Servus Lena, cool, dass du da bist. Wir starten, wie besprochen, ganz entspannt: Nimm uns mal mit: Wie bist du zum Skifahren gekommen? Was hat dich daran fasziniert, und wer hat dich inspiriert? Wie waren deine Anfänge?
Ganz klar: meine Eltern. Ich habe ziemlich jung angefangen mit dem Skifahren. Mein Bruder ist, glaub ich, mit zwei schon auf Plastikski durch die Gegend gelaufen und ich hab mit drei Jahren mit Skifahren begonnen. Ganz klassisch, wie bei Vielen: Erst im Skikurs und dann war ich immer viel mit meinen Eltern Skifahren.
Unsere Eltern haben uns schon immer alles ausprobieren lassen – Egal ob auf Skiern oder andere Sportarten. Ich hab gefühlt jede Sportart zumindest mal kurz ausprobiert: Badminton, Klettern, Skifahren, einfach alles mal. Beim Skifahren sind wir dann auch zum Rennenfahren gekommen. Das hat mir schon als junges Kind richtig gut gefallen und da bin ich irgendwie hängen geblieben.
Seid ihr denn im Skigebiet oder in der Nähe aufgewachsen?
Nein, in Benningen, Nähe Memmingen. Das ist nicht super weit von den Bergen entfernt, aber auch nicht wirklich nahe.
Das Tor zum Allgäu.
Ja – noch ein Stück weiter. Es war meistens so eine Stunde, was man ins Skigebiet gefahren ist.
Wie hat das dann mit dem Rennen fahren funktioniert – Mit dem Training und den Wettkämpfen?
Boah, das ist etwas, da habe ich richtig Respekt vor meinen Eltern. Die haben uns immer überall hingefahren. Mein Dad hat Vollzeit gearbeitet, meine Mama Teilzeit und sie haben uns unter der Woche oft nach dem Arbeiten abgeholt und dann noch ins Training gefahren. Und trotzdem waren wir am Wochenende, Freitag, Samstag, Sonntag, sowieso immer Skifahren. Dienstag oder Donnerstag war oft nachmittags oder abends Training. Da wurden wir immer wieder auch direkt von der Schule eingesammelt und dann zum Training gefahren.
Mein Dad ist dann irgendwann auch selbst Trainer geworden. Aber tatsächlich sind wir nicht Athleten geworden, weil unser Dad Trainer war, sondern eher andersrum. Er ist Trainer geworden, weil wir Skirennen gefahren sind. Er hat gemerkt, dass er das richtig gut kann, es ihm Spaß macht und dann hat sich das so ergeben.
Und wie ging’s dann weiter – Jugendjahre, Entwicklung?
Erst klassisch mit meinen Eltern Ski gefahren, dann Kinderrennen ausprobiert. Relativ schnell wurde ich gefragt, ob ich in den Allgäuer Skiverband wechseln möchte. Ich habe mir das dann angeschaut und es hat mir voll getaugt.
Ich habe dann mit zehn angefangen im Kader zu fahren und das habe ich bis ich 16 Jahre alt war eigentlich durchgezogen. Zwar mit ein paar Pausen, weil ich einige Stuggles hatte: Trainerprobleme (obwohl ich glücklicherweise sagen kann den größten Teil der Zeit, hatte ich super Coaches), Umgang mit Druck, kurzzeitig hab ich mich in einem Team dann auch nicht wirklich wohl gefühlt und so weiter. Da kam einiges zusammen. Mit 16 habe ich daher dann eine kleine Pause gemacht und anschließend bin ich dann nochmal zwei Jahre gefahren. Und dann kam auch schon langsam der Übergang zum Freeriden.