 ist nicht nur ein Freeride-, sondern auch ein Tourenski und spricht somit Fahrer:innen an, die einen vielseitigen, leichten Ski für Powderabenteuer abseits der Pisten und anspruchsvolle Touren suchen. Mit seiner 104er Taille und der Leichtbaukonstruktion verspricht der Valhalla 104 ultimativen Fahrspaß im Tiefschnee und eine mühelose Handhabung auf aufstiegsintensiven Routen.
Der Valhalla 104 gefällt mir aufgrund seines auffälligen Designs außerordentlich gut. Die gelungene Kombination aus lebendigen Farben und dynamischen Linien verleiht dem Ski ein modernes und zugleich sportliches Erscheinungsbild. Die Konstruktion des Skis verspricht eine ausgewogene Mischung aus Stabilität und Leichtigkeit. Besonders hervorzuheben ist das bemerkenswert geringe Gewicht des Skis, was ihn zu einem idealen Begleiter für ausgedehnte Touren macht.
Auch wenn der Valhalla 104 primär für den Einsatz im Tiefschnee entwickelt wurde, überrascht er mit einer anständigen Performance auf präparierten Pisten. Die breite Taille ermöglicht zwar nicht die gleiche Agilität wie schmalere Pisten-Ski, aber der Ski lässt sich dennoch kontrolliert und stabil durchs Skigebiet carven.
Seine Stärken entfaltet der Valhalla 104 vor allem in mittleren und weiten Schwüngen, wobei er sich auch in kurzen Driftschwüngen mühelos behauptet. Bei energischem Einsatz der Kante meistert er selbst anspruchsvolle Bedingungen souverän und hält dabei eine flüssige Linie. Auf kompaktem Untergrund und der präparierten Piste könnten sportliche Fahrerinnen und Fahrer eine Spur mehr Dynamik und Schwung vermissen. Bei etwas „schwierigeren“ Verhältnissen, z.B. Schneekruste/Harsch merkt man im Vergleich zum 115er eine gewisse Unnachgiebigkeit. Bei mir hat das bedeutet, dass der Ski mehr Kraft einfordert, um ihn in geordneten Bahnen zu führen.
Der Valhalla 104 entfaltet sein volles Potenzial im Pulverschnee und auf Touren. Bei frischem Pulverschnee gleitet der Ski mühelos durch den Schnee und bietet beeindruckenden Auftrieb. Schwünge aller Art werden spielerisch gemeistert und die Fahrt auf unpräparierten Abfahrten wird zu einem wahren Vergnügen. Auch auf Touren zeigt sich der Valhalla 104 leicht und effizient, was bei anspruchsvollen Aufstiegen von großem Vorteil ist.
Nachdem die älteren Modelle noch etwas schlapp auf der Brust waren, hat Freddi fix nachgearbeitet und hat beim aktuellen Modell durch etwas mehr Steifigkeit vor der Bindung die leichte Schwäche in Angriff genommen und beseitigt. Der Chefkonditor optimiert also in seiner Freiburger Werkstatt fleißig weiter und gibt sich bei der Auswahl seiner Zutaten große Mühe.