Zum Inhalt springen

Cookies 🍪

Diese Website verwendet Cookies, die Ihre Zustimmung brauchen.

Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Zur Powderguide-Startseite Zur Powderguide-Startseite
Materialtests

Materialtest | PUSHrack SNOWbag & SNOW Update

PUSHcomponents bietet endlich eine elegante Möglichkeit, Ski, Snowboards oder auch Langlaufski zu montieren.

14.02.2026
Johanna Korte Totti Lingotti
Seit einigen Jahren sind erstaunlich viele Camper mit dem Fahrradträger von PUSHcomponents unterwegs. Die Montage mit dem Lenker an den Hecktüren, die anfangs noch auffällig war, etabliert sich schon als normal. Noch etwas weniger verbreitet sind die Ski-, Snowboard- und Langlaufski-Halterungen sowie der SNOWbag von PUSHcomponents. Wir haben den SNOWbag getestet und geben ein Update zu den Befestigungsmöglichkeiten von Wintersportmaterial an Campern und Kastenwagen.

Erster Eindruck

Als ich das SNOWbag erhielt, war ich zunächst von den vielen verschiedenen Einzelteilen überrascht. Allerdings machte der stabile und robuste Eindruck des SNOWbags bzw. der Halterungen sofort einen guten Eindruck, sodass ich mir sicher war, dass meine Ski darin zuverlässig vor Wind und Wetter geschützt sind.

Dann habe ich mich ans Zusammenbauen gemacht und hatte zum Glück Hilfe, da ich mir nicht sicher bin, wie gut sich das SNOWbag alleine am Auto befestigen lässt. Aber eins nach dem anderen. Das Zusammenbauen erfolgt nicht anhand einer schriftlichen Anleitung, sondern über einen QR-Code, der zu einem Video führt, in dem alle Schritte vorgemacht und erklärt werden. Ich persönlich bin eher Fan von schriftlichen Anleitungen (ich werde wohl langsam alt), aber das Video ist natürlich hilfreich – man muss nur oft genug vor- und zurückspulen, da in der Kürze der Zeit doch viele Informationen gegeben werden.

Testerin und Testbedingungen

Ich bin 1,70 m groß, was eigentlich nur für den Zusammenbau und die Montage relevant ist, und fahre sowohl Ski als auch Snowboard. Vor dem SNOWbag hatte ich bereits die Ski- und Bike-Halterungen von PUSHrack für meinen Bus genutzt, sodass mir der Aufbau bereits vertraut war. Da ich mehr Ski und Boards besitze, als in das SNOWbag passen, habe ich außerdem eine relativ überdimensionierte Dachbox auf meinem Gefährt. Dabei handelt es sich um einen Mercedes-Benz Sprinter 4×4 H1.

Hier kommt auch schon der erste Clou: Das SNOWbag ist eigentlich für H2- und H3-Modelle, also Transporter mit Stehhöhe, konzipiert, da das Bag sonst wegen der Skilängen über das Dach hinausragen würde. In meinem Fall ist das allerdings kein Problem, da die Dachbox die fehlende Höhe ausgleicht und dem SNOWbag Windschutz gewährt.

Um es vorwegzunehmen: Ich habe es geschafft, das SNOWbag zu montieren, und kutschiere seither meine Skier und Boards darin umher. Ich nutze es primär, um die gerade gefahrenen Ski und Boards zu verstauen, da hier das Thema Wasser keine Rolle spielt - in meiner Dachbox kann dies nicht ablaufen. Dadurch kommt es schnell zu unangenehmen Verfärbungen an Kanten und Belag, wenn man nasses Material darin verstaut. Das SNOWbag ist daher eine echte Erleichterung – nicht nur, weil man sich die Kletterpartie aufs Dach spart, sondern auch, weil die Latten ordentlich trocknen können, bevor man sie wieder nach oben räumt.

