Die Fritschi Xenic ist mittlerweile seit über fünf Jahren auf dem Markt und war bereits in ihrer ersten Version eine sehr gelungene Pin-Bindung. Sie konnte unter anderem mit ihrem innovativen Öffnungsmechanismus am Vorderbacken überzeugen. Als langjähriger PowderGuide Partner, hat Fritschi uns auch damals eine Bindung zum Testen zur Verfügung gestellt, die ich mit Freude getestet habe.
Die neue Xenic Plus 12 ist ein deutliches Update zur ersten Xenic, hat aber die bewährten Vorteile selbstverständlich übernommen. Im folgenden Test gehe ich daher insbesondere auf die Neuheiten ein, sowie selbstverständlich darauf, wie die Bindung sich im Schnee schlägt.
Erster Eindruck
Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Xenic Plus 12 kaum von meiner „alten“ Xenic. Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch einige entscheidende Unterschiede auf.
So hat die Xenic Plus 12, wie die meisten vergleichbaren Skitourenbindungen, nun zwei Steighilfen und nicht mehr nur eine. Die Z-Wert-Einstellung lässt sich dank der in das Abdeckungsplexiglas integrierten Lupen nun leichter vornehmen. Der etwas massiver wirkende Hinterbacken hat mehr sichtbares Metall, was laut Fritschi dazu beitragen soll, die Bindung stabiler und verwindungssteifer zu machen.
Zudem ist der maximale Z-Wert von 12 neu und macht die Xenic Plus 12 somit auch für schwerere und aggressivere Skitourengeher interessant.
Die Features, wie der lange elastische Weg am Hinterbacken sowie die ebenfalls elastisch gelagerten Pins am Vorderbacken, bleiben erhalten. Beides trägt stark dazu bei, Fehlauslösungen bei kleineren, aber harten Schlägen zuverlässig zu verhindern, wodurch die Bindung ein hohes Sicherheitsniveau erhält.
Insgesamt hat die Xenic Plus 12 also sämtliche Vorteile der Vorgängerversion übernommen und die kleineren Schwächen, d. h. den maximalen Z-Wert von 10 sowie die einzelne Steighilfe, adressiert.
Neben der Plus 12 gibt es die neue Xenic auch in der Plus-10-Variante mit einem Z-Wert von 4–10.
Tester und Testbedingungen
Ich bin 183 cm groß und wiege gut 80 kg. Die Bindung habe ich auf einem Atomic Maverick 96 CTI getestet, also einem waschechten Allmountainski, nicht einem ultraleichten Tourenmodell. Als Schuhe kamen vor allem meine Scarpa Quattro XT, aber auch die Dynafit Tigards zum Einsatz.
Ich fahre viel Ski und gehe sehr viele Skitouren, dabei kommt es mir allerdings vor allem auf die Abfahrt an. Daher bin ich auch in aller Regel mit seriösen Ski und soliden Schuhen unterwegs. An Bindungen habe ich in den letzten Jahren fast alles am Markt mal mehr oder mal weniger verwendet, am meisten allerdings sicher die Xenic und die Dynafit Radical.
Die Bindung war den bisherigen Winter im Einsatz, aufgrund der schlechten Schneelage allerdings leider nicht so oft, wie ich mir wünschen würde. Neben Skitouren bei verschiedenen Bedingungen war sie allerdings auch zum testen den einen oder anderen Tag auf der Piste dabei.