Test-Setup und erster Eindruck
Laut Herstellerangaben ist der Crux 93 ein “All Mountain Tourenski” und kann alles überall, bergauf wie bergab auf der Piste und beim Entdecken des Backcountry unter “extremen Bedingungen”. Übersetzt heißt das, es handelt sich um einen vielseitigen Freeride-Tourenski, der tatsächlich ziemlich viel kann. Eher ein Allround-Talent als ein Spezialist für besondere Einsätze, aber bei Skitouren ist das ja meistens auch sinnvoller. Abgesehen davon bietet Head den Crux auch mit 81, 87 und 99 mm Mittelbreite an, sowie in der deutlich leichteren aber auch deutlich teureren “Pro” Version.
Ich fahre den Head Crux 93 in 184 cm Länge mit einer Plum-Karibou-Bindung und Tecnica-Zero-G-Tour-Pro-Schuhen. Neben dem Crux habe ich in den letzten drei Saisons hauptsächlich einen Blizzard Zero G 95 und einen älteren Down Low Down 102 zum Tourengehen genutzt. Vergleichende Eindrücke beziehen sich also in erster Linie auf diese beiden Alternativski. Ich hatte den Crux diese Saison bei verschiedenen Bedingungen im Einsatz, von steinigem Powder bis zu zerfahrenen Pisten. Leider waren es aufgrund der mageren Schneelage weniger Tourentage als erhofft; dafür wurde der Crux 93 aber auch mal auf der Piste ausgefahren.
Der Head Crux 93 mit Plum-Bindung ist etwas schwerer als mein Zero G mit ATK-Bindung, aber etwas leichter als der LowDown mit Dynafit-Bindung. Laut Herstellerangaben wiegt der Crux 93 in der Länge 184 cm 1.600 Gramm. Subjektiv fällt das Head-Setup in meine mentale Kategorie „nicht ultraleicht, aber für die Maße des Skis schon ziemlich leicht“. Vor zehn Jahren wäre das Gewicht bei den soliden Fahreigenschaften wahrscheinlich noch beeindruckender gewesen, aber im sogenannten Freeride-Touren-Segment hat sich in den letzten Jahren bekanntlich viel getan, entsprechend haben sich auch die Gewichtsansprüche verschoben. Sonst gibt es zum ersten Eindruck nicht viel zu sagen: Das Topsheet-Design ist so schlicht wie ein Laminatboden.