Learning 1: Kameras sind extrem tough
Auf diesem Trip war meine Kamera ein Werkzeug. Und damit Tools ihren Zweck erfüllen, muss man sie benutzen – auch bei schlechtem Wetter.
Ich sehe viele Hobbyfotografen, die ihre Kamera beim ersten Anzeichen von Regen oder Schnee wegpacken. Hätte ich das auf unserer Expedition genauso gemacht, wäre kein Film dabei rausgekommen. Das erste Mal richtig gemerkt, wie robust diese Technik eigentlich ist, habe ich beim Skifahren: Kamera vorne am Rucksack, bin ich einmal der Länge nach vornüber in den Tiefschnee gefallen. Komplett weiß, die Kamera auch – und ich bekam Panik. Was ist passiert? Nichts. Sie lief 1A.
Auf der Expedition habe ich das auf die Spitze getrieben: Durchgehend hing die Kamera ungeschützt um meinen Oberkörper, bei Wind und Wetter. Nachts ließ ich sie oft vor dem Zelt liegen – am nächsten Morgen war sie teils komplett eingeschneit und funktionierte tadellos. Selbst die Akkus haben meist nie mehr als 2–3 % in der Kälte verloren. Als nach einem Regentag Wasser ins Innere kam und mein Shutter einfror, habe ich die Kamera 30 Minuten über den laufenden Benzinkocher gehalten. Danach lief sie wieder ohne Einschränkungen.
Meine Drohne habe ich einmal bei Schneesturm und 40 km/h Wind in die Luft gejagt. Die sechs anderen konnten kaum glauben, dass ich das bei diesen Bedingungen riskiere – aber wie sonst hätte ich Luftaufnahmen von uns im Schneesturm bekommen? Die DJI Mini 3 Pro flog ohne Probleme.
Beim nächsten Mal würde ich nur eines anders machen: starken Regen konsequenter fernhalten. Feuchtigkeit macht die Kamera (meiner Erfahrung nach) nicht unbedingt kaputt, kann sie aber für Stunden oder Tage lahmlegen.
Also: Hab keine Angst, deine Kamera auch bei widrigen Verhältnissen zu benutzen. Nur so entstehen Ergebnisse, die nicht nur gut, sondern herausragend sind.