Mit einigen winterlichen Einbrüchen macht sich der Frühling immer breiter. Und damit auch die Intensität der Sonne.
Wer schon mal bei strahlendem Sonnenschein am Berg war und vergessen hat sich der Sonnencreme zu bedienen, weiß, welche Folgen das hat. Die Haut rötet sich, spannt und schmerzt, beginnt sich nach einigen Tagen zu schälen – und langfristig steigt sogar das Risiko für Hautkrebs. Der klassische Sonnenbrand. Doch warum ist die Sonneneinstrahlung im Schnee eigentlich so viel intensiver?
Ein entscheidender Faktor ist die sogenannte Reflexion. Frischer Schnee kann bis zu 80–90 % der einfallenden UV-Strahlung zurückwerfen. Das bedeutet, dass die Haut nicht nur direkt von oben durch die Sonne belastet wird, sondern zusätzlich von unten und von allen Seiten. Man steht also gewissermaßen in einem „Schneesolarium“, ohne es sofort zu merken. Besonders tückisch ist dabei, dass die Temperaturen einem das nicht erahnen lassen – die kühlende Luft täuscht darüber hinweg, wie stark die UV-Belastung tatsächlich ist.
Hinzu kommt die Höhe: Mit jedem Höhenmeter nimmt die Intensität der UV-Strahlung zu, da die Atmosphäre dünner wird und weniger Strahlung filtert. Bereits auf 1.500 bis 2.000 Metern ist die Belastung deutlich höher als im Flachland. In Kombination mit der reflektierenden Schneedecke entsteht so eine besonders starke Gesamtwirkung.
Wer sich gegen die Sonne schützen will, sollte an Sonnencreme nicht sparen. Natürlich nicht nur im Frühling, sondern auch das restliche Jahr. Aber seit wann gibt es eigentlich Sonnencreme?