PowderGuide:
Hey Tiemo, vielen Dank für deine Zeit und das Interview! Zunächst musst du mir noch etwas erklären. Du startest bei der FWT für Deutschland. In deiner Insta-Bio findest du neben der deutschen auch die kanadische Flagge, und gerade unterhalten wir uns in breitem Vorarlberger Dialekt. Wie kommt es dazu?
Tiemo:
Ich bin in der Schweiz geboren, dort habe ich circa zweieinhalb Jahre gelebt, dann bin ich nach Feldkirch gezogen und dort aufgewachsen, bis ich 19 war. Mit 19 bin ich schließlich zurück in die Schweiz gezogen. Meine Mutter ist French Canadian, sie kommt aus Montréal und mein Vater ist Berliner. Ich selbst wohne nun in der Westschweiz, fahre aber unter der deutschen Flagge.
Das heißt du sprichst auch mehrere Sprachen?
Ja genau, ich spreche Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch und wie du hören kannst auch den Vorarlberger Dialekt (Lachen).
Gut, dann haben wir das nun geklärt. Kommen wir mal zum Skifahren: Viele Freerider sind ja ursprünglich einmal als Rennfahrer gestartet, wie fing es bei dir an?
Also Rennfahren habe ich zwar nie sehr ernst genommen, aber bis ich ca. 8 Jahre alt war, bin ich tatsächlich im Verein regionale Rennen gefahren. Es macht mir aber weniger Spaß als Freeriden und so begann ich mit 14 am Freeride-Training teilzunehmen. Zunächst war ich oft im Montafon und mit 16 begann ich schließlich mit Stefan Heusl am Arlberg zu trainieren. Meine ersten Contests habe ich mit 14 gemacht, anschließend dann die Junior und Qualifier-Events der FWT und jetzt bin ich Teil der Tour.
Das heißt, deine heutigen Freunde, mit denen du viel Skifährst, waren und sind auch heute noch deine Trainingspartner?
Zwischen meinem 16. und 19. Lebensjahr und auch schon davor, bin ich viel mit meinen Freunden in Vorarlberg gefahren. Dazu zählen unter anderem Jake Müller und sein Bruder, mein Bruder Mika, Flo Michelini, David Meier und viele weitere. Ich vergess sicher noch ganz viele Leute. Und seit ich in der Schweiz wohne, fahr ich dort viel mit anderen Westschweizern Ski.