Die Montage

Wie schon angedeutet, hat sich die Montage als etwas komplizierter herausgestellt als zunächst gedacht. Zunächst musste ich bangen, ob meine bereits angebrachten Airline-Schienen auch an der richtigen Stelle sind. Das konnte jedoch schnell geklärt werden und ich hatte Glück.

Dann kam die nächste Herausforderung: die Einzelteile entsprechend der Online-Anleitung zusammenzubauen. Zugegebenermaßen habe ich diese Herausforderung nicht ganz ernst genommen und die Bordsteinkante als Arbeitsplatz gewählt – das ist nicht zu empfehlen. Eine gerade Unterlage erleichtert das Zusammenfügen der einzelnen Teile deutlich und ermöglicht ein genaueres Ausmessen.

Eines der größten Probleme, auf die ich gestoßen bin, war die richtige Positionierung. Zunächst hatte ich das SNOWbag deutlich zu niedrig montiert, sodass mein Nummernschild verdeckt war – das ist zwar praktisch für Blitzer, aber leider nicht erlaubt. Die neue Ausrichtung hat zur Folge, dass es sehr weit über das Dach nach oben steht. Das macht noch einmal deutlich, dass es eher für H2 und höher geeignet ist. Wie schon erwähnt, wird das Problem der Aerodynamik bei mir durch die zufällig günstig positionierte Dachbox gelöst; sonst wäre das Bag für meinen Sprinter leider nicht geeignet.

MIt zwei weiteren Händen Hilfe konnte das SNOWbag an meinen ursprünglchen Airline-Schienen befestigen – allerdings nicht ganz perfekt. Um ehrlich zu sein, hätte ich mir eine handschriftliche Anleitung gewünscht (nennt mich oldschool) und eine etwas einleuchtendere Montage im Allgemeinen.

Was zusammenfassend benötigt wird:

  • Airline-Schienen oder andere Schienen (Thule, Fiamma) für die Befestigung an der Hecktüre. Diese müssen im richtigen Abstand zueinander sein (obwohl die Range ziemlich groß ist und daher kein Problem darstellen sollte)

  • Inbusschlüssel-Set

  • Am besten mindestens eine helfende Hand, besser zwei

  • Einen Transporter (am besten H2 oder höher)

  • Geduld beim Video-Stopp-and-Go

Alle relevanten Informationen findet man in dem PUSHrack -SNOWbag Tutorial mit dessen Hilfe ich auch den Bag montiert habe – der am Ende auch sicher an meinem Fahrzeug befestigt war.

Benutzung

Ich hatte nicht erwartet, meinen kompletten Quiver darin unterbringen zu können, aber zwei Ski und ein Powderboard sollten doch gut passen. Das gestaltet sich allerdings etwas als Tetris-Herausforderung, aber wenn der Ablauf klar ist, dann klappt das gut - wie damals am gameboy. Die Halterungen sind super, stabil und ich bin ein großer Fan davon, dass meine Ski und Boards dadurch geschützt werden. Außerdem würde ich dem SNOWbag auf jeden Fall Style-Punkte geben, denn wie wir alle wissen, ist das ja eigentlich eh das Wichtigste.

Fazit

Wie schon erwähnt, habe ich bereits einige Halterungen von PUSHrack vorher in Benutzung an meinem Bus gehabt. Was für mich jedoch ein echtes Upgrade darstellt, ist das SNOWbag. Zuvor konnte ich zwar meine Ski problemlos und schnell außen an meinem Bus befestigen, doch dank Salz waren die ersten Schwünge nach einer Fahrt oft ein echter Graus - damit ist dank SNOWbag jetzt Schluss.

Zugegebenermaßen ist mir die Montage ein wenig auf die Nerven gegangen, und ich bin gespannt, wie sich das Demontieren im Sommer gestaltet. Seit das SNOWbag jedoch am Fahrzeug hängt, bin ich super happy und freue mich jedes Mal darüber, nicht mehr auf das Dach meines Autos klettern zu müssen.

