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Materialtests

Materialtest | Atomic Maverick 96 Cti

Vielseitiger Allmountain Ski - Made in Austria

26.02.2026
Lorenzo Rieg
Der Maverick Cti 96 ist ein klassisches Allmountain-Modell, also ein Ski für möglichst alle Bedingungen. Mit einer Mittelbreite von 96 mm ist er eines der schmaleren Modelle der Maverick-Serie und somit eher für variable Bedingungen als für tiefsten Pulverschnee geeignet. Wie er sich in der Praxis schlägt, haben wir diese Saison für euch getestet.

Erster Eindruck

Die Maverick-Serie ist, ähnlich wie die entsprechende Maven-Serie für Damen, inzwischen am Markt gut etabliert. Auch bei PowderGuide haben wir bereits verschiedene dieser stabilen und vielseitigen Freeride-Ski getestet. Für mich ist es allerdings das erste Mal mit einem Maverick, da ich vorwiegend auf Touren unterwegs bin und dort die Backland-Serie von Atomic sehr schätze. Im Vergleich zu dieser bzw. zu anderen Tourenski ist der Maverick mit der CTI-Konstruktion (CTI steht für Carbon und Titanal, die neben dem Holzkern im Ski verbaut sind) deutlich stabiler und härter, aber auch schwerer.

Auffällig ist außerdem die Länge des Skis. Hier wird offensichtlich die tatsächliche Länge gemessen und nicht die Länge entlang der Biegung, denn der Ski ist eine Ecke länger als mein Blizzard Zero G in 188 cm. Deutlich erkennbar sind auch das Taper an Tip und Tail sowie das inzwischen ebenfalls gut bekannte HRZN 3D-Tech, also die abgeschrägten Seiten am Tip.

Tester und Testbedingungen

Ich bin 183 cm groß und wiege 80 kg. Ich fahre viel Ski, bin dabei allerdings meistens auf Skitouren unterwegs. Dabei sind mir gute Schneebedingungen und eine interessante Abfahrt wichtiger als Gipfel und Höhenmeter, weswegen ich in der Regel auch mit eher abfahrtsorientierten Skiern unterwegs bin. In den letzten Jahren habe ich auf Skitouren meist die Modelle Atomic Backland 102, Blizzard Zero G 105 und Downski CountDown 104 verwendet.

Als Bindung habe ich auf den Testski eine Fritschi Xenic Plus 12 montiert, als Schuhe waren vor ellem die Scarpa Quattro XT, aber auch die Dynafit Tigards im Einsatz.

Ich habe den Maverick 96 Cti seit Weihnachten, aufgrund der leider sehr schlechten Schneelage habe ich ihn bisher aber weniger verwendet, als mir lieb ist. Trotzdem habe ich einige Skitouren gemacht und den Ski auch an einigen Tagen auf der Piste getestet. Dabei konnte ich die Ski in den verschiedensten Schneearten testen: von frischem Pulverschnee über zerfahrenen Schnee bis hin zu Harsch und hartem, festgefrorenem Schnee. Lediglich typische Frühjahrsbedingungen habe ich bisher noch nicht angetroffen.

Testbericht

Der Maverick 96 CTI ist im Aufstieg durchaus tourentauglich. Zwar ist er nicht der leichteste Ski, in Kombination mit der Xenic kommt man aber auf ein annehmbares Gesamtgewicht. Der Ski ist recht torsionssteif und hält daher im Aufstieg sehr gut auf hartem Schnee, auch bei steileren Traversen. Für lange, höhenmeterintensive Unternehmungen sind sicher leichtere Ski interessanter. Beim Maverick 95 Cti liegt der Fokus klar auf der Abfahrtsperformance, wobei die Tourentauglichkeit nicht aus den Augen verloren wird.

In der Abfahrt zeigt der Maverick 96 Cti dann seine Stärken, gerade auf hartem Untergrund, wo die Kanten sehr gut greifen, der Ski den Druck ausgezeichnet hält und sehr tempostabil ist. Ähnliches gilt auch auf der Piste, wo sich der Ski sehr gut carven lässt, sowie im zerfahrenen Gelände, gerade bei hohen Geschwindigkeiten. Hier stechen die Laufruhe und Dämpfung des „Maverick 96 CTI” hervor: Selbst bei höherem Tempo und in zerfahrenen Bereichen bleibt der Ski bemerkenswert stabil, lässt sich zuverlässig auf Linie halten und vermittelt viel Sicherheit.

Der Ski ist sehr berechenbar und belohnt eine präzise Fahrweise, ohne dabei störrisch zu wirken oder viel vom Fahrer abzuverlangen. Trotzdem ist er eher etwas für erfahrene Skifahrer:innen, die aktiv auf dem Ski stehen und klare Steuerungsimpulse geben. Dafür macht der Ski genau das, was er soll, und schlägt sich in praktisch jeder Schneeart sehr solide. Natürlich kann er aus Bruchharsch keinen Pulverschnee machen, aber es ist erstaunlich, wie viel Abfahrtsspaß man mit dem Ski in mittelmäßigem Schnee haben kann.

Im Vergleich zu meinen anderen Tourenski ist das Tail sehr präsent. Das heißt einerseits, dass eine präzisere Fahrweise und eine vernünftige Position über dem Ski gefordert ist. Andererseits hat man sowohl beim Carven auf der Piste als auch bei der Landung von Drops eine angenehme Reserve. Man kann nämlich (absichtlich oder unabsichtlich) viel Druck auf die Tails geben, ohne dass diese wegrutschen oder der Ski außer Kontrolle gerät.

Im Pulverschnee hat der Ski einen ordentlichen Auftrieb – zumindest für seine geringe Breite. Daher macht er auch hier viel Spaß und ist durchaus angenehm zu fahren. Er benötigt allerdings etwas Speed, um wirklich gut aufzuschwimmen, und ist deutlich weniger verspielt als breitere und weichere Ski, die eher auf Pulverschnee ausgelegt sind. Hat man etwas Schwung, bleibt der Ski gut an der Schneeoberfläche und ist auch recht wendig. Bei langsameren Geschwindigkeiten muss man allerdings aktiv entlasten, um eng um die Kurve zu kommen.

Fazit

Ein sehr gelungener Allmountain-Ski im besten Sinne des Wortes. Er ist vielseitig, stabil und funktioniert bei jedem Schnee. Er zeigt seine Stärken insbesondere bei härteren oder variablen Bedingungen, ist für tiefen Powder oder lange Skitouren aber auch gut geeignet, wenn auch nicht optimal. Auch auf der Piste macht er eine Menge Spaß. Insgesamt ein toller Allrounder für gute Skifahrer:innen, die einen Ski für alle Bedingungen suchen.

Vor- und Nachteile

+ Sehr Tempo- und Spurstabil

+ Exzellenter Kantengriff

+ Robust

- nicht ganz leicht

Informationen

UVP €759,99

  • Verfügbare Längen (Radius): 165cm (16m), 172cm (17m), 179cm (18m), 186cm (19m)

  • HRZN 3D Maverick / Maven

  • Power Woodcore

  • CTI Powered

  • Dura Cap Sidewall

  • Direktionaler Shape

  • Mattes Topsheet

  • All Mountain Rocker 20/65/16

  • Kantenwinkel seitlich: 87°

  • Kantenwinkel belagseitig: 1,0°

Hier geht es zur Website von Atomic mit weiteren Informationen.

Der Ski wurde PowderGuide vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie wir testen erfahrt ihr in unserem Test-Statement.

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