Chamonix
Wenn man an Skifahren in Frankreich denkt, dann denkt man (oder zumindest ich) an Chamonix. Und genau hier sollte auch unser erstes Ziel – und gleichzeitig der Austragungsort von Steffens kleinem, aber feinem Junggesellenabschied - liegen. Mit der zusätzlichen Freude über unser Wiedersehen starteten wir unseren Trip mit einem feuchtfröhlichen Abend. Nur so viel: Sunlight verkauft ein robustes Produkt, das auch für sechs Männer genug Platz zum Tanzen bietet. Am nächsten Morgen dauerte es dann ein wenig, bis beim gesamten Team die Transportfähigkeit wiederhergestellt war.
Dann verwandelten wir unseren Junggesellen Steffen in den Allstar aus Chamonix: Glen Plake! Um die notwendige Herausforderung für den Tag auf der Piste auch für „Glen“ zu erreichen, die ein oder andere Stelle war ein bisschen eisig, wurde er auf den Monoski gestellt. Optisch wurde die Tour durch „sein“ Skigebiet mit schicken 80er-Outfits untermalt. Nach dem Abseiltraining an der Dorfbrücke, kehrten wir in Argentière auf eine Pizza ein. Mit etlichen Monoskis und alten Powderboards als Deko, passte das Restaurant „Le Recard“ perfekt zu unseren Outfits.
Für unsere erste Tour in Chamonix starteten wir am nächsten Morgen auf der Nordseite: Mithilfe der Unterstützung der Lifte von La Flégère stiegen wir kurz und steil in das Col des Aiguilles Crochue auf. Auf den letzten 100 hm, die als Bootpack bewältigt werden mussten, entspannte uns die dauer-bimmelnde Glocke an „Glens“ Klettergurt. Nach einem Vesper in der Sonne teilte sich die Gruppe: Ein Teil entschied sich für die Traverse und den Aufstieg ins Col de Bérard, während die zweite Gruppe abermals steil auf den Alphonse Favre aufstieg, um sich nach einem steilen Nordhang im Talbecken wiederzutreffen.
Am Favre sticht Benni und Totti der Hafer: Sie können sich den „schönen Ausblick“ nicht entgehen lassen. Also fahren Sie ein Stück ab und steigen noch einmal zum Aiguille du Belvédère auf. Die erste Abfahrt bietet Licht und Schatten: Mal windverpresst, hier und da ein paar Spuren unserer Vorgänger, aber auch ein paar schöne Schwünge im leicht eingeblasenen Triebschnee. Als der Nordhang flacher wird und sich in das Talbecken öffnet, wird der Schnee weicher und tiefer, der Hang aber auch deutlich verspurt.