Informationen

Vor- & Nachteile:

+ Ski und Board sind schnell verstaut

+ bis zu 4 Ski / 1 Parkboard und 2 Ski / 1 Powderboard und 1 Ski

+ lang genug für Powderlatten (2m)

+ Ski und Boards sind vor Wind und Wetter geschützt

+ sieht gut aus

+ flexibler Aufbau mit Ski und Board Halterungen extra bestellbar

- nur verschließbar mit Kabelbinderschloss bei PUSHcomponents erhältlich

- bisschen mühselig zum zusammenbauen

- relativ schwer

Der SNOWbag ist derzeit nicht erhältlich - mehr Infos dazu im PUSHrack SNOW Update weiter unten. Hier geht es zur Hersteller-Webseite mit weiteren PUSHrack SNOW Produkten.

Das Produkt wurde PowderGuide vom Hersteller im Rahmen einer Partnerschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt.

PUSHrack SNOW Update 2025/26

Für die aktuelle Wintersaison wurde von PUSHrack die Möglichkeit geschaffen mit speziellen Z-Adaptern die Skier, Snowboards, Langlaufskier und Stöcke direkt an den Schienen zu montieren. Damit wurde eine kostengünstige und leichte Möglichkeit geschaffen auch deutlich mehr Wintersportausrüstung als im SNOWbag zu transportieren. Das Material kann trotzdem in herkömmlichen Skibags geschützt werden.

Diese Weiterentwicklung ist eine Reaktion auf den König, der ja auch manchmal Kunde ist, oder wie es Resi von PUSHrack formuliert hat:

“Das SNOWbag war in der Produktion und Logistik so aufwändig, dass wir von unseren Kunden und Kundinnen immer wieder die Rückmeldung bekommen haben, es sei zu teuer und ob es nicht möglich wäre Ski & Boards ohne SNOWbag am Camper zu transportieren. Dank eines neu entwickelten Z-Adapters ist das jetzt möglich und die Verkäufe sind schon super angelaufen. Den Adapter wird es auch als Nachrüstkit geben für alle jene, die das SNOWbag zwar haben aber vielleicht auch mal ohne das Bag unterwegs sein wollen.”

Ausblick 2026 - Überarbeitung SNOWbag

Aufgrund der obengenannten Einführung der SNOW Adapter lief die erste Generation des SNOWbags letzten Herbst aus. Ende November 2025 wurden die letzten Exemplare online verkauft, weshalb es derzeit nicht möglich den SNOWbag zu kaufen. Bis zur nächsten Wintersaison soll eine neue, vielfältig nutzbare Version des bags erhältlich sein. Wir sind gespannt welche feinen funktionalen Weiterentwicklungen sich das PUSHrack Team sich hierbei ausdenkt.

Derweil scheint es den Entwicklern nicht langweili zu werden, da für die kommende Sommersaison auf den einschlägigen Camper- und Freizeitmessen schon allerhand neue Transportmöglichkeiten präsentiert werden. Demnächst vom 16. bis 18. Februar 2026 werden auf der f.re.e. in München (Stand Camp f.re.e Vans, B3) unter anderem der neue innovative Heck-Sufbrettträger oder der PUSHrack Room Extender mit Halterungen für Auffahrkeile oder eine Box für dreckiges, nasses Material. Gewohnt durchdacht natürlich montiert an einer schon vorhandenen Schiene.

Irgendwann wird dann der komplette Platz am Heck belegt sein, aber wir sind uns sicher auch dann findet Lenz mit seinem Team noch weitere innovative Camper-Transport-Möglichkeiten. Das junge, kleine Unternehmen aus Südbayern hat sich ja erst 2023 mit dem neuartigen Heckfahradträger - hier bald auch im Materialtest - professionalisiert und seitdem ein beachtliches Wachstum hingelegt. Mit den neuen Produkten und den Weiterentwicklungen der bestehenden wird der Grundstein dafür gelegt, dass wir uns auch in Zukunft über durchdachte und funktionale Produkte freuen dürfen.

Weitere Infos findet ihr auf der PUSHcomponents-Webseite!

Fotogalerie

Ähnliche Artikel

Kommentare