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Abenteuer & Reisen

Den Schnee lesen lernen: Lawinenkunde in den Pyrenäen

Zwei Monate Praktikum im Lawinenwarndienst "Centre Lauegi d’Aran"

08.01.2026
Linus Langenbacher
Den dicken Rucksack, die vollgepackte Riesen-Eishockeytasche und den zwei Meter langen Skisack in den Flixbus packen, noch einmal meine WG umarmen, und schon fuhr der große Bus los. Von oben aus konnte ich beobachten, wie meine Freunde noch vergeblich versuchten, zu erkennen, hinter welchem der verdunkelten Fenster ich mich hingesetzt hatte. Das war's also mit Heidelberg, ab in die Berge!

Turbulenter Start

Bevor das eigentliche Praktikum am Centre Lauegi begann, hatten mein Freund Alex und ich geplant, noch ein paar Tage in den Bergen zu verbringen. Anschließend würde er mich in Vielha, der größten Stadt im Val d’Aran und meinem neuen Zuhause in den Pyrenäen, absetzen.

Nach seinem Unitag starteten wir viel zu spät in Toulouse. Bis wir zweieinhalb Stunden später am südlichen Ende des Val d’Aran ankamen, begann es bereits zu dämmern. Wir hatten uns zwar darauf eingestellt, dass der erste Anstieg zum Refugi Besiberri sowohl zeitlich als auch wetterbedingt anstrengend werden würde, aber auf das, was uns tatsächlich erwartete, waren wir nicht vorbereitet.

Ich verlor einen Skistock im Fluss. Bis wir die Suche aufgaben, war es wirklich schon dunkel geworden. Wir starteten den steilen Anstieg durch den immer wilder werdenden Schneefall und nahmen dabei unsere Stirnlampen. Je näher wir der Hütte kamen, desto stärker wurde der böige Wind, den wir eigentlich vermeiden wollten. Da wir unsere Hände kaum noch spürten, zick-zackten wir uns vorwärts, ohne öfter als alle paar hundert Meter auf die Karte zu schauen. Als wir nach 23 Uhr endlich den Weg durch das letzte Steilstück zur Hütte gefunden hatten, waren wir beide mehr als erleichtert.

Doch die wilden Geschichten zu diesem eigentlich als kleines Warm-up gedachten 3-Tages-Trip gingen weiter. Am nächsten Tag löste ich ein kleines Schneebrett aus. Wir hatten uns sowohl mit der Spicyness der Lawinensituation, als auch der Komplexität der Pässe verschätzt, und nach einem langen Tag waren wir beide froh, zum Sonnenuntergang am Refugi Restanca anzukommen.

Nach zwei Lawinengeräuschen in der Ferne und schlechter Sicht beschlossen wir morgens, unser Glück nicht noch einmal zu versuchen, sondern von der Hütte aus auf direktem Weg zur Forststraße und dann ins Tal abzufahren.
Ein ganz schön wilder Start in meine Zeit in Spanien und definitiv einer, der mein Selbstbewusstsein in Sachen Planung und Sicherheit in den (verschneiten) Bergen ein bisschen geknickt hat. 

Wie bin ich hier gelandet?

Vielleicht gar kein schlechter Ego-Check zum Start in zwei Monate Praktikum im Lawinenwarndienst, in denen ich meine Liebe zum Schnee ausleben wollte. Denn genau so bin ich hier gelandet: durch meine Liebe zum Schnee. Aufgewachsen am Fuß der Alpen, wurde ich schon früh auf dem Schulweg von meiner älteren Schwester „eingeseift“ und habe seitdem eine besondere Verbindung zu diesem wunderbaren Zeug. Nachdem ich mit 17 meine Alpin- und Langlaufkarrieren beide als aussichtslos aufgegeben hatte, lernte ich die Magie des Powderns und Tourens abseits der Pisten kennen. Besonders mein Auslandsjahr in Norwegen hat diese Liebe noch einmal ordentlich befeuert und mich auch auf wissenschaftlicher Ebene mit Schnee und Eis verbunden. Deshalb war für mich klar: Den nächsten Winter, in dem ich irgendwie frei bekomme, muss ich wieder in den Bergen verbringen, und je mehr ich mit Schnee zu tun haben kann, desto besser!


Durch eine Freundin (Grüße gehen raus an Lydia, sie schreibt hier auch Artikel) kam ich auf das “Centre Lauegi d’Aran” in den Pyrenäen. Es ist eine kleine Region in Katalonien, die durch ihre abgeschottete Lage historisch erstaunlich viel Autonomie erhalten hat. So betreibt sie beispielsweise ihren eigenen Lawinenwarndienst. Ein paar E-Mails, Videocalls und etwas Versicherungstrubel später stand ich also in Vielha, einem Ort, der deutlich touristischer wirkte als erwartet. Und doch: Sobald man dem Trubel rund um Hotels und Supermärkte im Zentrum entkommt, zeigt sich an vielen Ecken ein echter Bergdorf-Charme. Mit den schindelgedeckten Steinhäusern, den Kiefern und den weiten Grashängen bis hinunter ins Tal erinnerte mich vieles an das Tessin.

