Die Schattenseite der Textilindustrie
Schätzungen zufolge verursacht die globale Textilproduktion rund zehn Prozent der menschengemachten Treibhausgasemissionen. Das ist mehr als der internationale Flug- und Schiffsverkehr zusammen (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Bevor ein Kleidungsstück im Regal landet, hat es häufig schon bis zu 20.000 Kilometer zurückgelegt und einen beachtlichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.
Produziert wird überwiegend in Asien: Mehr als 50 Prozent der in Europa verkauften Kleidung stammt aus China, Indien, Bangladesch und der Türkei. Ein Beispiel für die Dimensionen: Um ein einziges Baumwoll-T-Shirt herzustellen, werden schätzungsweise 2.700 Liter Frischwasser, benötigt, das ist genug Wasser, um eine Person zweieinhalb Jahre lang mit Trinkwasser zu versorgen. Doch wie kann ein nachhaltiger Umgang gelingen?
Nachhaltiger Umgang mit Kleidung
Der nachhaltigste Schritt ist häufig der vermeintlich einfachste: Brauche ich wirklich etwas Neues? Mittlerweile gibt es zum klassischen „Neukauf“ eine Vielzahl an nachhaltigen Optionen. Prüfe, ob eine dieser Optionen eine Möglichkeit ist:
Leihen statt kaufen: Besonders für seltene Aktivitäten wie Hochtouren oder Klettersteige kann das eine sinnvolle Option sein und Ressourcen und Geld sparen. Viele Alpenvereinssektionen oder spezialisierte Shops bieten mittlerweile einen Ausrüstungsverleih an.
Reparieren statt ersetzen verlängert zudem die Lebensdauer deutlich. Kleine Schäden lassen sich oft selbst beheben, größere Reparaturen übernehmen häufig die Hersteller oder du kannst das Stück zu einer Schneiderei in deiner Nähe bringen. Viele Kletterhallen bieten außerdem Besohlungsservices für abgewetzte Kletterpatschen an.
Auch (Online-)Secondhand und die Weitergabe von ungebrauchten Kleidungsstücken sind sinnvolle Alternativen.