Und da präsentiert sich uns pünktlich zum Start der Skisaison in den Gletscherskigebieten ein Wetterspektakel in drei Akten:
Akt 1: Dienstag - Die Ausgangslage | Das Mittelmeer steht auf der Bühne
Den Anfang macht das Mittelmeer. Nach dem heißen Sommer ist das Meer noch warm und liefert damit Energie und Feuchtigkeit für kräftige Unwetter. Aktuell wird im Golf von Genua von einem abgetropften Höhentief feuchte Luft nordwärts ins Landesinnere transportiert. An der Riviera zwischen Marseille und Genua ist dabei einiges an Niederschlag zusammengekommen - es sind die typischen Starkniederschlagsereignisse der Mittelmeerküsten im Herbst und nicht selten sind diese auch katastrophal. Im Rest des Alpenbogens blieb es noch trocken. Zusammen mit der südlichen Anströmung gab es zum Teil stürmischen Föhn und damit stiegen auch die Temperaturen über das Oktoberniveau. Doch morgen betritt eine weitere wichtige Protagonistin die Bühne.
Akt 2: Mittwoch - Die aktuelle Lage | Mutter Kaltluft klopft an die Tür
Heute lernen wir sie kennen: die Kaltluft. Wie man weiß kommt sie aus dem Norden und wagt sich manchmal zu uns in die mittleren Breiten. Diesmal kommt sie geritten auf der Rückseite des Höhentrogs der schon für das Genua-Tief gesorgt hat. Im Gepäck hat sie eine deftige Kaltfront und sagt dem Föhn den Kampf an. Während er im Tagesverlauf in den Ostalpen noch tapfer kämpft, macht die Front von Westen her immer mehr Boden gut. Die Strömung wechselt auf West und bis zum Abend hat sie sich bis in den Osten vorgekämpft.
Konkret heißt das Niederschlag, sinkende Temperaturen und Schneefall! Besonders in den Nordwestalpen kann es kräftig schneien. Regional sind 30cm Neuschnee möglich. In der Nacht auf Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze auf 1500. Dazu kommt allerdings auch kräftiger Wind mit Böen bis zu 100km/h. Ein klarer Sieg für Mutter Kaltluft. Fürs erste, denn...