Es gibt Ausrüstungsgegenstände, über die man stundenlang philosophieren kann. Leichter, wärmer, kleiner, technischer, neuer und natürlich jedes Jahr noch einmal ein bisschen besser. Und dann gibt es Dinge, die man einfach seit Jahren benutzt, auf den Rucksack schnallt, auf den Boden legt, als Sitzkissen gebraucht und irgendwann feststellt, das Ding ist eigentlich ständig dabei. Dazu gehört auch meine Therm-a-Rest Z Lite.
Ich bin mittlerweile bei meiner zweiten Generation dieser Matte angekommen. Nicht etwa, weil die erste kaputtgelegen habe. Ganz im Gegenteil, ich musste sie schweren Herzens zurücklassen, weil sie nicht mehr ins Fluggepäck gepasst hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon viele glückliche Outdoornächte, Pausen, Biwaks und sonstige Einsätze hinter sich. Sicher über 100 Nächte mit meinen rund 85 kg Lebendgewicht, und sie war noch lange nicht am Ende.
Luft raus? Gibt's nicht!
Natürlich gibt es bequemere und kompaktere Isomatten. Meine Luftkammermatte ist dicker, isoliert besser und lässt sich auf ein ziemlich kleines Packmass reduzieren. Nur hat sie einen entscheidenden Nachteil: Es ist Luft drin. Und wo Luft drin ist, kann Luft raus.
Das klingt banal, kann aber ziemlich blöd werden, wenn man irgendwo weit weg vom nächsten Outdoorladen feststellt, dass ein Dorn, eine scharfe Steinkante ein Loch in die gemütliche Schlafunterlage gezaubert hat. Gerade bei meinen Touren möchte ich mir nicht jedes Mal zuerst Gedanken darüber machen, ob der Untergrund meiner Matte genehm ist. Mit der Z Lite ist mir das ziemlich egal.
Felsig, dornig, schottrig? Kein Problem.
Auffalten und hinsetzen. Genau diese Sorglosigkeit ist für mich einer der grössten Vorteile.
Eine Matte, viele Jobs
Und geschlafen wird darauf natürlich auch. Im Sommer reicht sie mir als alleinige Schlafunterlage. Ich muss fairnesshalber aber einräumen, dass das nicht allen so geht und für manche der Komfort nicht ausreichend ist. Wenn es kälter wird, kommt sie zusätzlich unter meine Luftkammermatte. Damit bekomme ich eine zweite Isolationsschicht und gleichzeitig einen ziemlich guten Schutz für die empfindlichere Matte darüber. Besonders im Winter möchte ich auf diese Kombination nicht mehr verzichten. Im Schnee wird die Z Lite dann sowieso zum Universalgegenstand. Mal Sitzunterlage, mal Ablage fürs Material und später wieder Schlafunterlage. Das Ziehharmonika-Prinzip finde ich dabei genial. Natürlich hängt aussen am Rucksack dann ein relativ grosses silbernes Paket. Dafür gibt es kein Aufrollen, kein Aufblasen, kein Luftablassen und kein minutenlanges Zusammenquetschen am Morgen.