Zum Inhalt springen

Cookies 🍪

Diese Website verwendet Cookies, die Ihre Zustimmung brauchen.

Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Zur Powderguide-Startseite Zur Powderguide-Startseite
Gear of the Week

Gear of the Week | Haglöfs Vassi GTX Pro II

Das Topmodell der Vassi Serie von Haglöfs auf dem Prüfstand

18.10.2026
Till Mangesius
Die Pro Variante der Vassi Hardshell Jacke unterscheidet sich nicht nur durch GoreTex Pro Membran von der Standardvariante. Sie ist zusätzlich leichter und auch die Positionierung beziehungsweise die Anzahl der Taschen ist unterschiedlich. Doch lohnt sich der Aufpreis von 250€?

Kurzer Hinweis: Hier gibt es schon einen Bericht von Steffen aus 2023. In diesem Artikel geht es nochmal ausführlicher um die Jacke, die sich nicht nur optisch verändert hat.

Erster Eindruck

Wie schon das Vorjahresmodell, ist diese Variante am deutlichsten als Haglöfs Jacke zu erkennen. Dabei ist die farblich abgesetzte Kapuze nicht ganz so grell, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das Material fühlt sich sehr hochwertig an und ich kann auf den ersten Blick keine Nachteile durch die neue PFAS-freie GoreTex Membran erkennen. Auffallend für mich ist direkt das geringe Gewicht im Vergleich zu meinen bisherigen Hardshell Jacken.

Funktionelle Eigenschaften

Für mich sind die wichtigsten Kriterien eines Hardshell Kleidungsstücks die Passform, die Positionierung der Taschen und Lüftungsschlitze, sowie die Farbe. Letzteres ist natürlich Geschmackssache.

Die Passform spielt für mich eine kritische Rolle, da ich mit meinen 190 cm und 85 kg ganz gut in die Kategorie “Lauch mit langen Armen” passe. Die Vassi GTX Serie ist für mich tatsächlich optimal geschnitten, mit langen Armen und um die Hüfte eher schmal geschnitten. Ich habe die Jacke in Größe L getestet. Diese Größe passt mit Baselayer perfekt, ohne dabei zu eng zu wirken. Mit einer Daunenjacke dazu, spannt es aber an den Schulten. Da ich eigentlich nie eine zusätzliche Daunenjacke in der Abfahrt trage, spielt das für mich keine Rolle. Leute, die schnell frieren oder viel in sehr kalten Regionen unterwegs sind, sollten vielleicht besser eine größere Größe wählen.

Der Hauptreißverschluss lässt sich auch von unten öffnen, was bei Hochtouren sehr praktisch ist.

Ein großer Pluspunkt ist für mich die Positionierung der Belüftungsöffnungen der Vassi GTX Serie. Diese befinden sich beim Tragen eines Rucksacks vor den Schultergurten und können dadurch mit der Bewegung von nur einem Arm geöffnet werden. Bei Jacken, die diese Öffnungen unter den Armen haben, war der Öffnungsprozess für mich meistens nervig, weshalb ich diese Funktion selten genutzt habe. Hier ist das deutlich einfacher. Außerdem lässt sich durch diese Öffnung auch gut das LVS-Gerät erreichen, wenn man den Tragegurt verwendet.

Die Taschen der Vassi GTX Pro II sind für mich optimal positioniert (anders als bei der Standardvariante). Die Hüfttaschen sind aufgesetzt und auch bei geschlossenem Hüftgurt des Rucksacks gut verwendbar. Die beiden Brusttaschen sind so angebracht, dass man in die linke Tasche mit der rechten Hand greift. Ein Feature, dessen Vorteil ich bisher nur bei “Frauen Jacken” gesehen habe und mir bisher bei vielen anderen Jacken gefehlt hat.

Fazit

Für mich lässt sich die anfängliche Frage so beantworten: Wer das Geld für eine 500€ Jacke hat, sollte sich definitiv überlegen, gleich die Pro Variante zu kaufen.

Bezüglich der Haltbarkeit der PFAS-freien Membran kann ich nach ca. 10 Skitagen noch nicht viel sagen, außer, dass ich bisher keinen Unterschied zu älteren GoreTex Modellen feststellen konnte.

Was die Farbgebung der Vassi GTX Pro Serie angeht, hat Haglöfs meiner Meinung nach die perfekte Auswahl getroffen. Mit zwei einfarbigen Modellen und einer Variante mit farblichen Akzenten ist für alle was dabei.

Um auch etwas Negatives zu nennen, fände ich es gut, wenn der Schneefang auch abnehmbar wäre.

Hardfacts

  • Preis: 800€

  • Farben: Schwarz, Blau, Grün

  • Gewicht: 665g

  • Membran: 3L Gore-Tex Pro ePE

  • Wo: Hier

Die Jacke wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

Fotogalerie

Die Menschen hinter dem Artikel

  • Geschrieben von

    Till Mangesius

    Die ersten Kurven auf dem Snowboard machte ich 2008 in Todtnauberg im Schwarzwald. Viele Winter auf dem Feldberg und ein mehrjähriger Ausflug ins Flachland im Norden Baden-Württembergs ohne Wintersport später, entdeckte ich mit Corona das Splitboarden im Innsbrucker Umland für mich. Gipfel sammeln interessiert mich dabei bedeutend weniger, als die vielen technischen Feinheiten und DIY-Projekte, die beim Splitboarden immer noch relevant sind. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Innovationen, ob bei Boards, Bindungen oder Boots.

Themen

Ähnliche Artikel

Kommentare