Erster Eindruck
Wie zu erwarten, ist der Rucksack hochwertig verarbeitet: Die Nähte wirken robust, die Materialien sorgfältig gewählt und das Gesamtkonzept durchdacht. Auffällig sind die kleinen Änderungen – etwa an der Beinschlaufe – im Vergleich zu den Free- und Tour-Airbag Linien von Mammut. Diese Anpassungen sind klar als Gewichtseinsparungen zu erkennen, wirken aber sinnvoll gelöst und vermitteln weiterhin Sicherheit.
Ebenfalls ins Auge fällt, dass der Rucksack ausschließlich über die Rückseite geöffnet wird. Zusätzliche Zugänge oder Fächer – etwa ein Brillenfach – gibt es nicht mehr; neben dem Hauptfach bleibt nur der Zugang zum Airbag. Apropos Airbag: Dieser nimmt deutlich weniger Platz ein als bei früheren Modellen, was darauf schließen lässt, dass er anders und effizienter gefaltet wird.
Unverändert bleibt hingegen die Kartusche. Sie hat ihre Größe nicht verringert und wird, wie gewohnt, an derselben Stelle am Airbag befestigt und per Klett gesichert – diesmal allerdings ohne die früher übliche Neopren-Socke.
Beim Anziehen fällt außerdem auf, dass sich der Rucksack gut an den Rücken anschmiegt und sich stabil fixieren lässt. Der Praxistest wird zeigen, wie sich das im Einsatz bewährt.
Testerin und Testbedingungen
Ich verbringe pro Saison etwa 40–80 Tage auf Ski oder Snowboard und bin sowohl im Skigebiet beim Freeriden unterwegs als auch auf mehr oder weniger ausgedehnten Touren.
Ich bin ca. 170 cm groß und wiege zwischen 60 und 65 kg, je nach Trainingszustand der Beine. Meine Körperproportionen sind relativ durchschnittlich – weder habe ich einen besonders kurzen noch einen besonders langen Rücken. Der Eiger Free 20 Airbag ist nur in einer Größe erhältlich, die mir sehr gut passt.
Meine Lawinenausrüstung besteht aus der Alugator Ultra und der Probe 240 Speed Lock, also ein eher leichtgewichtiges Setup, das gut zu meinem Fahrstil und Tourenprofil passt.
Den Airbag hatte ich bei Tagestouren, beim Freeriden und beim alljährlichen LVS-Training dabei.