Die ersten Tage - Powder und Sprachbarrieren

Die ersten Tage waren ein Mix aus sprachlichen Herausforderungen, einem warmen Willkommen-Heißen und einer guten Portion Schneeglück. Der Schnee, der uns am Wochenende noch vor Probleme gestellt hatte, war inzwischen stabiler geworden, sodass wir die täglichen Beobachtungen und Schneeprofile mit genialen, leichten Abfahrten kombinieren konnten. Sprachlich war ich allerdings ziemlich überfordert. Vor allem, wenn wir mit anderen Einheimischen unterwegs waren, die zwar Katalanisch, Spanisch und die lokale Sprache des Tals, Aranès, sprachen, dafür aber kaum Englisch oder Französisch, wurde die Verständigung wirklich schwierig.

Ich hatte versprochen, vor meiner Ankunft so viel Katalanisch wie möglich zu lernen, aber das war von Deutschland aus nicht so einfach. Entsprechend überfordert war ich anfangs oft – auch wenn ich theoretisch schon viele Vokabeln kannte, konnte ich Gesprächen kaum folgen. Zum einen wollte ich nicht ständig nachfragen, worum es gerade geht oder ob mir jemand etwas übersetzen kann. Zum anderen wollte ich nicht der Praktikant sein, der einfach nur daneben steht und offensichtlich nichts versteht.

Stück für Stück wurde es aber besser. Ich investierte abends Zeit in Online-Kurse und Vokabel-Flashcards und versuchte, bei allem so gut wie möglich mitzukommen und loszureden, auch wenn das teilweise ziemlich wirr geklungen haben muss. Das Team hier war in dieser Hinsicht sehr verständnisvoll. Wir wechselten je nach Thema und Wortschatz teilweise in einem wilden Sprachmix zwischen Katalanisch, Englisch, Französisch und Deutsch.

Insgesamt haben mir die drei das Ankommen wirklich leicht gemacht. Ich war von Anfang an in den gesamten Prozess eingebunden: von den Beobachtungen am Berg über die Verbreitung im täglichen Bulletin und in Blog- sowie Social-Media-Posts bis hin zur Datenanalyse für wissenschaftliche Publikationen.

Das Besondere an der Arbeit im Val d’Aran ist, dass die kleine Region ihr eigenes Vorhersageteam hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Europa werden dort keine Daten und Profile von lokalen Beobachtern an eine zentrale Stelle übermittelt, die dann für eine große Region meteorologische Analysen und das Bulletin herausgibt. Stattdessen passiert alles lokal und aus einer Hand. Hier geht das Team in unterschiedlicher Besetzung vormittags ins Feld, gräbt Schneeprofile aus und macht Beobachtungen. Nachmittags werden daraus das Bulletin und die Veröffentlichungen für die lokale Verwaltung, wie der Risikobericht für die Passstraßen, erstellt.

Die Arbeit im Lawinenwarndienst

Nachdem ich mich Stück für Stück in die Sprache eingefunden hatte, wurde es richtig spannend! Meine Aufgaben waren so vielfältig wie der Job selbst: von der Wartung von Wetterstationen und Webcams über Öffentlichkeitsarbeit mit der lokalen Volkshochschule und das Erstellen von Social-Media-Beiträgen bis hin zum Kern der Schneewissenschaft, der Feldarbeit. Ich verbrachte einen Großteil meiner Zeit im Schnee, beobachtete die Lawinenaktivität, beurteilte Anzeichen von Instabilität und grub Schneeprofile – meistens mit der Kristalllupe im Anschlag.

Ich bin schon immer derjenige auf Skitour gewesen, der die große Schneesäge dabei hat und alle anderen unterwegs damit nervt, Schneeprofile graben zu wollen. Was mich so fasziniert, sind die unendlichen Möglichkeiten, in denen Schnee sich zu einer Schneedecke zusammensetzt. Zwar sind es immer die gleichen Zutaten – harte und weiche Schichten, große und kleine Kristalle, runde und kantige Formen –, aber trotzdem ergibt sich bei jedem Schneeprofil eine einzigartige Situation, die nicht immer leicht zu interpretieren ist. Schon wenige unterschiedliche Ausgangsbedingungen können durch die komplexen Feuchtigkeits- und Wärmetransportprozesse sowie die Metamorphose der Schneekristalle innerhalb eines Tages zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen. Zu beginnen, diese feinen Unterschiede zu verstehen, war unglaublich lohnend. Und auch wenn ich mir immer noch nicht immer mit dem Unterschied zwischen „rounding Facets“ und „faceting Rounds“ sicher bin, habe ich hier in den Pyrenäen unfassbar viel Erfahrung gesammelt und eine wirklich solide schneewissenschaftliche Grundlage gewonnen.

