Erster Eindruck
Das Biru kam direkt von Stranda zu mir, allerdings nicht nagelneu, sondern als kurz genutzter Prototyp aus dem Vorjahr. Das Serienmodell kann daher im Detail abweichen, dazu weiter unten mehr. Biru heißt übrigens Teufel, auf Samisch. Kleiner Teufel also. Das passende Logo auf dem Deck gefällt mir gut.
Der erste Eindruck: solide, leicht und angenehm in der Hand. Die Verarbeitung wirkt vom ersten Moment an hochwertig. Hier wurde nicht am falschen Ende gespart und das bestätigt sich auch in punkto Haltbarkeit. Sehr schön.
Das Shape hält, was es verspricht: Vorne eine große Schaufel, hinten ein kompakter Fishtail, dazwischen 270 mm Taillenbreite beim 154er. Das Tail läuft außerhalb der effektiven Kante schmal zu, was sich in der Abfahrt bemerkbar macht. Beim Profil setzt Stranda auf einen satten Camber mit leichtem Early Rise in der Nose und einem steilen Kick im Tail. Der Flex ist mittelfest und in der Mitte des Sidecuts am steifsten, der Radius von 6,7 m wird zum Tail hin enger. An den Inserts sitzen sogenannte Power Bumps, kleine Ausbuchtungen der Kante für mehr Grip auf hartem Schnee. Stranda empfiehlt, das Biru 4 bis 6 cm kürzer zu wählen als ein klassisches Freerideboard.
Für die aktuelle Saison hat Stranda dem Biru einen neuen Aufbau verpasst, mein Testboard ist diesem bereits sehr ähnlich. Der Kern besteht aus Bambus, Paulownia und Pappel. In der Nose sitzt leichte Paulownia, um das Schwunggewicht zu reduzieren, unter den Inserts Bambus für mehr Haltbarkeit. Darüber liegt Triax-Glasfaser mit Carbon-Stringern, die für mehr Torsionssteifigkeit und Dämpfung sorgen sollen. Dazu kommen ein Durasurf-4001-Sinterbelag, Phantom-Herkules-Clips, ein mattes TPU-Topsheet, Seitenwangen aus Polyurethan sowie Aluminium-Protektoren an Nose und Tail. Die Stahlkanten sind ab Werk leicht entschärft, die Kantenwinkel liegen bei -1° (Base) und 88° (Side).