Zum Inhalt springen

Cookies 🍪

Diese Website verwendet Cookies, die Ihre Zustimmung brauchen.

Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Diese Seite ist auch verfügbar auf English.

Zur Powderguide-Startseite Zur Powderguide-Startseite
Materialtests

Materialtest | HEAD STELLA Snowboard

Leichtes und fehlerverzeihendes Snowboard für die ersten Schritte auf Piste und im Park

15.10.2026
Alexandra Zolotykh
Das HEAD STELLA ist ein leichtes und unkompliziertes Snowboard für Anfängerinnen und leicht fortgeschrittene Fahrerinnen. Der True Twin Shape und das Zero-Camber-Profil machen das Board leicht kontrollierbar und bieten eine gute Grundlage für die ersten Fortschritte auf der Piste, beim Switch-Fahren und im Park. Ich habe das STELLA mehrere Wochen unter verschiedenen Bedingungen getestet, von harten und eisigen Pisten über weichen Frühjahrsschnee bis hin zu Abstechern ins Gelände. Wie vielseitig das Board wirklich ist, zeigt der Test.

ERSTER EINDRUCK

Schon beim ersten Anheben fällt auf, wie leicht das HEAD STELLA ist. Auch die eher schmale Form war für mich zunächst ungewohnt, da ich normalerweise größere und breitere Boards fahre. Optisch gefällt mir das Board sehr gut. Das Design ist modern und schlicht gehalten und passt gut zum insgesamt schlanken Aufbau.

HEAD gibt für das STELLA einen Flex von 3 an und ordnet das Board damit auf der weicheren Seite ein. Mein erster Eindruck war allerdings ein anderer: Für mich fühlte sich das Board eher fest an. Gerade im Vergleich zu anderen Boards, die ich aus dem Park kenne, lässt es sich nicht ganz so leicht durchbiegen.

Das STELLA ist als True Twin gebaut, Nose und Tail haben also die gleiche Form. Dadurch kann das Board sowohl normal als auch Switch gefahren werden. Zusammen mit dem flachen Zero-Camber-Profil ist das eine interessante Kombination für Fahrerinnen, die nicht nur auf der Piste unterwegs sein, sondern sich auch langsam ans Freestyle-Fahren herantasten möchten.

TESTERIN UND TESTBEDINGUNGEN

Ich bin 1,60 m groß, wiege rund 61 kg und bin regelmäßig mit dem Snowboard unterwegs. Getestet habe ich das HEAD STELLA in 147 cm über insgesamt etwa zweieinhalb Wochen während der Saison. Dabei kamen sehr unterschiedliche Schneeverhältnisse zusammen. Vor allem gegen Ende der Saison waren die Pisten morgens häufig hart und teilweise eisig, während sie im Laufe des Tages zunehmend weicher und zerfahrener wurden. Auch Frühjahrsslush war an einigen Testtagen dabei. Abseits der Piste konnte ich das STELLA ebenfalls ausprobieren, meist bei weichem Schnee und an einem Tag sogar bei frischem Neuschnee. Für einige dieser Abfahrten habe ich die Bindung etwas weiter nach hinten versetzt.

TESTBERICHT

Das Board lässt sich sehr leicht drehen und braucht wenig Kraft beim Einleiten der Schwünge. Gleichzeitig verzeiht es kleinere Fahrfehler, ohne dabei unruhig zu wirken. Gerade auf wechselnden Pistenverhältnissen sorgt das für ein sicheres und kontrolliertes Fahrgefühl. Positiv überrascht hat mich der Kantengriff. Auch auf harten und teilweise eisigen Pisten hält das Board zuverlässig die Spur. Selbst bei höherem Tempo konnte ich mich weit auf die Kante legen, ohne dass diese schnell wegrutschte.

Beim Switch-Fahren macht sich der True Twin Shape bemerkbar. Das Board lässt sich in beide Richtungen angenehm fahren und der Wechsel fühlt sich schnell natürlich an. Damit bietet das Board eine gute Grundlage um erste Erfahrungen im Park zu sammeln oder sich langsam allgemein an das Snowboarden heranzutasten.

Etwas überrascht hat mich dabei der Flex. HEAD gibt einen Flex Index von 3 an, im Test fühlte sich das Board für mich jedoch deutlich fester an als erwartet. Für erste Sprünge und einfache Park-Runs funktioniert diese Abstimmung gut und vermittelt Stabilität. Auch abseits der Piste habe ich das Board ausprobiert. Mit etwas nach hinten versetzter Bindung waren einzelne Abfahrten im weichen und frischen Schnee gut möglich. In der getesteten Länge von 147 cm empfand ich das Board dafür allerdings als eher zu kurz und schmal.. Für gelegentliche Abstecher ins Gelände funktioniert es jedoch sehr gut.

Seine Stärken spielt das Board für mich aber klar auf der Piste aus!

FAZIT

Das HEAD STELLA hat sich im Test als leichtes und unkompliziertes Board gezeigt, das vor allem auf der Piste Spaß macht. Es lässt sich einfach drehen, verzeiht kleinere Fehler und bietet gleichzeitig einen guten Kantengriff. Auch auf härterem Untergrund und bei etwas mehr Geschwindigkeit hatte ich ein sicheres Gefühl. Besonders gut gefällt mir, wie einfach sich das Board Switch fahren lässt. Damit eignet es sich nicht nur für Anfängerinnen, sondern auch für Fahrerinnen, die bereits sicher auf der Piste unterwegs sind und ihre ersten Schritte in Richtung Freestyle machen möchten.

Etwas anders als erwartet war für mich der Flex. Trotz des angegebenen Flex Index 3 empfand ich das Board eher als fest. Für Einsteigerinnen kann genau diese Stabilität angenehm sein. Wer dagegen bereits viel im Park fährt und ein besonders verspieltes Board sucht, könnte sich etwas mehr Flex wünschen.

Im Gelände kann man mit dem Board durchaus Spaß haben, für regelmäßige Powdertage wäre es in der getesteten Länge aber nicht meine erste Wahl. Insgesamt sehe ich das Board vor allem bei Anfängerinnen und leicht fortgeschrittenen Fahrerinnen, die ein leicht zu kontrollierendes Board für die Piste suchen und sich gleichzeitig ans Parkfahren herantasten möchten.

VOR- UND NACHTEILE

+ Sehr leicht und einfach zu drehen

+ Fehlerverzeihendes Fahrverhalten

+ Guter Kantengriff, auch auf härteren Pisten

+ Angenehm und unkompliziert Switch zu fahren

+ Gut für erste Versuche im Park

+ Auch bei höherer Geschwindigkeit kontrollierbar

– Für meinen Geschmack steifer als erwartet
– Für verspielteres Parkfahren etwas zu fest
– In 147 cm für mich zu schmal für tieferen Powder

INFORMATIONEN

HEAD STELLA Damen Snowboard

UVP: 340 €
Getestete Länge: 147 cm
Form: True Twin
Profil: Zero Camber
Flex Index: 3
Kern: Pappelholz
Konstruktion: Easy Board Architecture
Belag: Extruded Base
Zielgruppe laut Hersteller: Anfängerinnen
Einsatzbereich: Freestyle / All-Mountain

Hier gehts zur Website von Nidecker für weitere Informationen.

Das Board wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

Die Menschen hinter dem Artikel

Themen

Ähnliche Artikel

Kommentare