Noch ein Aspekt, den ich sehr zu schätzen gelernt habe, ist die Aufmerksamkeit, mit der man sich als Forecaster im Gelände bewegt. Ich bin ja schon länger selbst auf Skitour unterwegs und habe unterwegs schon viele einzelne Hänge eingeschätzt, aber die Lawinenprognose erfordert eine viel umfassendere Perspektive.

Es geht nicht nur um den Hang, auf dem man sich befindet, sondern darum, Informationen über das gesamte Gebiet zu sammeln. Man versucht zu verstehen, wie aktuelle und vergangene Bedingungen verschiedene Expositionen, Höhenlagen und Hangmerkmale beeinflussen. All diese Informationen fließen später in das Bulletin ein. Man stellt sich unterwegs Fragen wie: Bis auf welche Höhe wurde der Schnee heute in welchen Expositionen feucht? Ist der Schneetransport am Grat stark genug, um über Nacht relevante Triebschneeansammlungen zu bilden? Wo haben wir Oberflächenreif gefunden, der unter späterem Schneefall eine Schwachschicht bilden könnte?

Die Indoor-Seite der Lawinenvorhersage

Aber das Leben als Forecaster besteht nicht nur aus Feldarbeit – einen guten Teil meiner Zeit verbrachte ich auch im Büro. Neben der Analyse der Wetterlagen und der meteorologischen Entwicklung der Saison war mein Hauptaufgabenbereich die Datenanalyse und Aufbereitung. Neben einigen Visualisierungen der Schneeprofile, die während dieser Saison aufgenommen wurden, verbrachte ich viel Zeit mit der Verifizierung eines KI-Systems, welches das Centre Lauegi langsam in seine Analyseprozesse integriert. Eine italienische Firma, Alpsolut, bietet KI-gestützte Analysen der Schneedecke- und Lawinensituation für unsere beiden Hauptwetterstationen an. Da ihre Modelle jedoch auf Daten aus Livigno, Italien, trainiert wurden, passen sie noch nicht perfekt zu den Bedingungen im Val d’Aran. 

Meine Rolle lag genau an dieser Schnittstelle – ich habe ein simples System zur Überwachung der Modellleistung entwickelt, indem wir die KI-Ausgaben mit den von Menschen erstellten Lawinenbulletins verglichen. Dabei musste die ein oder andere technische Hürde überwunden werden: von der automatisierten Datenabfrage und -verarbeitung bis hin zur Kompatibilität der beiden Prognosequellen. Ohne wirklichen Hintergrund in Informatik war die Lernkurve ziemlich steil, aber am Ende hat doch fast alles geklappt.

Diese Visualisierung vergleicht beispielsweise die vom Menschen eingeschätzten (rot) und von der KI berechneten (blau) Hauptgefahrenstufen an der Wetterstation Sasseuba über die Saison hinweg. Man sieht, dass beide einem ähnlichen Muster folgen, was darauf hindeutet, dass das Modell die groben Zusammenhänge erkennt. Dennoch weicht die vorhergesagte Gefahrenstufe an einem Großteil der Tage um eine Stufe vom menschlichen Urteil ab.
Die rechte Grafik daneben zeigt eine „Confusion Matrix“, die veranschaulicht, welche Gefahrenstufe das Modell für Tage mit einer bestimmten, von Menschen bewerteten Stufe vorhergesagt hat. Dabei fällt auf, dass das Modell insbesondere mit der Gefahrenstufe 2 Schwierigkeiten hat und diese fast gleich häufig als Stufe 1, 2 oder 3 klassifiziert. Das zeigt, dass für mittlere Gefahrenstufen auf jeden Fall noch Verbesserungen und Feinabstimmungen nötig sind.

Telefonate statt Tourenpartner

Im Laufe der Zeit bemerke ich, dass ich so viel telefoniere wie sonst nie. Mit meiner alten WG, meiner Freundin und meiner Familie. Vor allem aber auch mit den Menschen, mit denen mich gemeinsame Skitour-Abenteuer verbinden: meine Freunde aus der Erasmus-Zeit in Norwegen und die Menschen, mit denen ich Spitzbergen unsicher gemacht habe. Hier in Vielha fehlt mir ein bisschen der Anschluss. Die Stadt ist sehr lebendig, aber eben auch sehr touristisch. Die Menschen, die ich spontan kennenlerne, sind meistens schon in der Woche danach wieder weg, wodurch sich keine längeren, emotionalen oder intensiven Verbindungen außerhalb von Arbeit und Wohnung ergeben. Irgendwann muss ich mir eingestehen, dass ich das vermisse. Eine Skitour ist für mich nur so gut, wie die Gruppe, mit der man unterwegs ist. Neben dem Erlebnis selbst macht erst die geteilte Freude die Sache vollständig.

Ich lerne hier unglaublich viel, sei es draußen im Gelände oder drinnen bei der Auswertung und Visualisierung der Daten. Die Arbeit macht mir richtig Spaß. Und doch wünsche ich mir, diese Erfahrungen direkt vor Ort mit Freundinnen und Freunden teilen zu können. Am Wochenende selbst loszuziehen, das Gelernte auszuprobieren und abends bei gutem Essen gemeinsam über die besten Momente des Tages zu lachen. Ich sehne mich danach, Menschen direkter an meinen Erfahrungen und meinem Erleben teilhaben zu lassen.
Gegen Ende meiner Zeit in den Pyrenäen bekomme ich aber nochmal genau das: Mein Kumpel Kyle kommt vorbei, und trotz des wirklich schlechten Wetters verbringen wir drei Tage draußen – auf der Suche nach Powder, Coulouirs und natürlichen Features.

Der Zyklon Jana

Vor dem Ende meiner Saison wird es Mitte März aber lawinentechnisch noch einmal richtig spannend. Nach dem bisher wenig schneereichen und von kantigen Kristallen geprägten Winter soll das Tiefdruckgebiet Jana innerhalb von 3 Tagen bis zu 70 cm Neuschnee bringen und damit eine ziemlich heikle Lawinensituation auslösen. Am Peak des Sturms geben wir Lawinenwarnstufe 4 für die Gebiete über der Baumgrenze heraus, da hier zusätzlich starker Wind des Zyklons die Triebschneeakkumulation fördert.

Doch der Tiefschnee lockt im bisher eher enttäuschenden Schneejahr trotz der ungünstigen Verhältnisse Freerider in die Berge. Gerade im Umkreis des Skigebiets passieren mehrere Lawinenunfälle. Am Abend erfahren wir von den lokalen Rettungskräften, dass ein Unfall am Montlude im Norden unserer Region tödlich endet.

Wir besprechen im Team, welche Schlüsse wir aus der Situation ziehen. Ein Tag, an dem sich Unfälle häufen, wirft immer die Frage auf, ob die Situation richtig eingeschätzt und kommuniziert wurde. Doch der herausgegebene Lawinenbericht zeichnete eigentlich ein klares Bild der Situation: “Durch den Neuschnee und Wind sind viele mittelgroße bis große Lawinen erwartet. Um sich überhaupt in ungesichertem Gebiet zu bewegen, ist viel Erfahrung und Vorsicht geboten”.

Als wir die Tage nach dem Sturm die südlichen, am stärksten getroffenen Gebiete besuchen, um die Aktivität während des Peaks einschätzen zu können und die Lawinenabgänge zu kartografieren, bestätigt sich das von uns vorhergesagte Bild: Zwei Größe 4 Lawinen, also Lawinen, die selbst größere Gebäude und Waldflächen zerstören können, erreichen den Talboden und einige weitere Größe 3 Lawinen prägen jetzt das Talbild.

Fast alle steilen Hänge zeigen Lawinenabgänge, unterhalb derer sich Ablagerungen auftürmen. Ich bin nachhaltig beeindruckt und betroffen. Natürlich kenne ich Bilder von großen Lawinen, und habe auch schon die ein oder andere selbst gesehen. Aber die Kombination aus dem so konkreten Verfolgen (und Vorhersagen) der Situation, selbst quasi täglich in der Region unterwegs zu sein, und dem Wissen um den tödlichen Unfall zwei Tag zuvor, lässt mich die Tragweite deutlich klarer spüren.

Abschied

Glücklicherweise bleiben mir noch zwei Wochen mit besseren Verhältnissen und weniger Anspannung, um mich aus meinem Praktikum zu verabschieden. Um meine Arbeit fertigzustellen, verbringe ich am Ende mehr Zeit im Büro und versuche, bessere Lösungen für meine bisher wenig nutzerfreundlichen Programme zu finden. In der letzten Woche gehe ich dann aber doch noch ein paar Mal raus und kann den Schnee genießen, bevor ich mich wieder auf den Heimweg mache.

Ein ganz, ganz dickes Dankeschön geht an Montse, Jordi und Sara dafür, wie liebevoll sie mich ins Team aufgenommen haben, sowie an den Conselh Generau, der mir dieses Praktikum ermöglicht hat.

-Adéu, jo tornaré!

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